Wir haben Anfang des Jahres 2023 beschlossen, ein paar Wandertage im Elbsandsteingebirge zu verbringen. Genauer gesagt: im tschechischen Teil dieses Mittelgebirges, in der Böhmischen Schweiz. Ich kannte die Gegend bereits aus früheren Aufenthalten vor und nach der Wende 1989.
Über Google-Maps fand ich die Pension "U Nas" in Vysoka Lipa. Wir buchten per Mail ein 2-Personen-Zimmer für die Zeit vom 01. bis 05.05.2023. Die Buchung und unser Aufenthalt funktionierten reibungslos.
Aus unseren Fotos und Kurzvideos fertigte ich Google-Videos mit Musikuntermalung:
1. Tag => Anreise und Wanderung zum Kleinen Prebischtor, zum Schauenstein und zur Grundmühle (Dauer: 10 Minuten)
2. Tag => Wanderung nach Mezni Louka und zum Bournak (Dauer: 6 Minuten)
3. Tag => Wanderung zum Prebischtor und nach Hrensko (Dauer: 12 Minuten)
4. Tag => Wanderung zum Rudolfstein,zur Wilhelminenwand und zum Marienfelsen (Dauer: 11 Minuten)
5. Tag => Abreise aus der Böhmischen Schweiz (Dauer: 5 Minuten)
Andere Videos von Radtouren & Wanderungen findest du in meinem Youtube-Kanal: https://youtube.com/@MrRotofo
Vielleicht regen sie dich an zum Wandern & Radfahren?
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03.06.2023
Wandern in der Böhmischen Schweiz
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25.05.2021
Der Weg zur Kleist-Route
Im August 2009 fand ich in einer DB-Zeitschrift einen Artikel über den Schiller-Radweg in Marbach. Beim Lesen dachte ich sofort an Frankfurt (Oder) und Heinrich von Kleist. Warum gab es bisher in Frankfurt (Oder) noch keinen Kleist-Radweg? Wer könnte solch ein Radweg-Projekt hier anschieben? Ich entschied mich dafür, dieses Projekt selbst anzustoßen. In einer Mail an die Stadtboten-Redaktion der Märkische Oderzeitung erläuterte ich meine Kleist-Radweg-Idee. Die MOZ druckte meine Mail am 20.08.2009:
Aufgrund meines MOZ-Artikels schickte mir der SVV-Abgeordnete Jörg Gleisenstein eine Mail mit seiner Telefonnummer. Ich rief ihn an und wir unterhielten uns über meine Radweg-Idee. Im Ergebnis unseres Telefongespräches versprach Herr Gleisenstein, aus meiner Idee einen Vorschlag für die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung zu formulieren. Im September 2009 beschloss die Frankfurter SVV einstimmig, einen Kleist-Radweg in Frankfurt und Slubice anzulegen.
Nach drei Jahren wurde im Sommer 2012 die Kleist-Route offiziell eingeweiht:
Information der Frankfurter Stadtverwaltung:
Kleist-Route durch Frankfurt (Oder) und Slubice
Ein Jahr vor Abschluss des Kleist-Radweg-Projektes schrieb ich am 11.04.2011 einen Brief an den damaligen Slubicer Bürgermeister, Herrn Tomasz Ciszewicz. Darin bat ich um die Verbesserung jenes Wald- und Feldweges, der als "Sportowa" hinter dem Slubicer Stadion in Richtung Pferderanch Drzecin führt. Inzwischen gibt es ein Radweg-Projekt, das zur Zeit in der Projektions- und Finanzierungsphase steckt. Irgendwann in den kommenden Monaten soll mit dem Bau dieses Radweges begonnen werden. Meine Anregung zu diesem Slubicer Radweg trägt also auch Früchte:
Kleist-Route durch Frankfurt (Oder) und Slubice
Ein Jahr vor Abschluss des Kleist-Radweg-Projektes schrieb ich am 11.04.2011 einen Brief an den damaligen Slubicer Bürgermeister, Herrn Tomasz Ciszewicz. Darin bat ich um die Verbesserung jenes Wald- und Feldweges, der als "Sportowa" hinter dem Slubicer Stadion in Richtung Pferderanch Drzecin führt. Inzwischen gibt es ein Radweg-Projekt, das zur Zeit in der Projektions- und Finanzierungsphase steckt. Irgendwann in den kommenden Monaten soll mit dem Bau dieses Radweges begonnen werden. Meine Anregung zu diesem Slubicer Radweg trägt also auch Früchte:
13.04.2021
Drinnen lauert die Gefahr
Mit einer E-Mail habe ich am 12.04.2021 ausgewählte Empfänger informiert.
