19.01.2020

Mittwochstouren 2020

Einladung:

Als Sinnbild für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ist das Fahrrad zum Ursprung einer Kultur geworden. Wir Radfahrer sind Teil einer rollenden Bewegung.

Im Jahr 2020 führe ich ab Frankfurt (Oder) - wie bereits in vielen Jahren davor – insgesamt acht Radtouren: 4x links der Oder durch Ostbrandenburg und 4x rechts der Oder durch Westpolen!

Von März bis Oktober 2020 lade ich interessierte Radfahrerinnen und Radfahrer aus Deutschland und Polen ein: Jeweils im monatlichen Wechsel radeln wir bei vier Mittwochstouren durch Ostbrandenburg und bei vier Mittwochstouren durch Westpolen.

Wie in den zurückliegenden Jahren starten wir auch 2020 wieder an jedem 4. Mittwoch der Monate März bis Oktober in Frankfurt (Oder) pünktlich um 10 Uhr auf dem oberen Brunnenplatz am Comic-Brunnen.

Die Mittwochsradtouren plane ich nach diesen fünf Prinzipien:
1. Keine Teilnahmekosten; 2. Keine Bahnfahrten; 3. Keine teuren Restaurantbesuche; 4. Radstrecken nur bis zirka 50 Kilometer;
5. Durchschnittsgeschwindigkeit 14-16 km/h.
Die acht Mittwochstour-Termine 2020
Hier kannst du alle 8 Termine als PDF-Datei anzeigen und ausdrucken!

Alle Mittwochstouren eignen sich für Frauen & Männer aus Frankfurt (Oder), aus Slubice, aus Berlin, aus Ostbrandenburg und dem Rest der Welt! Gern gesehen sind stets Besitzer eines Elektro-Fahrrades.
Die Teilnahme an den Radtouren ist immer kostenfrei, erfolgt aber stets auf eigene Gefahr und eigene Versicherung!
Einfach mitradeln - eine An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich!

Empfohlene Ausstattung: Ersatzschlauch, Luftpumpe, Trinkflasche, Proviant, Wetterjacke, eine passende Landkarte, Personalausweis, Euros, bei Polentouren bitte Zlotys mitnehmen! Für alle Strecken empfehle ich ein geländegängiges Fahrrad mit Gangschaltung!
Radfahren ist klimafreundlich, schont die Umwelt, fördert die Gesundheit, entlastet den Verkehr und den Geldbeutel. Das gemeinsame Unterwegssein stärkt die Motivation!
Ich lade alle an Bewegung interessierten Radfahrerinnen & Radfahrer herzlich ein: Wir treffen uns 2020 um 10 Uhr in Frankfurt (Oder).

Auf meiner Homepage informiere ich über die Mittwochstouren 2020.

Armbrust und Futurium

Ausstellungsbesuche in Berlin geplant:

„Die Armbrust – Schrecken und Schönheit“
Ausstellung im DHM Berlin
20. September 2019 bis 8. März 2020

Trotz aller Nachkriegsverluste gehört die Armbrustsammlung des Deutschen Historischen Museums noch immer zu den bedeutendsten der Welt. Dass diese Objekte weitaus mehr als historische Kriegswaffen sind, zeigt die Wechselausstellung „Die Armbrust – Schrecken und Schönheit“.
Die Ausstellung thematisiert auf 400 qm die Entwicklung der Armbrust von der Kriegswaffe westeuropäischen Ursprungs hin zum Jagd- und Sportgerät in Mitteleuropa. Anhand von etwa 240 Objekten des 15. bis 20. Jahrhunderts, darunter eine von weltweit sieben Jagdarmbrusten aus dem persönlichen Besitz Kaiser Maximilians I. sowie ein Teil der Privatsammlung des Prinzen Carl von Preußen, blickt die Sammlungspräsentation nicht nur auf die Herstellungsbedingungen und oft kunstvollen Motive der Armbruste. Am Beispiel einzelner Objektgeschichten verdeutlicht sie besonders die gesellschaftlichen Funktionen der Waffe in ihren unterschiedlichen historischen Zusammenhängen.

