19.03.2020

Corona-Krise 2020

 1. Angesichts der aktuellen Abwärtsentwicklung, ausgelöst durch die Corona-Krise, erinnere ich daran, dass nach 1990 Millionen ostdeutsche Arbeitnehmer plötzlich arbeitslos wurden. Ich übrigens auch und ich habe es überlebt - dank der staatlichen Unterstützung durch Arbeitslosengeld. In vielen ostdeutschen Regionen löste ab 1990 die Treuhand viele Firmen auf. Manche wurden abgerissen. Viele Dienstleister gingen pleite. Kneipen, Restaurants und Hotels schlossen zeitweise oder dauerhaft ihre Türen.
Heute sieht man diese frühere Dramatik den ostdeutschen Ländern kaum noch an. Es geht in den meisten Ost-Regionen anders und neu weiter... Auch deshalb mein Hinweis an alle hektischen Krisen-Kommentatoren: Das Leben geht nach der Corona-Krise weiter. Es gibt zwar Verluste, aber trotzdem - unsere Gesellschaft stirbt nicht aus! Es wird bald wieder für alle Konsumenten permanent Toilettenpapier bereit liegen. Ich bitte um mehr Gelassenheit.

 2. Ein unbekannter Autor hat im März 2020 hier philosophiert.

 3. Die Schließung der deutsch-polnischen Grenze durch Polen ab 15.03.2020 bringt für uns, die Bewohner der deutschen Grenzregionen an Oder und Neiße, auch Vorteile: Es gibt ab sofort weniger Fahrrad-Diebstähle, weniger Auto-Diebstähle und sonstige Grenzkriminalität. Die Statistikzahlen der nächsten Wochen bzw. Monate werden dies bezeugen. Jetzt könnte man mir Pauschalisierung vorwerfen. Kann man. Aber die tägliche Realität im Grenzgebiet sah bisher leider u.a. auch so aus: Diebstähle von Landwirtschaftsgeräten, Viehdiebstähle, Einbrüche, Taschendiebstähle bei meist älteren Frauen usw. Die Märkische Oderzeitung hat bisher fast permanent berichtet. Nach Wiedereröffnung der Grenze durch Polen werden wir relativ rasch wieder die gewohnten Kriminalitäts-Schlagzeilen lesen müssen. Am 15.03.2020 begannen - vorerst bis 13. April - für uns hier an der Oder viele Tage ohne grenzüberschreitende Kriminalität!


 4. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise taucht in Medien neuerdings der Begriff "Social Distancing" auf. Der unglückliche Begriff "Social Distancing" ist aber leider irreführend und damit falsch. Richtig sollte es auf deutsch heißen "Körperliche Distanz". Niemand soll seine sozialen Kontakte einschränken, sondern nur körperliche Kontakte vermeiden bzw einschränken. Die drastischen Maßnahmen zielen darauf ab, körperliche Nähe nur bis 2 Meter zu erlauben. Dies meint jedoch nicht, seine sozialen Kontakte einzuschränken. Journalisten stiften mit dem Begriff "Social Distancing" nur Verwirrung. Ich hoffe, die Journalisten erkennen die notwendige sprachliche Differenzierung! Soziale Kontakte sollte jeder auch weiterhin per Telefon, Brief, Online-Medium und Begegnung im öffentlichen Raum bei notwendigem 2-Meter-Abstand pflegen! Wer den Begriff "Social Distancing" verwendet, ist für mich ein unsoziales Wesen.

Beitrag Nr. 4 habe ich am 23. März an die Märkische Oderzeitung geschickt. Am 28.03.2020 wurde er als Leserbrief gedruckt:


12.02.2020

Elfriede-Thum-Strasse kommt!

Am 11.02.2020 veröffentlichte MOZ-Online einen Artikel unter der Überschrift "Frankfurts neues Viertel soll an verdiente Bürgerinnen erinnern". In einem neuen Wohngebiet wird die Hauptverbindungsstraße den Namen der Malerin Elfriede Thum tragen.