Der E-Mail-Betreff lautete: Tagesschau veröffentlicht heute offenen Brief - Aerosolforscher prangern Corona-Politik an
Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,
liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,
ich wende mich heute an euch, weil die Tagesschau heute früh einen sehr interessanten offenen Brief an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, an die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen der Länder veröffentlicht hat. Die Absender des offenen Briefes sind Mitglieder der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF).
Mittlerweile ist Konsens in der Wissenschaft: Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt. Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ‚Clusterinfektionen‘, wie das in Innenräumen zu beobachten ist. Zu diesen Gruppeninfektionen gehören bevorzugt Altenheime, Wohnheime, Schulen, Veranstaltungen, Chorproben oder Busfahrten.
Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass DRINNEN die Gefahr lauert. In den Wohnungen, in den Büros, in den Klassenräumen, in Wohnanlagen und in Betreuungseinrichtungen müssen Maßnahmen ergriffen werden. Die andauernden Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen, Wandern oder das Radfahren haben sich längst als kontraproduktiv erwiesen.
Den Link zum vollständigen Tagesschau-Artikel findet ihr hier. Gemäß dieser für uns Wanderern und Radfahrern nicht neuen Erkenntnis sende ich euch im Anhang den offenen Brief der Aerosolwissenschaftler als PDF-Datei mit und lade euch gleichzeitig dazu ein, auch weiterhin an meinen Wanderungen und Radtouren teilzunehmen. Die nächste Wanderung findet am 14.04.2021 statt. Die nächste Radtour startet am 28.04.2021. Alle aktuellen Informationen findet ihr dazu auf meiner Homepage.
Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer
Ehrenamtlicher Radtouren- und Wanderleiter
Frankfurt (Oder)
Der E-Mail-Betreff lautete: Tagesschau veröffentlicht heute offenen Brief - Aerosolforscher prangern Corona-Politik an
Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,
liebe Radfahrerinnen und Radfahrer,
ich wende mich heute an euch, weil die Tagesschau heute früh einen sehr interessanten offenen Brief an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Angela Merkel, an die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen der Länder veröffentlicht hat. Die Absender des offenen Briefes sind Mitglieder der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF).
Mittlerweile ist Konsens in der Wissenschaft: Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt. Übertragungen im Freien sind äußerst selten und führen nie zu ‚Clusterinfektionen‘, wie das in Innenräumen zu beobachten ist. Zu diesen Gruppeninfektionen gehören bevorzugt Altenheime, Wohnheime, Schulen, Veranstaltungen, Chorproben oder Busfahrten.
Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass DRINNEN die Gefahr lauert. In den Wohnungen, in den Büros, in den Klassenräumen, in Wohnanlagen und in Betreuungseinrichtungen müssen Maßnahmen ergriffen werden. Die andauernden Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen, Wandern oder das Radfahren haben sich längst als kontraproduktiv erwiesen.
Den Link zum vollständigen Tagesschau-Artikel findet ihr hier. Gemäß dieser für uns Wanderern und Radfahrern nicht neuen Erkenntnis sende ich euch im Anhang den offenen Brief der Aerosolwissenschaftler als PDF-Datei mit und lade euch gleichzeitig dazu ein, auch weiterhin an meinen Wanderungen und Radtouren teilzunehmen. Die nächste Wanderung findet am 14.04.2021 statt. Die nächste Radtour startet am 28.04.2021. Alle aktuellen Informationen findet ihr dazu auf meiner Homepage.
Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer
Ehrenamtlicher Radtouren- und Wanderleiter
Frankfurt (Oder)
16.03.2021
Wasserscheide als Tourismus-Projekt
In einem Artikel vom 06.07.2018 berichtete damals die MOZ-Regionalredaktion Eisenhüttenstadt über die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide, die unweit von Dammendorf durchs Schlaubetal führt.
Auch durch das Territorium von Frankfurt (Oder) verläuft diese Wasserscheide. Unter anderem führt sie durch die Ortsteile Hohenwalde, Lichtenberg und Rosengarten sowie durch den Frankfurter Stadtwald.
Die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide trennt jene Flusssysteme voneinander, die das Niederschlagswasser entweder in die Nordsee oder in die Ostsee transportieren.
Ich schlage vor, dass auch Frankfurt (Oder) an exponierten, gut sichtbaren Stellen touristische Schilder aufstellt, die den Verlauf der Wasserscheide markieren. Neben den Schildern könnte man Bänke und Informationstafeln aufstellen. Den Verlauf durch Frankfurt (Oder) markiert diese Grafik: Nordsee-Ostsee-Wasserscheide im Internet: https://continental-divide.eu
Auch durch das Territorium von Frankfurt (Oder) verläuft diese Wasserscheide. Unter anderem führt sie durch die Ortsteile Hohenwalde, Lichtenberg und Rosengarten sowie durch den Frankfurter Stadtwald.