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Die Waffensammlung im Berliner Zeughaus geht auf das 18. Jahrhundert zurück, doch wurden schon vorher in den Rüst- und Kunstkammern des Berliner Schlosses wertvolle und dekorative Waffen und Rüstungen gesammelt. Im frühen 19. Jahrhundert wurden die Berliner Armbruste wie alle historischen Waffen der Könige von Preußen im Zeughaus konzentriert und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen einer Museumssammlung unter modernen Gesichtspunkten auch systematisch bearbeitet. Nur Teile dieser Sammlung überlebten die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im geteilten Berlin und befinden sich seit 1990 in der Obhut des Deutschen Historischen Museums. Sie wurden jetzt erstmals einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme unterzogen und in ihren ursprünglichen Gebrauchszusammenhang eingeordnet.


Seit langem gilt die Erfindung der Armbrust als eine der technischen Leistungen des Mittelalters. Sie war aber vor allem eine gefürchtete und schreckliche Waffe, deren Wirkung auf Distanzen erst durch die Feuerwaffen der Neuzeit übertroffen wurde. Damit ist ihre Geschichte jedoch nicht zu Ende, sondern verlagert sich vom Krieg zur höfischen Jagd, wo die lautlose und unkomplizierte Armbrust über Jahrhunderte eine von Fürsten und Adel verwendete Jagdwaffe blieb. Die hier vorgenommene kunsthistorische Betrachtung nimmt erstmals in den Blick, wie sich die Wertschätzung der Armbrust im Aufwand ihrer Herstellung spiegelte.


Ihre Hauptbedeutung erlangte die Armbrust aber im 15. bis 18. Jahrhundert im Schützenwesen der deutschen Städte. Ausgehend von den Schützengesellschaften in ganz Mitteleuropa, die ursprünglich der Selbstverteidigung der Städte dienten, entstand ein reiches gesellschaftliches Leben um das Armbrustschießen, das sich in lokalen und regionalen Schießwettbewerben und Schützenfesten zeigte. Schützenfeste waren bald Mittel der bürgerlichen Politik der Städte untereinander, wurden aber auch zunehmend von Adel und Fürsten als Möglichkeiten der staatlichen Repräsentation erkannt. Die Bestandsaufnahme hat gezeigt, dass die meisten Armbruste aus dem Zusammenhang des Schützenwesens stammten und ihre technische Entwicklung dort ihren Höhepunkt fand. Technische und dekorative Gründe waren es, aus denen Armbruste gesammelt wurden. Zugleich ist die Armbrust damit eines der ältesten europäischen Sportgeräte.




Futurium seit September 2019 in Berlin geöffnet

Am 05. September 2019 feierte das Futurium seine Eröffnung. Seitdem übertrifft das Interesse am Haus der Zukünfte alle Erwartungen. Im ersten Monat kamen bereits 100.000 Besucher*innen ins Futurium und widmeten sich der Frage: Wie wollen wir leben?


Die Ausstellung zeigt fünf Themen aus der Lebenswelt der Besucher*innen: Ernährung, Gesundheit, Energie, Arbeit und das Leben in Städten. Zu entdecken sind unterschiedliche Möglichkeiten, Zukunft zu gestalten – in drei großen Denkräumen Mensch, Natur und Technik. Dort sind die Themen mit den großen Herausforderungen unserer Gegenwart verknüpft. Alle Inhalte wurden von einem wissenschaftlichen Team im Futurium erarbeitet. Zahlreiche Expert*innen aus der Forschung und der Zivilgesellschaft haben bei der Auswahl der Inhalte beraten, beim Konkretisieren geholfen und schließlich Konzepte und Texte überprüft.


Das Futurium Lab ist ein Ort zum Ausprobieren: In kreativen Workshops können sich Besucher*innen aller Altersgruppen spielerisch mit Zukunftstechnologien beschäftigen und an neuen Erfindungen tüfteln. Im Showcase stellen Zukunftsmacher*innen ihre Ideen vor. Das Forum ist der Ort, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Zukunftsmacher*innen und Neugierige tauschen Perspektiven aus. Es ist auch der Ort, an dem vielfältige Antwortmöglichkeiten und unterschiedliche Zukunftsentwürfe nebeneinander ihren Platz haben.


