06.12.2019

Besuch im Deutschen Bundestag

Am Dienstag, den 03.12.2019, besuchte ich auf Einladung einer Bundestagsabgeordneten gemeinsam mit 46 weiteren Teilnehmern den Deutschen Bundestag und die Vertretung des Landes Brandenburg.
Unsere Reise wurde organisiert vom Bundespresseamt (BPA).

Das Bundespresseamt plant und finanziert politische Informationsfahrten, zu denen die Mitglieder des Deutschen Bundestages jährlich drei Besuchergruppen aus ihrem Wahlkreis nach Berlin einladen können. Bei rund 2.000 Besuchergruppen im Jahr mit jeweils bis zu 50 Teilnehmern sind dies rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger. Feste Programmpunkte dieser Besuche sind u.a. Gespräche mit Abgeordneten des Bundestages.

Das war unser Tagesprogramm am 03.12.2019:
  • 08 Uhr - Treffen mit der BPA-Betreuerin im Hauptbahnhof Berlin
  • 09 Uhr - Vortrag im Prenarsaal: Aufgaben+Arbeit des Parlaments
  • 10 Uhr - Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten A.Baerbock
  • 11 Uhr - Gruppenfoto und individueller Kuppelbesuch
  • 12 Uhr - Mittagesssen im Hopfingerbräu, Ebertstr. 24
  • 14 Uhr - Besuch der Vertretung des Landes Brandenburg
  • 15 Uhr - Zweistündige Busrundfahrt durch das politische Berlin
  • 17 Uhr - Individuelle Abreise

02.12.2019

Doppelt schön?

Am 17.05.2019 druckte die Märkische Online-Zeitung einen Artikel, in dem Leser aufgerufen wurden, sich an einer speziellen Aktion des Frankfurt-Słubicer Kooperationszentrums zu beteiligen.
Originaltext: "Wir suchen eure Lieblingsorte in Frankfurt (Oder) und Słubice. Wir wollen wissen, wo die Doppelstadt am schönsten ist. Ob aufregend, beruhigend, voll Leben oder voll Erinnerungen – zeigt uns eure persönlichen Lieblingsorte und erzählt uns die Geschichte dazu. Im Laufe des Jahres werden daraus ein Buch und ein Film entstehen, die Frankfurt (Oder) und Słubice von eurer ganz persönlichen Seite zeigen."

Leser wurden aufgerufen, Fotos mit einem dazugehörenden Text (maximal 350 Zeichen) auf die Webseite anonym "doppelt-schoen.eu" hochzuladen. Angegeben werden musste neben dem Foto und dem dazugehörenden Text lediglich eine E-Mail-Adresse ohne Klarnamen. Für die Fotos gab es keine Größenanforderung.
Als Heimatauskenner hatte ich bereits viele eigene Digitalfotos von Frankfurt und von Slubice abgespeichert. Sie waren für mich die Foto-Basis, um bei der Aktion "Doppelt schön" mitzumachen. Im Laufe des Sommers 2019 habe ich insgesamt 47 Fotos auf die oben genannte Webseite hochgeladen - immer versehen mit einem persönlich gehaltenen Text. Viele andere Frankfurter und einige Slubicer Bürger haben sich ebenfalls an der Aktion als Foto- und Textautoren beteiligt.

Insgesamt kamen über 100 Fotos und Texte zusammen. Ab Herbst 2019 wird die frisch gedruckte Image-Broschüre "Doppelt schön" in Frankfurt (Oder) und Slubice kostenlos abgegeben, z.B. in der Touristen-Information (Bolfrashaus). In der Broschüre werden genau 100 "Lieblingsorte" vorgestellt. Ich fand in der Broschüre 40 meiner Texte, aber nur 27 meiner Fotos! Wie ist diese Diskrepanz zu erklären?
Ich bemängele auch die Bild-Auswahl: Soll Bild 18 auf Seite 25 das Slubicer Kulturhaus darstellen? Das Foto 64 ist nicht zu verorten. Dieses Foto ist für mich der ästhetische Tiefpunkt in dieser Image-Broschüre!