Die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide trennt jene Flusssysteme voneinander, die das Niederschlagswasser entweder in die Nordsee oder in die Ostsee transportieren.
Ich schlage vor, dass auch Frankfurt (Oder) an exponierten, gut sichtbaren Stellen touristische Schilder aufstellt, die den Verlauf der Wasserscheide markieren. Neben den Schildern könnte man Bänke und Informationstafeln aufstellen. Den Verlauf durch Frankfurt (Oder) markiert diese Grafik: Nordsee-Ostsee-Wasserscheide im Internet: https://continental-divide.eu
14.03.2021
Rembrandts Orient
Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jh.
13.03.2021 - 27.06.2021
Museum Barberini Potsdam
Bitte Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!
Turban und Teppich, Säbel und Seidenrock – immer wieder haben Rembrandt und seine Zeitgenossen Gegenstände aus fernen Ländern gemalt. Ihre Kunstwerke sind Zeugnisse der ersten Globalisierung und zeigen den Einfluss fremder Kulturen auf die Niederlande des 17. Jahrhunderts. Wissensdurst, Sammellust und Besitzerstolz haben diese kunstgeschichtlich bedeutende Epoche geprägt und die Maler zu neuartigen Historienszenen, Portraits und Stillleben inspiriert.
Die west-östliche Begegnung fand nicht auf Augenhöhe statt, zu einem auf Gleichwertigkeit beruhenden Austausch kam es nicht. Das Fremde war ein reizvoller Kontrast zum Eigenen, aber es erregte kaum tiefergehende Anteilnahme. Das war bei Rembrandt nicht anders als bei seinen Zeitgenossen, und an dieser Einstellung hat sich – und zu dieser Reflexion lädt die Ausstellung ein – bis heute in weiten Teilen der westlichen Welt nichts geändert. So bietet die Schau die Möglichkeit, diesen bis heute andauernden Eurozentrismus zu hinterfragen.
Die Ausstellung umfasst rund 110 Arbeiten, darunter Schlüsselwerke von Rembrandt, Ferdinand Bol, Jan van der Heyden, Willem Kalf, Pieter Lastman und Jan Lievens. Zu den mehr als 50 internationalen Leihgebern gehören u. a. das Rijksmuseum in Amsterdam, die Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden, der Prado, Madrid, und das Kunsthistorische Museum, Wien.
Eine Ausstellung des Museums Barberini, Potsdam, in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel, unter der Schirmherrschaft von S. E. Wepke Kingma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland. In Basel war die Ausstellung vom 31.10.2020 bis 14.02.2021 zu sehen.
(Text- und Bilderquelle: Museum Barberini)
08.02.2021
Winterwetter und Verkehr
Der Februar 2021 zeigt sich bisher als ein echter Wintermonat. Tagestemperaturen um minus 10 Grad Celsius und Nachttemperaturen um minus 15 Grad Celsius sind für unsere Verhältnisse keine normalen Wintertemperaturen. In diesen Februartagen gilt bei der Kleiderordnung das bewährte Zwiebelprinzip!
In den Medien hört und sieht man wegen der Schneemengen und wegen der Straßenverhältnisse diverse Sonderberichte. Unter der Überschrift "Wetter und Verkehr" informiert die Märkische Oderzeitung über die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage.
Gegenüber meinem Wohnhaus rodeln Kinder mit ihren Begleitern den Hang hinunter. Bald stehen die ersten Schneemänner auf der Wiese:
Bitte Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!
Gegenüber meinem Wohnhaus rodeln Kinder mit ihren Begleitern den Hang hinunter. Bald stehen die ersten Schneemänner auf der Wiese:
07.12.2020
Kleistturm-Projekt
Am 12.11.2019 schrieb ich zwei Briefe mit identischem Textinhalt:
Einen Brief übergab ich im Slubicer Rathaus, adressiert an Mariusz Olejniczak (Bürgermeister von Slubice). Einen Brief übergab ich im Frankfurter Rathaus, adressiert an Rene Wilke (Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder).
Mein Doppelbrief:
Mit Datum 08.01.2020 erhielt ich diesen Antwortbrief in polnischer und in deutscher Sprache, unterschrieben von beiden Bürgermeistern:
Einen Brief übergab ich im Slubicer Rathaus, adressiert an Mariusz Olejniczak (Bürgermeister von Slubice). Einen Brief übergab ich im Frankfurter Rathaus, adressiert an Rene Wilke (Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder).