Damit würde mein Vorschlag realisiert, den ich im März 2016 öffentlich als MOZ-Leserbrief formulierte und gleichzeitig als E-Mail an die Frankfurter Stadtverwaltung schickte.

Hintergrund ist folgender: Meine 4. Stadtwanderung organisierte ich am 17.02.2016 zum Thema »Durch die Landschaft der Malerin Elfriede Thum«. An der Wanderung nahmen 37 Wanderinnen und Wanderer teil. Wir gingen u.a. durch die südlichen Oderwiesen hin zur ehemaligen Buschmühle und zu den Güldendorfer Weinbergen. Dort stand bis 1945 das Haus der Berliner Malerin Elfriede Thum.

Nach der Wanderung verfasste ich meinen Vorschlag, in Frankfurt (Oder) nach Elfriede Thum eine Strasse zu bennenen. Am 22.03.2016 druckte die MOZ meinen Vorschlag als Leserbrief (siehe links).

Jetzt ist es also soweit: Es wird eine "Elfriede-Thum-Strasse" geben.
Online-Artikel = MOZ-Artikel vom 11.02.2020

02.02.2020

Futurium und Tränenpalast

Zwei Ausstellungsbesuche am 01.02.2020 in Berlin
zu den Themen Zukunft und Vergangenheit


1. FUTURIUM Berlin

Am 05. September 2019 feierte das Futurium seine Eröffnung. Seitdem übertrifft das Interesse am Haus der Zukünfte alle Erwartungen. Im ersten Monat kamen bereits 100.000 Besucher*innen ins Futurium und widmeten sich der Frage: Wie wollen wir leben?

Bitte kleine Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!


Die Ausstellung zeigt fünf Themen aus der Lebenswelt der Besucher*innen: Ernährung, Gesundheit, Energie, Arbeit und das Leben in Städten. Zu entdecken sind unterschiedliche Möglichkeiten, Zukunft zu gestalten – in drei großen Denkräumen Mensch, Natur und Technik. Dort sind die Themen mit den großen Herausforderungen unserer Gegenwart verknüpft. Alle Inhalte wurden von einem wissenschaftlichen Team im Futurium erarbeitet. Zahlreiche Expert*innen aus der Forschung und der Zivilgesellschaft haben bei der Auswahl der Inhalte beraten, beim Konkretisieren geholfen und schließlich Konzepte und Texte überprüft.


Das Futurium Lab ist ein Ort zum Ausprobieren: In kreativen Workshops können sich Besucher*innen aller Altersgruppen spielerisch mit Zukunftstechnologien beschäftigen und an neuen Erfindungen tüfteln. Im Showcase stellen Zukunftsmacher*innen ihre Ideen vor. Das Forum ist der Ort, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Zukunftsmacher*innen und Neugierige tauschen Perspektiven aus. Es ist auch der Ort, an dem vielfältige Antwortmöglichkeiten und unterschiedliche Zukunftsentwürfe nebeneinander ihren Platz haben.


„Besonders freut uns, dass viele Menschen spontan in der Ausstellung oder im Lab ins Gespräch über Zukunftsfragen kommen“, so Brandt. „Die Zeit ist offenbar reif für ein Konzept wie das Futurium, das sich ganzheitlich in den drei Dimensionen Natur, Mensch und Technik mit den großen Zukunftsherausforderungen beschäftigt. Mit unserem Programm möchten wir möglichst viele Besucher*innen zur Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft ermutigen.“


Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie wollen wir leben? In der Ausstellung können Besucher*innen viele mögliche Zukünfte entdecken, im Forum gemeinsam diskutieren und im Futurium Lab eigene Ideen ausprobieren. Schon heute wissen wir: In der Zukunft müssen wir große Herausforderungen bewältigen. Wie können wir den Klimawandel in den Griff bekommen? Welche Technologien wollen wir künftig nutzen? Dient uns die Technik – oder wir ihr? Wie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben – gibt es Alternativen zum „Höher-Schneller-Weiter“? Zukunft entsteht auch durch unsere Entscheidungen und unser Handeln in der Gegenwart. Das Futurium möchte deshalb alle Besucher*innen dazu ermutigen, sich mit Zukunft auseinanderzusetzen und Zukunft mitzugestalten.


