12.06.2019

Unterstützer gesucht!

Karl Witzleben von der Landgalerie Mark Brandenburg bittet um Unterstützung für ein Schulprojekt:
In Dar es Salaam (Tansania) wurde 2012 eine Schule in einem Waisenhaus initiiert. Zur Zeit hat die Schule keine festen Einnahmequellen. Sie benötigt aber monatlich 1.900.000 Tansania-Schilling, das sind ca. 720 Euro.


Diese Gesamtsumme setzt sich zusammen aus diesen Teilsummen:
2 Lehrerinnen, deren Monatslohn ca. 220 € beträgt, betreuen 48 Kinder, für die ca. 200 € Verpflegungsgeld monatlich aufgebracht werden muss. Fixkosten, wie Miete usw. betragen ca. 300 €.

Der Inhaber der Landgalerie, Herr Karl Witzleben, sucht Unterstützer für dieses Schulprojekt.
Bitte lassen Sie sich von ihm informieren über Telefon 033608 - 49089:

Sie erreichen ihn auch persönlich in der
Landgalerie Mark Brandenburg
Briesener Straße 2, 15236 Jacobsdorf / OT Petersdorf

Herr Witzleben garantiert, dass 100% in der Schule ankommt!


30.05.2019

Wahl-Marathon am 26.05.2019

Am Sonntag, den 26.05.2019, fand in Deutschland die neunte Direktwahl zum EU-Parlament statt. Gleichzeitig wurden im Land Brandenburg diverse Kommunalparlamente, Ortsbeiräte und Kreistage gewählt.

Bitte kleine Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!


Ich habe am 26.05.2019 erneut freiwillig als Wahlhelfer gearbeitet - wieder in meinem Wahlbezirk 016 (Wahllokal Ulrich-von-Hutten-Schule). Mein Job als stellvertretender Wahlvorsteher begann um 07.30 Uhr. Nachdem wir um 18 Uhr unser Wahllokal offiziell schlossen, begannen wir mit der mehrstündigen Auszählung aller Stimmzettel. Zuerst zählten wir die EU-Wahlzettel, danach die Kommunalwahl-Zettel.

Alle neun Mitglieder des Wahlvorstandes beteiligten sich an der stressigen Stimmzettel-Auswertung. Dafür erhielten alle am Ende (gegen 22.30 Uhr) ein sogenanntes "Erfrischungsgeld": 35 Euro für die acht Mitglieder des Wahlvorstandes. Der Leiter des Wahlvorstandes bekam für seine Führungstätigkeit 50 Euro. Außerdem erhielten alle Mitgliedes des Wahlvorstandes eine Urkunde vom Bundes-Innenminister (siehe unten).


Der Oderlandspiegel präsentierte am 01.06.2019 die Ergebnisse der Frankfurter Kommunalwahl 2019:

Das Wahlbüro Frankfurt (Oder) veröffentlichte auf der Stadt-Homepage zwei PDF-Dokumente mit den Wahl-Ergebnissen zur Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und zu den Frankfurter Ortsbeiräten.

====================== EU-Wahl ======================

Die Tagesschau zeigt auf ihrer Homepage diese Deutschland-Karte:

Auf der Internetseite wahlen.brandenburg.de wurden die vorläufigen Wahlgebnisse der EU-Wahlen im Land Brandenburg veröffentlicht:

In Frankfurt (Oder) wurden diese EU-Wahl-Ergebnisse erreicht:


Zwei Tage später, am 28.05.2019, konnte man in einem MOZ-Artikel diese krassen Sätze lesen:
"Als fahrlässig und verantwortungslos gegenüber der Stadt bezeichnet OB René Wilke (Linke), dass etwa 19 Prozent der Wähler den Mangel an konkretem Engagement, ernstzunehmenden Ideen sowie das schwache Wahlprogramm der AfD belohnen. Mit Sorge betrachte er, dass einige Bevölkerungsteile kaum noch in den offenen, toleranten Dialog miteinander treten, sondern vielmehr in Selbstbestätigungsblasen verharren. Eine sich verfestigende Spaltung der Stadtgesellschaft zu verhindern, ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben."

Bitte beachten: Direkt unter dem eben genannten MOZ-Artikel kommentierten im Leserforum mehrere Leser die krassen OB-Sätze!