Mein Doppelbrief:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mariusz Olejniczak,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Rene Wilke,
am 15.01.1999 habe ich in zwei gleichlautenden Briefen an Ihre Vorgänger, Herrn Ryszard Bodziacki und Herrn Wolfgang Pohl, für meine Idee vom Wiederaufbau des Kleist-Turms geworben. Die Briefe liegen mittlerweile in den Stadtarchiven. Auf meiner Homepage kann sie jeder Interessent nachlesen. Heute schicke ich Ihnen erneut einen Brief nach Slubice und nach Frankfurt. Leider erhielt ich damals aus Slubice nie eine direkte persönliche Reaktion. Erst sechs Jahre später, am 22.10.2005, präsentierte Herr Bodziacki in einem überraschenden Artikel der Märkischen Oderzeitung ein Turmmodell und reagierte damit erstmals indirekt auf meinen Brief und meine Idee. Dass er mit seiner Turmbau-Initiative auf die damalige Tram-Diskussion in Frankfurt (Oder) Einfluss nehmen wollte, sei hier nur am Rande erwähnt. Inzwischen fährt eine Buslinie. Bürgermehrheiten in Slubice und in Frankfurt (Oder) haben erfolgreich gegen das kostenintensive Tram-Projekt demokratisch gestimmt.
Aber immerhin nahm er 2005 nicht nur Bezug auf meine Turmbau-Idee von 1999, sondern als Slubicer Politiker setzte er damit eine Entwicklung in Gang, die sogar nach seiner Amtszeit bis zum heutigen Kleist-Turm-Projekt führte.
Heute sehe ich Slubice damit an einem Punkt, wo eine Neu-Ausrichtung des Turmbau-Projektes mir dringend notwendig erscheint:
Während der ehemalige Kleistturm 1891/92 von einem Bürgerverein geplant, finanziert und gebaut wurde, wird das heutige Turm-Projekt lediglich von hauptberuflichen Slubicer Stadtverwaltern und Politikern unterstützt. Die Slubicer Bürgerschaft ist in dieses Turm-Projekt offenbar nicht einbezogen. Um das Turm-Projekt erfolgreich abzuschließen, schlage ich Ihnen vor:
1. Machen Sie aus dem Kleist-Turm-Projekt ein Kościuszko-Turm-Projekt: Bauen Sie den Turm nicht in erster Linie für den deutschen Dichter Ewald von Kleist, sondern ehren Sie damit vor allem und gleichzeitig den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko (1746-1817). Mit dieser Projekt-Umbenennung werden Sie bei Slubicer Bürgern sicher Zustimmung finden.
2. Gründen Sie in Slubice mit interessierten Bürgern einen Turm-Verein, der die Planungen und den Bau mit bürgerschaftlicher Kritik direkt begleitet. Die Vereinsmitgliedschaft sollte offen sein für interessierte Frankfurter Bürger! Nur wenn die Bürger mit einbezogen werden, macht das Projekt langfristig Sinn!
Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Rene Wilke,
am 15.01.1999 habe ich in zwei gleichlautenden Briefen an Ihre Vorgänger, Herrn Ryszard Bodziacki und Herrn Wolfgang Pohl, für meine Idee vom Wiederaufbau des Kleist-Turms geworben. Die Briefe liegen mittlerweile in den Stadtarchiven. Auf meiner Homepage kann sie jeder Interessent nachlesen. Heute schicke ich Ihnen erneut einen Brief nach Slubice und nach Frankfurt. Leider erhielt ich damals aus Slubice nie eine direkte persönliche Reaktion. Erst sechs Jahre später, am 22.10.2005, präsentierte Herr Bodziacki in einem überraschenden Artikel der Märkischen Oderzeitung ein Turmmodell und reagierte damit erstmals indirekt auf meinen Brief und meine Idee. Dass er mit seiner Turmbau-Initiative auf die damalige Tram-Diskussion in Frankfurt (Oder) Einfluss nehmen wollte, sei hier nur am Rande erwähnt. Inzwischen fährt eine Buslinie. Bürgermehrheiten in Slubice und in Frankfurt (Oder) haben erfolgreich gegen das kostenintensive Tram-Projekt demokratisch gestimmt.
Aber immerhin nahm er 2005 nicht nur Bezug auf meine Turmbau-Idee von 1999, sondern als Slubicer Politiker setzte er damit eine Entwicklung in Gang, die sogar nach seiner Amtszeit bis zum heutigen Kleist-Turm-Projekt führte.