Das Futurium ist von Mittwoch bis Montag von 10–18 Uhr und donnerstags von 10–20 Uhr geöffnet; dienstags ist es geschlossen. Ich empfehle einen Besuch am Vormittag, da der Andrang noch nicht so stark ist! Der Eintritt ist kostenfrei.


2. TRÄNENPALAST Berlin

Meine zweite Station am 01.02.2020 in Berlin war der Tränenpalast. Im Tränenpalast, der ehemaligen Abfertigungshalle für die Ausreise von Ost- nach West-Berlin am Bahnhof Friedrichstraße, lädt die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland seit September 2011 dazu ein, ost- und westdeutschen „Grenzerfahrungen“ nachzuspüren.
Die hohe Besucherresonanz zeigt, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung das Interesse an der Geschichte der SED-Diktatur, an der deutschen Teilung und deren Überwindung ungebrochen ist. Durchaus bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass immer weniger Besucher persönliche Erinnerungen an das Leben im geteilten Deutschland haben oder gar selbst bei der friedlichen Revolution und dem Mauerfall dabei gewesen sind. Dank regelmäßiger und systematischer Auswertung der Besucherbücher ergibt sich ein interessantes Bild: So ist der Tränenpalast vor allem als „authentischer Ort der Teilung“ ein großer Anziehungspunkt. Dies erklärt, warum mittlerweile 40 Prozent der Individualbesucher aus dem Ausland kommen, und belegt, dass der Tränenpalast ein wichtiger Teil des Tourismusprogramms in Berlin geworden ist – wie auch ein Blick in einschlägige Reiseführer bestätigt.

Dieser kleine Pavillon mit den großen Fenstern mitten in Berlin ist einer der letzten vollständig erhaltenen Überreste der deutschen Teilung. Die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße wurde bei der Sanierung wieder in ihren Ursprungszustand von 1962 zurückversetzt. Damals galt sie als ein hochmoderner Bau, transparent, leicht und lichtdurchflutet – ein Vorzeigeobjekt der DDR. Schließlich war sie als Einreisehalle geplant worden und sollte die Besucher in der Hauptstadt der DDR willkommen heißen. Statt freudiger Begrüßungen fanden vor dem Gebäude jedoch fast 30 Jahre lang schmerzliche Abschiedsszenen statt. Die Ostdeutschen brachten ihre Westverwandtschaft am Ende des Besuchs in Ost-Berlin zum Tränenpalast, wie der Volksmund die Ausreisehalle bald nannte; oft ein Abschied auf unbestimmte Zeit, mit wenig Hoffnung, einmal selbst durch die Halle auf die andere Seite – in den Westen – gehen zu dürfen.
Die Tages-Exkursionen des Frankfurter Kunstvereins organisiert das Vereinsmitglied Hans-Georg Winter (siehe Foto unten). Die Exkursionsteilnahme ist für alle möglich - ohne Vereinsmitgliedschaft!

19.01.2020

Mittwochstouren 2020

Einladung:

Als Sinnbild für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ist das Fahrrad zum Ursprung einer Kultur geworden. Wir Radfahrer sind Teil einer rollenden Bewegung.

Im Jahr 2020 führe ich ab Frankfurt (Oder) - wie bereits in vielen Jahren davor – insgesamt acht Radtouren: 4x links der Oder durch Ostbrandenburg und 4x rechts der Oder durch Westpolen!

Von März bis Oktober 2020 lade ich interessierte Radfahrerinnen und Radfahrer aus Deutschland und Polen ein: Jeweils im monatlichen Wechsel radeln wir bei vier Mittwochstouren durch Ostbrandenburg und bei vier Mittwochstouren durch Westpolen.