„Besonders freut uns, dass viele Menschen spontan in der Ausstellung oder im Lab ins Gespräch über Zukunftsfragen kommen“, so Brandt. „Die Zeit ist offenbar reif für ein Konzept wie das Futurium, das sich ganzheitlich in den drei Dimensionen Natur, Mensch und Technik mit den großen Zukunftsherausforderungen beschäftigt. Mit unserem Programm möchten wir möglichst viele Besucher*innen zur Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft ermutigen.“
Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie wollen wir leben? In der Ausstellung können Besucher*innen viele mögliche Zukünfte entdecken, im Forum gemeinsam diskutieren und im Futurium Lab eigene Ideen ausprobieren. Schon heute wissen wir: In der Zukunft müssen wir große Herausforderungen bewältigen. Wie können wir den Klimawandel in den Griff bekommen? Welche Technologien wollen wir künftig nutzen? Dient uns die Technik – oder wir ihr? Wie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben – gibt es Alternativen zum „Höher-Schneller-Weiter“? Zukunft entsteht auch durch unsere Entscheidungen und unser Handeln in der Gegenwart. Das Futurium möchte deshalb alle Besucher*innen dazu ermutigen, sich mit Zukunft auseinanderzusetzen und Zukunft mitzugestalten.

Das Futurium ist von Mittwoch bis Montag von 10:00 – 18:00 Uhr und donnerstags von 10:00 – 20:00 Uhr geöffnet; dienstags ist es geschlossen. Der Eintritt ist kostenfrei.

14.01.2020

Monet im Barberini

Ausstellungsbesuch geplant:

Vom 29. Februar 2020 bis zum 01. Juni 2020 widmet das Potsdamer Museum Barberini dem französischen Impressionisten Claude Monet (1840–1926) eine groß angelegte Retrospektive.

Die Ausstellung "Monet. Orte" versammelt rund 110 Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen des Malers und erforscht seine Darstellungen von Orten und Landschaften, die die Entwicklung seines Stils mitbeeinflusst haben – von den Großstädten Paris und London sowie den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny über die Küsten der Normandie und der Bretagne bis hin zu südlichen Reisezielen wie Bordighera, Antibes und Venedig. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen zahlreiche Gemälde von Monets Garten und Teich in Giverny, darunter mehrere seiner weltberühmten Seerosenbilder.

In Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum organisiert das Museum Barberini eine umfangreiche Monet-Retrospektive, welche die Rolle der Orte erforscht, die den Maler inspirierten, sowie seine Herangehensweise an die Darstellung ihrer spezifischen Topographie und Lichtstimmungen. Von seiner ersten bekannten Komposition aus dem Jahr 1858 bis zu den späten Bildern seines Landhauses und Wassergartens in Giverny bietet die Ausstellung einen weitläufigen Überblick über sein gesamtes Schaffen und beleuchtet Monets herausragende Stellung innerhalb der französischen Avantgarde seiner Zeit.
(Bild- und Textquelle: Museum Barberini)

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Zwischen dem 29.02. und dem 01.06.2020 organisiert der Frankfurter Kunstverein einen Besuch der Monet-Ausstellung in Potsdam. Jeder Interessent kann an der Exkursion teilnehmen. Niemand muss Mitglied im Kunstverein sein!

13.01.2020

Kleistturm-Projekt

Am 12.11.2019 schrieb ich zwei Briefe mit identischem Textinhalt:
Einen Brief übergab ich im Slubicer Rathaus, adressiert an Mariusz Olejniczak (Bürgermeister von Slubice). Einen Brief übergab ich im Frankfurter Rathaus, adressiert an Rene Wilke (Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder).