Heute sehe ich Slubice damit an einem Punkt, wo eine Neu-Ausrichtung des Turmbau-Projektes mir dringend notwendig erscheint:
Während der ehemalige Kleistturm 1891/92 von einem Bürgerverein geplant, finanziert und gebaut wurde, wird das heutige Turm-Projekt lediglich von hauptberuflichen Slubicer Stadtverwaltern und Politikern unterstützt. Die Slubicer Bürgerschaft ist in dieses Turm-Projekt offenbar nicht einbezogen. Um das Turm-Projekt erfolgreich abzuschließen, schlage ich Ihnen vor:
1. Machen Sie aus dem Kleist-Turm-Projekt ein Kościuszko-Turm-Projekt: Bauen Sie den Turm nicht in erster Linie für den deutschen Dichter Ewald von Kleist, sondern ehren Sie damit vor allem und gleichzeitig den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko (1746-1817). Mit dieser Projekt-Umbenennung werden Sie bei Slubicer Bürgern sicher Zustimmung finden.
2. Gründen Sie in Slubice mit interessierten Bürgern einen Turm-Verein, der die Planungen und den Bau mit bürgerschaftlicher Kritik direkt begleitet. Die Vereinsmitgliedschaft sollte offen sein für interessierte Frankfurter Bürger! Nur wenn die Bürger mit einbezogen werden, macht das Projekt langfristig Sinn!
Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer
Mit Datum 08.01.2020 erhielt ich diesen Antwortbrief in polnischer und in deutscher Sprache, unterschrieben von beiden Bürgermeistern:
Sehr geehrter Herr Totzauer,
wir bedanken uns für Ihr Interesse am Kleistturm-Projekt.
In der langen Geschichte dieses Projekts haben beide Stadtverwaltungen viele Ideen von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Diese betrafen nicht nur die Idee für das Projekt als solche, sondern auch den Umgang mit den Ruinen des historischen Kleistturms und die Gestaltung der näheren Umgebung des Neuen Kleistturms. Derzeit befindet sich das Projekt in der konkreten Planungsphase. Wenn der Kleistturm steht, werden wir interessierte Einrichtungen, Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibende einbeziehen, um die entstandene Infrastruktur optimal zu nutzen. Wir wollen den Namen des Turms beibehalten, weil die Familie derer von Kleist mit unserer Doppelstadt und der Region verbunden ist. Das ist bei Tadeusz Kosciuszko nicht der Fall.
Wir wünschen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Ideen und Projekte für unsere Doppelstadt auch weiterhin viel Erfolg und verbleiben mit freundlichen Grüßen.
Mariusz Olejniczak und Rene Wilke
wir bedanken uns für Ihr Interesse am Kleistturm-Projekt.
In der langen Geschichte dieses Projekts haben beide Stadtverwaltungen viele Ideen von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Diese betrafen nicht nur die Idee für das Projekt als solche, sondern auch den Umgang mit den Ruinen des historischen Kleistturms und die Gestaltung der näheren Umgebung des Neuen Kleistturms. Derzeit befindet sich das Projekt in der konkreten Planungsphase. Wenn der Kleistturm steht, werden wir interessierte Einrichtungen, Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibende einbeziehen, um die entstandene Infrastruktur optimal zu nutzen. Wir wollen den Namen des Turms beibehalten, weil die Familie derer von Kleist mit unserer Doppelstadt und der Region verbunden ist. Das ist bei Tadeusz Kosciuszko nicht der Fall.
Wir wünschen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Ideen und Projekte für unsere Doppelstadt auch weiterhin viel Erfolg und verbleiben mit freundlichen Grüßen.
Mariusz Olejniczak und Rene Wilke
Am 04.12.2020 informierte die Märkische Oderzeitung [in einem Artikel], dass die Stadt Slubice jetzt mit dem Bau des Fundaments für den neuen Kleistturm begonnen hat. Im Sommer 2021 soll er fertig sein. Am 06.12.2020 [fotografierte ich die Kleistturm-Baustelle] in Slubice.