Fest steht für mich: In der Heft-Redaktion haben Leute einer Berliner Werbeagentur mitgearbeitet, die sich mit Frankfurt (Oder) bzw. Slubice wenig identifizieren. Wie sonst ist zu erklären, dass gute eingereichte Fotos vertauscht bzw. gegen schlechte Fotos ausgetauscht wurden?

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Seite 13 - Foto 4: Der Text stammt von mir, aber das in der Broschüre abgedruckte Foto ist nicht mein Foto (links) vom Slubicer Platz der Freundschaft.
Seite 24 - Foto 16: Der Text ist von mir, aber mein Foto von der Stadtbibliothek (rechts) ist besser als das in der Broschüre abgedruckte Fremd-Foto.
Seite 35 - Foto 33: Der Text "Allegorie in der Schmalzgasse stammt aus meiner Feder, aber mein eingereichtes Foto (links) wurde nicht gedruckt. Dafür ist in der Broschüre ein schlechtes Fremd-Foto zu sehen.
Seite 36 - Foto 35: Mein Foto (rechts) zeigt die kleine Gedenkstätte auf dem Slubicer Kommunalfriedhof, die an Deutsche erinnert, die bis 1945 auf dem Friedhof begraben wurden. Das in der Broschüre gezeigte Foto 35 ist nicht mein Foto - nur der Text stammt von mir.
Seite 38 - Foto 38: Der Text ist aus meiner Feder, aber das in der Broschüre gedruckte Foto ist nicht das von mir eingereichte Foto "Käthchen von Heilbronn". Mein Käthchen-Foto ist hier links zu sehen.
Seite 46 - Foto 48: Mein Text "Die Skyline von Frankfurt" entstand auf der Basis meines Fotos (rechts), das in der Broschüre leider nicht gedruckt wurde. Statt dessen wurde ein Fremd-Foto gedruckt. Besonders krass wird dies angesichts meines letzten Text-Satzes "Die Oder ist verschwunden ...".

Seite 56 - Foto 63: Der Text kommt aus meiner Feder, aber das in der Broschüre gedruckte Foto ist nicht mein Foto vom "Großen Stein" (links).
Seite 57 - Tipp: Der Försterstein: Das Foto in der Broschüre zeigt nicht den Försterstein (rechts), sondern den Pilzstein.

Seite 74 - Foto 87: Katjasee. Das Foto zeigt nicht den Katjasee, sondern irgendein 0815-Foto - wahrscheinlich die Oder.

Seite 75 - Foto 88: Das abgedruckte Foto zeigt leider nicht den Dorf- und Spielplatz im Frankfurter Ortsteil Rosengarten, sondern den Spielplatz im Stadtwald neben Wupis Imbiss. Der Bild- und Text-Autor hatte sein eigenes Foto vom Rosengartener Dorf- und Spielplatz eingereicht!

Seite 78 - Foto 92: Das in der Broschüre gedruckte Foto ist nicht mein Foto von der Steilen Wand. Mein Text deutet an, dass mein Foto (rechts) von der polnischen Seite aus entstand - aufgenommen vom Deich bei Swiecko.



Seite 80 - Foto 95: Der Text ist von mir, aber das Foto vom Lichtenberger Bismarckturm ist nicht von mir. Aber ich gebe gern zu, dass in diesem Fall das abgedruckte Foto besser als mein eingereichtes Foto ist!

In Form einer PDF-Datei zeige ich einen Überblick über meine 40 Texte und meine 27 Fotos, die ich zur Image-Broschüre beigetragen habe.