Ich kommentiere diese OB-Sätze dreimal:
1. hier im Blog, 2. in einem redaktionell gekürzten MOZ-Leserbrief (rechts) und 3. in einem Oderlandspiegel-Leserbrief (unten):


Anstatt dass der OB Rene Wilke sich demütig gegenüber dem Wählerwillen zeigt, wählt er leider nur das Mittel der Wählerbeschimpfung, indem er mehrere tausend Frankfurter als "fahrlässig und verantwortungslos gegenüber der Stadt bezeichnet". Anstatt den Kontakt zu AfD-Wählern zu suchen und sie in ihren angeblichen "Selbstbestätigungsblasen" abzuholen, diskreditiert er sie öffentlich und wirft ihnen vor, intolerant und verschlossen zu sein. Dabei haben die Wähler einfach nur ihr demokratisches Wahlrecht wahrgenommen, so wie es unser Grundgesetz garantiert.
Offensichtlich ist Herr Wilke mit der Meinung Andersdenkender hier in Frankfurt (Oder) überfordert. Das lässt für die Zukunft unserer Stadt nichts gutes ahnen. Ich bin kein AfD-Mitglied, aber ich respektiere, dass es in unserer Stadt Menschen mit anderen Lebenserfahrungen gibt, die in den Angeboten der Linkspartei keine Wahl-Alternative sehen.
Herr Wilke ist noch jung, vielleicht sogar für den OB-Posten noch zu jung, um gelassener mit demokratischen Wahlergebnissen umzugehen. Wahrscheinlich sogar ein Problem, dass nach den Wahlen zum Brandenburger Landtag für Frankfurt (Oder) zur Dauer-Belastung werden könnte.

"Der Oderlandspiegel" hat meinen Kommentar ungekürzt gedruckt:

15.05.2019

Mantegna und Bellini in Berlin

Am Sonnabend, den 15.06.2019, lud der Frankfurter Kunstverein e.V. ein zu seiner 143. Exkursion. Ziel in Berlin war die Gemäldegalerie. Die Außentemperaturen betrugen am Nachmittag ca. 35 Grad Celsius. In der Galerie sorgte eine Klima-Anlage für einen angenehmen Aufenthalt. Auch das Kunstgewerbemuseum nebenan war gut temperiert.


Sonder-Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie, Berliner Kulturforum:

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance
01. März – 30. Juni 2019
Eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin und der
National Gallery, London in Kooperation mit dem British Museum


Von 01.03. bis 30.06.2019 präsentiert die Berliner Gemäldegalerie eine umfassende Ausstellung zum eng miteinander verwobenen Schaffen von Andrea Mantegna (um 1431–1506) und Giovanni Bellini (um 1435–1516). Mit rund 100 Arbeiten stellt die Kooperation der Staatlichen Museen zu Berlin mit der National Gallery, London erstmals einige Werke dieser beiden Meister der italienischen Renaissance vergleichend gegenüber.

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„Mantegna als rigoroser Humanist der italienischen Renaissance und Bellini als poetischer Interpret menschlicher Emotionen: komplementärer und damit erhellender könnten diese beiden künstlerischen Visionen nicht sein“, so Gabriele Finaldi, Direktor der National Gallery. „Die Londoner wie Berliner Sammlungen besitzen hervorragende Werke beider Künstler und die gemeinsame kuratorische Expertise ist immens – wir freuen uns sehr auf diese enge und fruchtbare Zusammenarbeit.“ Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin und Direktor der Gemäldegalerie: „Mantegna und Bellini, dieses Leitgestirn der italienischen Renaissance, ist in den Gemäldesammlungen Londons wie Berlins so stark wie nirgendwo außerhalb Italiens vertreten. Was liegt da näher als eine Ausstellungskooperation, die die enge Verbundenheit unserer Sammlung mit internationalen Partnern in bester Tradition fortführt.“


1452/3 heiratete der in Padua tätige, aufstrebende Maler und Druckgraphiker Andrea Mantegna in die Familie Bellini ein – eine der führenden Künstlerfamilien im nahegelegenen Venedig. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der klassischen Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei seinem vermutlich jüngsten Schwager Giovanni Bellini. Während dieser Zeit entfaltete auch Bellinis unverkennbarer Malstil seine Wirkung auf Mantegnas Schaffen. Nach nur zehn Jahren enger Zusammenarbeit trennten sich ihre Wege: 1460 zog Andrea nach Mantua, wo er bis zu seinem Tode Hofmaler der Fürstenfamilie Gonzaga blieb. Giovanni dagegen verbrachte seine gesamte Künstlerkarriere in Venedig.
In unterschiedlichen Umgebungen tätig, entwickelten sich ihre künstlerischen Stile in sehr verschiedene Richtungen. Dennoch trägt ihr Schaffen zeitlebens deutliche Spuren eines über die Jahrzehnte hinweg gepflegten Austausches, der noch immer nachempfunden werden kann.