Die Baustelle des neuen Kleistturms ist Ende März 2021 bereits sichtbar:
Am 30.03.2021 bin ich mit meinem Rad am Frankfurter Oderufer entlang geradelt. Dabei schaute ich auch in Richtung des Slubicer Höhenzuges, der hinter dem Slubicer Hafen und dem Slubicer Stadion aufragt. Dort entsteht gerade der neue Kleistturm. Seine Stahlbetonsäulen sind bereits vom Frankfurter Oderufer aus gut sichtbar (siehe Fotos)! Leider konnte ich heute nicht an die Turmbaustelle heran - aus bekannten Corona-Gründen. Der Zoom meines Fotoapparates verschaffte mir Einblick in den Baufortschritt. Wahrscheinlich wird der Turm irgendwann in diesem Jahr offiziell eingeweit. Als ich im Januar 1999 an die beiden Bürgermeister von Slubice und Frankfurt (Oder) um Unterstützung für die Idee des Wiederaufbaus bat, war ein Erfolg bzw. ein mogliches Aufbaudatum nicht erkennbar. Slubicer Politiker haben meine Projekt-Idee im Laufe der zurückliegenden Jahre seit 1999 mal aufgegriffen, mal verworfen und dann wieder aufgegriffen. Nun entsteht der neue Kleistturm unter neuen historischen Bedingungen. Der erste Kleistturm entstand 1891/92 unter Leitung eines Frankfurter Bürgervereins, wurde aber leider im Februar 1945 von deutschen Soldaten gesprengt. Der zweite Kleistturm hat nun hoffentlich länger Bestand!
12.09.2020
Kurze Nacht der Museen
Am 11. September 2020 fand die diesjährige "Kurze Nacht der Frankfurter Museen" statt. Ich nutzte diesen Abend und besuchte bei freiem Eintritt drei Frankfurter Einrichtungen:
In der Frankfurter Rathausgalerie herrschte noch relativ großer Andrang. Das hing mit der dort gerade zu Ende gegangenen Eröffnung zusammen, bei der die Brandenburgische Kulturministerin anwesend war. Die Ausstellung "Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK" widmet sich dem ikonografischen Aspekt des Bildnisses in der DDR. Das können Einzel- und Gruppenporträts sein, die wiederum fiktive Szenerien, Gleichnishaftes und individuelle Porträts darstellen. Anzutreffen sind realistische, veristische, idealistische (Sozialistischer Realismus), expressive, kubistische und impressionistische Formsprachen. In der DDR stand als kulturpolitische Forderung die Ideologie vom Neuen Menschen. Das war mit der kulturpolitischen Reglementierung seitens des Staates verbunden, der ein sozialistisches (idealisiertes) Wir einforderte. Zugleich war diese Forderung eingebunden in die prinzipielle Unterdrückung eines jeden Einzelnen. Diese Fiktion der Gleichschaltung ebbte als Forderung an die Kunst in den Siebzigerjahren allmählich ab, verschwand aber nicht. Dem entgegengesetzt wurden die Künstler*innen nicht müde, das Ich zu verbildlichen und das Individuelle im Gegenüber, im „Du“ ausfindig zu machen. Dabei musste jede Künstlerin und jeder Künstler für sich die mehr oder weniger existenzielle Entscheidung treffen, wie man sich unter diesen Bedingungen verhält – wie die eigene Kunst auszusehen hat. Allein ihnen oblag es, wie weit man sich in den schöpferischen Prozess einer Spätmoderne hinein begab und deren Begrenzungen auslotete. Dafür war in der DDR die Malerei DAS Medium, welches eine gewisse Popularität genoss und Breitenwirkung entfaltete. Von 66 Künstler*innen sind 90 Malereien und Werke der Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK in loser Chronologie und stilistisch sich voneinander absetzend angeordnet. Das soll dem Betrachter eine eigene differenzierte Sicht auf die sich oft widersprechenden Positionen innerhalb des gleichen Zeitabschnittes ermöglichen.
Das Frankfurter Stadtmuseum Viadrina präsentierte die Sonderausstellung "Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945". Die Ausstellung zeichnet zum 75. Jahrestag der Befreiung und Besetzung der Stadt die wichtigsten Themen der Nachkriegszeit nach und fragt gleichzeitig, welche persönlichen Erinnerungen und Nachlässe die heute in der Stadt Lebenden mit der Weltkriegszeit verbinden. Die Folgen von Krieg und Frieden spiegeln sich in Frankfurt (Oder) wie in kaum einer anderen Stadt im Land Brandenburg wider. Auf die verschiedenen Facetten einer Zeitenwende um das Jahr 1945 wird mit der Sonderausstellung an dem Ort erinnert, der bis zu diesem Datum unumstritten als Hauptstadt Ostbrandenburgs fungierte. Als Verwaltungs- und Militärstandort kommt der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939-1945 zu. Im Jahr 1945 wird Brandenburg zum Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg. Frankfurt ist verstrickt Kampfhandlungen und NS-Verbrechen, die Stadt wird selbst zum Schlachtfeld, schließlich nach Plünderung und Brandschatzung im Zentrum ausradiert. Das über Jahrhunderte gewachsene Kulturerbe ist verloren und zerstört. Exemplarisch lassen sich hier die Folgen des Krieges studieren. Frankfurt wird geteilt und liegt nun erstmals an der deutsch-polnischen Grenze.