Auch wenn beim Einreichen der Fotos und Texte alle Autoren erklären mussten, "mit Ihrer Zustimmung zur Datenschutzerklärung damit einverstanden zu sein, sämtliche Rechte an der Urheberschaft Ihrer eingereichten Texte und Bilder an das Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrum abzutreten", so bleibt unterm Strich: Als Mitautor fühle ich mich mißbraucht! Die Betrachter der Broschüre halten ein Produkt in Händen, dass meiner Meinung nach nicht mit sauberen Mitteln entstand. Ich hätte mir eine faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe von Redaktion und Autoren gewünscht. Schließlich hat jeder Autor/Autorin als Kontaktmöglichkeit eine E-Mail-Adresse angegeben. Davon wurde leider kein Gebrauch seitens des Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrums gemacht. Zurück bleibt ein schaler Beigeschmack und eine Image-Broschüre mit diversen Schönheitsfehlern...

26.11.2019

Weg auf Ziegenwerder gesperrt


Seit dem Frühjahr 2019 ist der östliche Uferweg auf der Frankfurter Insel Ziegenwerder gesperrt. Laut Aushang am Absperrgitter ist "aus artenschutzrechtlichen Gründen (Nist- und Brutzeit) eine Baumfällung derzeit nicht möglich". Aber seit Monaten ist die Nist- und Brutzeit beendet. In einigen Monaten beginnt die nächste Brutsaison. Wann endlich wird diese Wegsperrung beendet? In den letzten Monaten haben bereits viele Spaziergänger und Radfahrer den Zaun ignoriert. Die Baumfällungen hätten längst beendet sein können! Wann passiert in dieser Angelegenheit etwas? Was unternimmt die Stadtverwaltung?

Am 26.11.2019 habe ich per E-Mail an die Frankfurter Stadtverwaltung (Pressestelle + Umweltamt) und an die Märkische Oderzeitung geschrieben. Außerdem nahm ich auf der Homepage www.frankfurt-oder.de einen Eintrag vor auf der Seite Bürgeranliegen. So darf es auf der Insel nicht mehr weitergehen. Die Sperrung muss ein Ende haben!
Aktuelle Entwicklung
Am 28.11.2019 erreichte mich diese E-Mail aus dem Rathaus:

Sehr geehrter Herr Totzauer,
die letzten erforderlichen Untersuchungen und damit einhergehenden Fällungen werden Mitte Dezember erfolgen. Danach wird der Uferweg auf dem Ziegenwerder wieder frei gegeben.

Mit freundlichem Gruß
Im Auftrag
R.K.
SB Koordination Baumkontrolle/ -pflege

17.11.2019

Slubices Bürger wollten keine Straßenbahn

Begonnen hat meine Beteiligung an der Diskussion "Bus oder Tram" am 22.09.2005 mit meinem öffentlichen Aufruf zur Gründung der Bürger-Initiative "Pro Bus contra Tram". Die MOZ berichtete damals wie folgt darüber:

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Der damalige Slubicer Bürgermeister Ryszard Bodziacki reagierte einen Monat nach meinem MOZ-Aufruf plötzlich am 22.10.2005 mit seiner Ankündigung in der MOZ, den ehemaligen Kleistturm in Slubice wieder aufbauen zu wollen. Seit 1999 waren bereits sechs Jahre vergangen, ohne dass er auf meinen Vorschlag zum Wiederaufbau des Kleistturms reagiert hatte! Nach seiner vollmundigen Presse-Ankündigung hat er - wie von mir erwartet - nach der Frankfurter Bürger-Abstimmung (22.01.2006) "seine Kleistturm-Initiative" sofort wieder beendet. Ich unterstelle: Er hatte von Anfang an nie die Absicht, den Kleistturm wirklich aufzubauen, sondern wollte mit seinem Presse-Artikel nur Einfluss nehmen auf das Wahlverhalten der Frankfurter am 22.01.2006. Das ist ihm nicht gelungen: 83% der Frankfurter Wahlteilnehmer stimmten gegen das von Bodziacki gewollte Tram-Projekt!
Slubice war damals eine hoch verschuldete Stadt. Das Tram-Projekt hätte für Slubice bedeutet: Teurer Abriss von Slubicer Häusern und teurer Neubau von Slubicer Straßen. Das hätte die Stadt ins Chaos gestürzt. Bodziackis Nachfolger als Bürgermeister, Herr Tomasz Ciszewicz, entschied sich 2012 konsequent für den grenzüberschreitenden Bus, der heute täglich zwischen Frankfurt und Slubice verkehrt - wenn auch mit gelegentlichen polnischen Finanzierungsproblemen.