Mein Doppelbrief:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mariusz Olejniczak,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Rene Wilke,

am 15.01.1999 habe ich in zwei gleichlautenden Briefen an Ihre Vorgänger, Herrn Ryszard Bodziacki und Herrn Wolfgang Pohl, für meine Idee vom Wiederaufbau des Kleist-Turms geworben. Die Briefe liegen mittlerweile in den Stadtarchiven. Auf meiner Homepage kann sie jeder Interessent nachlesen. Heute schicke ich Ihnen erneut einen Brief nach Slubice und nach Frankfurt. Leider erhielt ich damals aus Slubice nie eine direkte persönliche Reaktion. Erst sechs Jahre später, am 22.10.2005, präsentierte Herr Bodziacki in einem überraschenden Artikel der Märkischen Oderzeitung ein Turmmodell und reagierte damit erstmals indirekt auf meinen Brief und meine Idee. Dass er mit seiner Turmbau-Initiative auf die damalige Tram-Diskussion in Frankfurt (Oder) Einfluss nehmen wollte, sei hier nur am Rande erwähnt. Inzwischen fährt eine Buslinie. Bürgermehrheiten in Slubice und in Frankfurt (Oder) haben erfolgreich gegen das kostenintensive Tram-Projekt demokratisch gestimmt.
Aber immerhin nahm er 2005 nicht nur Bezug auf meine Turmbau-Idee von 1999, sondern als Slubicer Politiker setzte er damit eine Entwicklung in Gang, die sogar nach seiner Amtszeit bis zum heutigen Kleist-Turm-Projekt führte.
Heute sehe ich Slubice damit an einem Punkt, wo eine Neu-Ausrichtung des Turmbau-Projektes mir dringend notwendig erscheint:
Während der ehemalige Kleistturm 1891/92 von einem Bürgerverein geplant, finanziert und gebaut wurde, wird das heutige Turm-Projekt lediglich von hauptberuflichen Slubicer Stadtverwaltern und Politikern unterstützt. Die Slubicer Bürgerschaft ist in dieses Turm-Projekt offenbar nicht einbezogen. Um das Turm-Projekt erfolgreich abzuschließen, schlage ich Ihnen vor:
1. Machen Sie aus dem Kleist-Turm-Projekt ein Kościuszko-Turm-Projekt: Bauen Sie den Turm nicht in erster Linie für den deutschen Dichter Ewald von Kleist, sondern ehren Sie damit vor allem und gleichzeitig den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko (1746-1817). Mit dieser Projekt-Umbenennung werden Sie bei Slubicer Bürgern sicher Zustimmung finden.
2. Gründen Sie in Slubice mit interessierten Bürgern einen Turm-Verein, der die Planungen und den Bau mit bürgerschaftlicher Kritik direkt begleitet. Die Vereinsmitgliedschaft sollte offen sein für interessierte Frankfurter Bürger! Nur wenn die Bürger mit einbezogen werden, macht das Projekt langfristig Sinn!

Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer



Mit Datum 08.01.2020 erhielt ich diesen Antwortbrief in polnischer und in deutscher Sprache, unterschrieben von beiden Bürgermeistern:

Sehr geehrter Herr Totzauer,

wir bedanken uns für Ihr Interesse am Kleistturm-Projekt.
In der langen Geschichte dieses Projekts haben beide Stadtverwaltungen viele Ideen von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Diese betrafen nicht nur die Idee für das Projekt als solche, sondern auch den Umgang mit den Ruinen des historischen Kleistturms und die Gestaltung der näheren Umgebung des Neuen Kleistturms. Derzeit befindet sich das Projekt in der konkreten Planungsphase. Wenn der Kleistturm steht, werden wir interessierte Einrichtungen, Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibende einbeziehen, um die entstandene Infrastruktur optimal zu nutzen. Wir wollen den Namen des Turms beibehalten, weil die Familie derer von Kleist mit unserer Doppelstadt und der Region verbunden ist. Das ist bei Tadeusz Kosciuszko nicht der Fall.
Wir wünschen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Ideen und Projekte für unsere Doppelstadt auch weiterhin viel Erfolg und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Mariusz Olejniczak und Rene Wilke


12.01.2020

Van Gogh in Potsdam

Ausstellungsbesuch am 11.01.2020

Van Gogh - Stillleben
26.10.2019 - 02.02.2020
Museum Barberini Potsdam

Von seinem ersten Gemälde bis zu den farbstarken Blumenbildern der späten Jahre hat Vincent van Gogh (1853–1890) immer wieder Stillleben gemalt. In diesem Genre konnte er malerische Mittel und Möglichkeiten erproben: von der Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit Farbe. Die erste Ausstellung zu diesem Thema analysiert anhand von über 20 Gemälden die entscheidenden Etappen im Werk und Leben van Goghs.