Das Kleist-Museum lud ein zu einer Reise in ein Randgebiet der Kleistforschung. Aus dem Archiv des Museums und der Sammlung Burkhard Wolter wurde eine Auswahl selten gezeigter Objekte zusammengestellt, die auf den ersten Blick vielleicht wie ein Sammelsurium, eine wilde Mischung von Souvenirs und Überbleibseln der Rezeption erscheint. In Anlehnung an Kleists Betrachtung zeigt sich jedoch, wie diffizil der Umgang mit dem "seltsamen Ding Nachruhm" sein kann. Hier begegnen wir Kleist ungeschützt, nicht autorisiert. Man bemächtigte sich in den vergangenen 200 Jahren vielfach seiner Worte und seines vermeintlichen Abbildes, sei es in der hehren Absicht einer Würdigung oder nur zur Zier eines Produktes im Dienste des Marketings. Abhängig vom Zeitgeist stellt sich mitunter auch die Frage der Instrumentalisierung von Person und Werk.
In der Frankfurter Rathausgalerie herrschte noch relativ großer Andrang. Das hing mit der dort gerade zu Ende gegangenen Eröffnung zusammen, bei der die Brandenburgische Kulturministerin anwesend war. Die Ausstellung "Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK" widmet sich dem ikonografischen Aspekt des Bildnisses in der DDR. Das können Einzel- und Gruppenporträts sein, die wiederum fiktive Szenerien, Gleichnishaftes und individuelle Porträts darstellen. Anzutreffen sind realistische, veristische, idealistische (Sozialistischer Realismus), expressive, kubistische und impressionistische Formsprachen. In der DDR stand als kulturpolitische Forderung die Ideologie vom Neuen Menschen. Das war mit der kulturpolitischen Reglementierung seitens des Staates verbunden, der ein sozialistisches (idealisiertes) Wir einforderte. Zugleich war diese Forderung eingebunden in die prinzipielle Unterdrückung eines jeden Einzelnen. Diese Fiktion der Gleichschaltung ebbte als Forderung an die Kunst in den Siebzigerjahren allmählich ab, verschwand aber nicht. Dem entgegengesetzt wurden die Künstler*innen nicht müde, das Ich zu verbildlichen und das Individuelle im Gegenüber, im „Du“ ausfindig zu machen. Dabei musste jede Künstlerin und jeder Künstler für sich die mehr oder weniger existenzielle Entscheidung treffen, wie man sich unter diesen Bedingungen verhält – wie die eigene Kunst auszusehen hat. Allein ihnen oblag es, wie weit man sich in den schöpferischen Prozess einer Spätmoderne hinein begab und deren Begrenzungen auslotete. Dafür war in der DDR die Malerei DAS Medium, welches eine gewisse Popularität genoss und Breitenwirkung entfaltete. Von 66 Künstler*innen sind 90 Malereien und Werke der Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK in loser Chronologie und stilistisch sich voneinander absetzend angeordnet. Das soll dem Betrachter eine eigene differenzierte Sicht auf die sich oft widersprechenden Positionen innerhalb des gleichen Zeitabschnittes ermöglichen.
Das Frankfurter Stadtmuseum Viadrina präsentierte die Sonderausstellung "Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945". Die Ausstellung zeichnet zum 75. Jahrestag der Befreiung und Besetzung der Stadt die wichtigsten Themen der Nachkriegszeit nach und fragt gleichzeitig, welche persönlichen Erinnerungen und Nachlässe die heute in der Stadt Lebenden mit der Weltkriegszeit verbinden. Die Folgen von Krieg und Frieden spiegeln sich in Frankfurt (Oder) wie in kaum einer anderen Stadt im Land Brandenburg wider. Auf die verschiedenen Facetten einer Zeitenwende um das Jahr 1945 wird mit der Sonderausstellung an dem Ort erinnert, der bis zu diesem Datum unumstritten als Hauptstadt Ostbrandenburgs fungierte. Als Verwaltungs- und Militärstandort kommt der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939-1945 zu. Im Jahr 1945 wird Brandenburg zum Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg. Frankfurt ist verstrickt Kampfhandlungen und NS-Verbrechen, die Stadt wird selbst zum Schlachtfeld, schließlich nach Plünderung und Brandschatzung im Zentrum ausradiert. Das über Jahrhunderte gewachsene Kulturerbe ist verloren und zerstört. Exemplarisch lassen sich hier die Folgen des Krieges studieren. Frankfurt wird geteilt und liegt nun erstmals an der deutsch-polnischen Grenze.