Teil meiner Bürger-Initiative war 2005 die Veröffentlichung zahlreicher Kleinanzeigen in der "Märkischen Oderzeitung" und im "Oderlandspiegel":


Speziell für die Initiative "Pro Bus contra Bahn" richtete ich im Sommer 2005 die Internet-Adresse "www.keine-bahn.de" ein. Nach der Abstimmung konnte ich sie wieder abschalten, denn eine sehr deutliche Frankfurter Bürger-Mehrheit von 82,99 Prozent entschied sich am 22. Januar 2006 gegen den Bau einer grenzüberschreitenden Tram-Linie!
Hier ist das offizielle Wahlergebnis vom 23.01.2006 als PDF abrufbar!
Auch mit Hilfe meiner privaten Bürger-Initiative kam der Abstimmungserfolg!

Am 22. März 2012 meldete die "Märkische Oderzeitung", dass der Bau einer grenzüberschreitenden Straßenbahnlinie "in weite Ferne" gerückt sei. Slubices Vize-Bürgermeister Piotr Luczynski sagte, das Vorhaben sei für Slubice nicht finanzierbar. Man wolle stattdessen einen Bus:


Am 26.03.2012 druckte die "Märkische Oderzeitung" meinen Leserbrief:
Eine gute Entscheidung
Die Bürgerinitiative "Pro Bus contra Tram" begrüßt die Entscheidung der Slubicer Politiker. Zwar gab es dort ein langes Hin und Her einschließlich eines teuren, aber überflüssigen Frankfurter Gutachtens, aber die Slubicer Entscheidung ist richtig und konsequent. Slubice ist überschuldet. Frankfurt hat 2006 mit 83 Prozent gegen das Tram-Projekt gestimmt. Die Einrichtung und der Unterhalt einer Tramlinie ist ein teures Prestige-Objekt. Leider missachten sowohl der Frankfurter OB als auch viele Stadtverordnete noch immer den mehrheitlichen Bürgerwillen, der im Januar 2006 zum Ausdruck kam.
Roland Totzauer

Am 31.03.2012 druckte "Der Oderlandspiegel" meine Meinung:
Hier in Frankfurt (Oder) ist eine Bürger-Mehrheit immer noch auf der Suche. Gesucht werden auch 2012 immer noch Demokraten (demokratische Parteien und demokratische Politiker), die das 83-Prozent-Mehrheitsvotum der Frankfurter Bürgerschaft vom 22.01.2006 gegen eine grenzüberschreitende Straßenbahn anerkennen, respektieren und in praktische Politik umsetzen! Gesucht werden auch 2012 in Frankfurt immer noch Demokraten (demokratische Parteien und demokratische Politiker), die das Abstimmungsergebnis der Slubicer Bürgerbefragung vom Herbst 2011 gegen eine grenzüberschreitende Straßenbahn anerkennen, respektieren und in praktische Politik umsetzen. Leider wurden solche Politiker in Frankfurt bisher noch nicht gefunden bzw. sie haben sich bisher noch nicht zu erkennen gegeben - deshalb wird sich Politikverdrossenheit und Entfremdung zwischen Politikern und Bürgermehrheit leider immer noch weiter verfestigen und vertiefen. Wir suchen weiter ...