Wie in den zurückliegenden Jahren starten wir auch 2020 wieder an jedem 4. Mittwoch der Monate März bis Oktober in Frankfurt (Oder) pünktlich um 10 Uhr auf dem oberen Brunnenplatz am Comic-Brunnen.

Die Mittwochsradtouren plane ich nach diesen fünf Prinzipien:
1. Keine Teilnahmekosten; 2. Keine Bahnfahrten; 3. Keine teuren Restaurantbesuche; 4. Radstrecken nur bis zirka 50 Kilometer;
5. Durchschnittsgeschwindigkeit 14-16 km/h.
Die acht Mittwochstour-Termine 2020
Hier kannst du alle 8 Termine als PDF-Datei anzeigen und ausdrucken!

Alle Mittwochstouren eignen sich für Frauen & Männer aus Frankfurt (Oder), aus Slubice, aus Berlin, aus Ostbrandenburg und dem Rest der Welt! Gern gesehen sind stets Besitzer eines Elektro-Fahrrades.
Die Teilnahme an den Radtouren ist immer kostenfrei, erfolgt aber stets auf eigene Gefahr und eigene Versicherung!
Einfach mitradeln - eine An- oder Abmeldung ist nicht erforderlich!

Empfohlene Ausstattung: Ersatzschlauch, Luftpumpe, Trinkflasche, Proviant, Wetterjacke, eine passende Landkarte, Personalausweis, Euros, bei Polentouren bitte Zlotys mitnehmen! Für alle Strecken empfehle ich ein geländegängiges Fahrrad mit Gangschaltung!
Radfahren ist klimafreundlich, schont die Umwelt, fördert die Gesundheit, entlastet den Verkehr und den Geldbeutel. Das gemeinsame Unterwegssein stärkt die Motivation!
Ich lade alle an Bewegung interessierten Radfahrerinnen & Radfahrer herzlich ein: Wir treffen uns 2020 um 10 Uhr in Frankfurt (Oder).

Auf meiner Homepage informiere ich über die Mittwochstouren 2020.

14.01.2020

Monet im Barberini

Ausstellungsbesuch im April 2020 geplant:

Vom 22. Februar 2020 bis zum 01. Juni 2020 widmet das Potsdamer Museum Barberini dem französischen Impressionisten Claude Monet (1840–1926) eine groß angelegte Retrospektive.

Die Ausstellung "Monet. Orte" versammelt rund 110 Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen des Malers und erforscht seine Darstellungen von Orten und Landschaften, die die Entwicklung seines Stils mitbeeinflusst haben – von den Großstädten Paris und London sowie den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny über die Küsten der Normandie und der Bretagne bis hin zu südlichen Reisezielen wie Bordighera, Antibes und Venedig. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen zahlreiche Gemälde von Monets Garten und Teich in Giverny, darunter mehrere seiner weltberühmten Seerosenbilder.

In Zusammenarbeit mit dem Denver Art Museum organisiert das Museum Barberini eine umfangreiche Monet-Retrospektive, welche die Rolle der Orte erforscht, die den Maler inspirierten, sowie seine Herangehensweise an die Darstellung ihrer spezifischen Topographie und Lichtstimmungen. Von seiner ersten bekannten Komposition aus dem Jahr 1858 bis zu den späten Bildern seines Landhauses und Wassergartens in Giverny bietet die Ausstellung einen weitläufigen Überblick über sein gesamtes Schaffen und beleuchtet Monets herausragende Stellung innerhalb der französischen Avantgarde seiner Zeit.
(Bild- und Textquelle: Museum Barberini)

Bitte kleine Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!


Ende April 2020 organisiert der Frankfurter Kunstverein eine Exkursion zur Monet-Ausstellung in Potsdam. Jede*r Interessent*in kann an der Exkursion teilnehmen. Niemand muss Mitglied im Kunstverein sein! Der KV lädt ein und informiert über die MOZ.