Das Kleist-Museum lud ein zu einer Reise in ein Randgebiet der Kleistforschung. Aus dem Archiv des Museums und der Sammlung Burkhard Wolter wurde eine Auswahl selten gezeigter Objekte zusammengestellt, die auf den ersten Blick vielleicht wie ein Sammelsurium, eine wilde Mischung von Souvenirs und Überbleibseln der Rezeption erscheint. In Anlehnung an Kleists Betrachtung zeigt sich jedoch, wie diffizil der Umgang mit dem "seltsamen Ding Nachruhm" sein kann. Hier begegnen wir Kleist ungeschützt, nicht autorisiert. Man bemächtigte sich in den vergangenen 200 Jahren vielfach seiner Worte und seines vermeintlichen Abbildes, sei es in der hehren Absicht einer Würdigung oder nur zur Zier eines Produktes im Dienste des Marketings. Abhängig vom Zeitgeist stellt sich mitunter auch die Frage der Instrumentalisierung von Person und Werk.
28.08.2020
Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner
Das Museum Barberini in Potsdam zeigt vom 5. September 2020 an dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei. So bietet das Museum Barberini neben seinen Wechselausstellungen in internationalen Kooperationen eine in Deutschland einmalige Sammlung. (Text- und Fotoquelle: Museum Barberini)
Bitte Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!
Noch immer fasziniert diese Malerei mit ihrer Konzentration auf den Augenblick. Die Impressionisten wollten alles malen, wenn es nur neu gesehen war. Ihrer Beobachtungsgabe verdanken wir realistische Bilder von überraschender Abstraktion. Geleitet von den Wechselwirkungen des Lichts und der Atmosphäre schufen sie zeitlos schöne Landschaften, deren Neuerungsgeist und Energie bis heute begeistert.
Hasso Plattner hat sich für diese Malerei entschieden und erklärt seine Leidenschaft: „Die Gemälde beziehen uns als Betrachter unmittelbar mit ein. Wir spüren den Wind auf der Haut und die Temperatur des Wassers, wenn wir Monets Segelboten auf der Seine zusehen. Das schafft keine andere Kunst. Die Impressionisten sind Kommunikationsgenies.“ Hasso Plattner gibt nun über 100 Werke seiner Privatsammlung wie auch seiner Stiftung, der Hasso Plattner Foundation, als Dauerleihgabe in das Museum Barberini. Zu den bekanntesten Werken des Bestandes gehören Caillebottes Brücke von Argenteuil (1983), Monets Getreideschober (1891), Signacs Hafen bei Sonnenuntergang (1892), Monets Palazzo Contarini (1908) und die Seerosen (1914–1917/18).
Mit dem Museum Barberini und seiner Sammlung möchte Plattner auch an die umkämpfte Geschichte des Impressionismus in Deutschland erinnern. Noch bis heute ist die Malerei dieser Kunstrichtung an deutschen Museen nur wenig vertreten: „Aus nationalem Ressentiment wurde der französische Impressionismus in Deutschland in der Kaiserzeit kaum gesammelt. Meine Sammlung im Museum Barberini soll heute, besonders hier im Osten Deutschlands, ein Ort der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Freigeistes und des internationalen Austausches sein.“
Die Sammlung ermöglicht, die Geschichte des französischen Impressionismus vorzustellen. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, unterstreicht die Bedeutung der neuen Dauerausstellung: „Es gibt keine vergleichbare Sammlung, die impressionistische Landschaftsmalerei so umfangreich und in ihrer Entwicklung und Ikonographie so schlüssig zeigen könnte. Man kann tatsächlich die Geschichte dieser faszinierenden Kunstrichtung anhand unserer Werke nachvollziehen.“
Schon mit der Eröffnungsausstellung des Museums Barberini Impressionismus. Die Kunst der Landschaft war Westheider 2017 dem Vorurteil entgegengetreten, Impressionismus sei eine spontane Stimmungskunst. Diese Malerei, so Westheider, lohnt eine fundierte Auseinandersetzung: „Dass Hasso Plattner diesen Schatz jetzt dauerhaft dem Museum Barberini anvertraut, ermöglicht, mit Ausstellungen, Symposien und Vorträgen der Impressionismus-Forschung neue Impulse zu geben und uns weltweit zu vernetzen.“
Zur Eröffnung der Sammlungspräsentation erscheint im Prestel Verlag der Katalog Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner von Ortrud Westheider. Bei Youtube wird die Sammlung mit Texten von Daniel Zamani, Kurator am Museum Barberini, und Ergebnissen der Provenienzforschung von Linda Hacka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, vorgestellt:
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