Nach der Veröffentlichung der Abstimmungs-Ergebnisse Ende Januar 2006 schaltete ich diese private Kleinanzeige in der "Märkischen Oderzeitung" und im "Oderlandspiegel":

Die Internet-Adressen www.keine-bahn.de wurde nach dem 83%-Ergebnis nicht mehr benötigt. Die Slubicer Bürger und Politiker haben sich eindeutig für die grenzüberschreitende Buslinie und gegen eine Straßenbahn ausgesprochen. Deshalb habe ich die Inhalte gelöscht. Der Web-Link www.rotofo.de/83prozent leitet weiter zu meinen Artikel "Slubices Bürger wollten keine Straßenbahn".

Verantwortlich für dieses jahrelange Verwirrspiel ist für mich der ehemalige Slubicer Bürgermeister Bodziacki, der gegenüber der Presse lange den Eindruck erweckte, dass Slubice nur eine Tram akzeptiert und keinen Bus. Nach seiner Abwahl 2010 kam 2012 die Wahrheit heraus: Eine Mehrheit der Slubicer Bürger wollten gar keine Tram!

27.10.2019

Roter Sessel im Oktober 2019

Ein MOZ-Journalist fragte mich am 22.10.2019 per Mail, ob ich bei der MOZ-Serie "Roter Sessel" mitmache. Die Märkische Oderzeitung stellt in dieser Monatsserie ehrenamtlich aktive Frankfurter in Bild und Text vor. Ich sagte zu und am 23.10.2019 entstanden während meiner 70. Mittwochstour auf dem Müllroser Marktplatz einige Fotos. Eines davon erschien am 26.10.2019 im Frankfurter Stadtboten (MOZ-Regionalteil für Frankfurt/Oder). Text & Foto stammen von Rene Matschkowiak.

Der MOZ-Artikel kann seit dem 26.10.2019 online gelesen werden.

Am 10.12.2019 bittet die MOZ in einem Artikel ihre Leser, sich bis zum 15.12.2019 zu entscheiden: Wer wird Frankfurter/in des Jahres 2019?

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Über ein selbstverschuldetes Maleur während der 70. Mittwochstour berichte ich hier: Oben auf dem Zeisigberg, auf dem Weg neben den Wildschwein-Gehegen, verlor ich dummerweise meinen Radcomputer. Am darauf folgenden Samstag (26.10.2019) bin ich bei bestem Herbstwetter nochmal auf den Berg geradelt und habe den Radcomputer nach intensiver Suche auch gefunden. Das Foto zeigt seinen Zustand:
Leider ist er nicht mehr zu gebrauchen: Dem Gewicht - egal, ob eines Radfahrers oder eines Schweinefutterwagens - hielt er nicht stand. Aber immerhin: Meine 50-km-Radtour am 26. Oktober hat sich durch den Fund gelohnt: Ich habe Gewissheit über das Schicksal des Radcomputers.



Wer sich auf den Weg macht zum Gut Zeisigberg, findet kurz vor dem Gutseingang links am Waldparkplatz eine "Müll-Skulptur". Gutsmitarbeiter haben sie dort aufgestellt. Sie fordern uns auf zu mehr Achtsamkeit:

11.10.2019

30 Jahre nach dem Mauerfall 1989

Die Märkische Oderzeitung bat vor kurzem darum, dass Leser sich an das Mauerfall-Wochenende - 09.11. bis 12.11.1989 - erinnern und Fotos eventuell vorhandener Mauerreste präsentieren.
Diese Aufforderung nahm ich zum Anlass, meine Erinnerungen an die Tage nach dem Mauerfall in knappen Sätzen aufzuschreiben und per E-Mail einzusenden.
Heute, am 11.10.2019, veröffentlichte die MOZ einen Artikel mit meinen Erinnerungen unter der Überschrift "In den Westen zu Kleists Grab". Auf der Homepage der MOZ kann man den Artikel auch online nachlesen!

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02.10.2019

Vincent van Gogh in Potsdam

Van Gogh - Stillleben
26.10.2019 - 02.02.2020
Museum Barberini Potsdam

Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.