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Die Ausstellung "Van Gogh - Stillleben" ist die erste systematische Würdigung dieses zentralen Themas in einer Ausstellung. Von den rund 800 Gemälden, die Vincent van Gogh (1853-1890) während seines zehnjährigen künstlerischen Schaffens anfertigte, bilden die über 170 Stillleben etwa ein Fünftel. Umso erstaunlicher ist, dass sich bisher noch keine monographische Ausstellung der Gattung des Stilllebens bei Van Gogh gewidmet hat.


Das Museum Barberini in Potsdam hat mit Ausstellungen zu Henri-Edmond Cross und Pablo Picasso eine Reihe begonnen, die Künstlerinnen und Künstlern der Moderne in Frankreich gewidmet ist. Mit einer spezifischen Fragestellung und international besetzten Symposien werden bisher nicht behandelte Aspekte ihres Schaffens beleuchtet. Im Herbst 2019 zeigt das Museum Barberini die erste Ausstellung zum Genre des Stilllebens im Werk Vincent Van Goghs. Die konzentrierte Auswahl von 26 Gemälden zeichnet die Entwicklung seiner Malerei von den erdigen Tönen und den einfachen Alltagsgegenständen des Frühwerks über die Blumenstillleben seiner Zeit in Paris bis zu den lichten, energiegeladenen Motiven des Südens.


Seien es die ersten noch erhaltenen Gemälde, Stillleben mit Kohl und Holzschuhen (Van Gogh Museum, Amsterdam) – entstanden Ende 1881 in Den Haag – oder die farbstarken Blumenbilder aus seinen letzten Lebensmonaten 1890 in Auvers-sur-Oise, etwa Blühende Kastanienzweige (Sammlung Bührle, Zürich), hat sich der Künstler immer wieder dem Genre des Stilllebens gewidmet. Dies unternahm er auch, aber keineswegs nur, weil er etwa Blumengemälde für leichter verkäuflich hielt und sich dabei das Geld für Modelle sparen konnte, sondern vor allem, weil er in diesem Genre die malerischen Mittel und Möglichkeiten erprobte: von der Vergewisserung der nieder­ländischen Tradition des 17. Jahrhunderts – zunächst an Rembrandt, später an Jan Davidsz de Heem orientiert – über die Erfassung des Raums mit Licht und Schatten bis zum Experimentieren mit der Farbe. Mit der Wahl unspektakulärer Alltagsgegenstände löste sich Van Gogh um 1884 von der repräsentativen Tradition der niederländischen Stilllebenmalerei.


Die Ausstellung "Van Gogh - Stillleben" thematisiert die künstlerischen Fragestellungen und vollzieht die entscheidenden werkgeschichtlichen und biographischen Etappen Vincent van Goghs nach. Seine Reaktion auf den Impressionismus, den er in Paris zwischen 1886 und 1888 kennenlernte, zeigt sich in den Stillleben ebenso wie seine Verarbeitung von Einflüssen japanischer Farbholzschnitte. Darüber hinaus sind viele dieser Werke mit persönlichen Bezügen symbolisch aufgeladen, von Stillleben mit Büchern bis zu den wiederholt gemalten Schuhen. Gerade die Entwicklung zu einem immer freieren, intensiveren Umgang mit Farbe, ein zentraler Moment seines Werks, lässt sich anhand der Stillleben rekonstruieren. Auch in seinen Briefen ging Van Gogh immer wieder auf die Bedeutung der Stillleben für die Entwicklung seines Œuvres ein, was die Bedeutung dieser Bildgattung für seine intensive Selbstreflexion belegt.


Die Ausstellung im Museum Barberini entstand in Zusammenarbeit mit dem Kröller-Müller Museum in Otterlo und dem Van Gogh Museum Amsterdam und wird darüber hinaus von internationalen Leihgebern wie dem Art Institute of Chicago und der National Gallery of Art in Washington D.C. unterstützt.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft S.E. Wepke Kingsma, Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland.



Den Ausstellungsbesuch im Museum Barberini organisierte Herr Winter (Frankfurter Kunstverein) am 11. Januar 2020. Ich habe an dieser Exkursion teilgenommen - als Nicht-Vereinsmitglied!