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Die Ausstellung "Van Gogh - Stillleben" ist die erste systematische Würdigung dieses zentralen Themas in einer Ausstellung. Von den rund 800 Gemälden, die Vincent van Gogh (1853-1890) während seines zehnjährigen künstlerischen Schaffens anfertigte, bilden die über 170 Stillleben etwa ein Fünftel. Umso erstaunlicher ist, dass sich bisher noch keine monographische Ausstellung der Gattung des Stilllebens bei Van Gogh gewidmet hat.


Das Museum Barberini in Potsdam hat mit Ausstellungen zu Henri-Edmond Cross und Pablo Picasso eine Reihe begonnen, die Künstlerinnen und Künstlern der Moderne in Frankreich gewidmet ist. Mit einer spezifischen Fragestellung und international besetzten Symposien werden bisher nicht behandelte Aspekte ihres Schaffens beleuchtet. Im Herbst 2019 zeigt das Museum Barberini die erste Ausstellung zum Genre des Stilllebens im Werk Vincent Van Goghs. Die konzentrierte Auswahl von 26 Gemälden zeichnet die Entwicklung seiner Malerei von den erdigen Tönen und den einfachen Alltagsgegenständen des Frühwerks über die Blumenstillleben seiner Zeit in Paris bis zu den lichten, energiegeladenen Motiven des Südens.


Seien es die ersten noch erhaltenen Gemälde, Stillleben mit Kohl und Holzschuhen (Van Gogh Museum, Amsterdam) – entstanden Ende 1881 in Den Haag – oder die farbstarken Blumenbilder aus seinen letzten Lebensmonaten 1890 in Auvers-sur-Oise, etwa Blühende Kastanienzweige (Sammlung Bührle, Zürich), hat sich der Künstler immer wieder dem Genre des Stilllebens gewidmet. Dies unternahm er auch, aber keineswegs nur, weil er etwa Blumengemälde für leichter verkäuflich hielt und sich dabei das Geld für Modelle sparen konnte, sondern vor allem, weil er in diesem Genre die malerischen Mittel und Möglichkeiten erprobte: von der Vergewisserung der nieder­ländischen Tradition des 17. Jahrhunderts – zunächst an Rembrandt, später an Jan Davidsz de Heem orientiert – über die Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit der Farbe. Mit der Wahl unspektakulärer Alltagsgegenstände löste sich Van Gogh um 1884 von der repräsentativen Tradition der niederländischen Stilllebenmalerei.


Die Ausstellung "Van Gogh - Stillleben" thematisiert die künstlerischen Fragestellungen und vollzieht die entscheidenden werkgeschichtlichen und biographischen Etappen Vincent van Goghs nach. Seine Reaktion auf den Impressionismus, den er in Paris zwischen 1886 und 1888 kennenlernte, zeigt sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Darüber hinaus sind viele dieser Werke mit persönlichen Bezügen symbolisch aufgeladen, von Stillleben mit Büchern bis zu den wiederholt gemalten Schuhen. Gerade die Entwicklung zu einem immer freieren, intensiveren Umgang mit Farbe, ein zentraler Moment seines Werks, lässt sich anhand der Stillleben rekonstruieren. Auch in seinen Briefen ging Van Gogh immer wieder auf die Bedeutung der Stillleben für die Entwicklung seines Œuvres ein, was die Bedeutung dieser Bildgattung für seine intensive Selbstreflexion belegt.


Die Ausstellung im Museum Barberini entstand in Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum in Otterlo und dem Van Gogh Museum Amsterdam und wird darüber hinaus von internationalen Leihgebern wie dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art in Washington D.C. unterstützt.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft S.E. Wepke Kingsma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland.


Der Ausstellungsbesuch im Potsdamer Museum Barberini wird wieder organisiert vom Frankfurter Kunstverein. Jeder kann auf eigene Kosten teilnehmen - egal, ob Mitglied oder nicht!