In den Sammlungen der Gemäldegalerie und der National Gallery sind Werke von Mantegna und Bellini in außergewöhnlich großer Zahl und Qualität vorhanden. Die Bestände umfassen Meisterwerke der beiden Künstler aus allen Schaffensphasen. Zudem beherbergen das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin sowie das British Museum eine außergewöhnlich reiche Sammlung von Blättern Mantegnas, Bellinis, ihrer Familie und ihrer Nachfolger bzw. ihres Umkreises. Gerade in ihrer Unmittelbarkeit und Spontaneität machen diese Zeichnungen die künstlerische Nähe von Andrea Mantegna und Giovanni Bellini deutlich. Um diesen Kern herum versammelt die Ausstellung zudem eine Anzahl herausragender Leihgaben. So werden Unterschiede und Ähnlichkeiten im Schaffen der beiden bedeutenden Renaissancekünstler auf exemplarische Weise herausgearbeitet. Neue Konstellationen und reizvolle Gegenüberstellungen machen die außerordentliche Attraktivität dieser Ausstellung aus.

Christus am Ölberg
Das Gebet Christi am Ölberg im Garten Gethsemane zählt zu den tragischsten Momenten der Passionsgeschichte: Während rings um ihn die Apostel schlafen, wendet sich Christus in seiner Verzweiflung an Gottvater. Im Hintergrund nähern sich, angeführt vom Verräter Judas, bereits die römischen Soldaten, um ihn zu verhaften und zu kreuzigen. Das Thema hatte Mantegna bereits in einer Predella in der Sockelzone seines großen Altarbildes von San Zeno in Verona dargestellt. Später griff er es noch mals für dieses eigenständige Bild auf. Unter dem Eindruck von Mantegnas Darstellung entwirft Bellini eine ähnliche Szene. Er reicht zwar bei der perspektivischen Körperdarstellung nicht ganz an Mantegna heran, übertrifft diesen jedoch in der Wiedergabe der Landschaft: Das sanfte Dämmerlicht des heraufziehenden Morgens weist auf zukünftige Meisterwerke voraus.

Maria mit dem Kind
Im Italien des 15. Jahrhunderts gab es nahezu in jedem Haushalt ein Bild der Maria mit dem Jesuskind. Diese Darstellungen – je nach gesellschaftlichem Stand entweder Gemälde, Skulpturen oder Druckgraphiken – dienten der privaten Andacht der Gläubigen. Die Madonna bot Schutz und wurde wegen ihrer Reinheit und ihres Mutes als moralisches Vorbild verehrt. Typisch ist der melancholische Charakter vieler Mariendarstellungen. Die Gottesmutter weiß bereits um den frühen Opfertod ihres Sohnes. Wie andere Maler ihrer Zeit setzten sich auch Mantegna und Bellini mit diesem Thema auseinander. Mantegna war ständig auf der Suche nach neuen Kompositionsformen und scheute jede Wiederholung. Bellini variierte immer wieder dieselben Motive – und doch wirken seine Bilder nie monoton.

Die Renaissance der Antike
Zu den wichtigsten Grundlagen der Renaissance (französisch für Wiedergeburt) zählt die Wiederentdeckung der antiken Zivilisation durch Humanisten, Gelehrte und nicht zuletzt Künstler. Obwohl die Erinnerung an die klassische Antike auch während des Mittelalters nie ganz ausgelöscht war, erfolgte das Studium dieser Epoche im Italien des 15. Jahrhunderts mit bis dahin ungekannter Intensität. Mantegna war zeit seines Lebens fasziniert von der antiken Kultur, mit der er sich in zahlreichen Werken auseinandersetzte. Auch Bellini widmete sich antiken Themen und hatte dabei die Bildfindungen seines Schwagers immer vor Augen.

Zeitgleich zur Sonderausstellung sind in der Gemäldegalerie zwei weitere thematisch verknüpfte Sonderpräsentationen zu sehen: „Bellini Plus. Forschung und Restaurierung“ zeigt Werke von Giovanni Bellini und seinem Umkreis, die in Vorbereitung der Sonderausstellung untersucht und restauriert wurden. Texttafeln, Fotos und Kartierungen geben Einblick in die Untersuchungsergebnisse, die Restaurierungsgeschichte und die jüngst durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen. „Mantegna und Goethe. Der Triumphzug Cäsars aus Weimarer Sicht“ präsentiert im Kupferstichkabinett in der Gemäldegalerie Drucke der Chiaroscuro-Holzschnitte, die Andrea Andreani nach Mantegnas monumentalem Gemäldezyklus „Der Triumphzug Cäsars“ angefertigt hatte, und die Johann Wolfgang von Goethe zu einer ausführlichen Betrachtung und Einordnung des „Triumphzugs“ inspirierten.


Einige ständige Werke der Berliner Gemäldegalerie:

100 beste Plakate 18 Deutschland Österreich Schweiz
14. Juni – 7. Juli 2019
Eine Sonderpräsentation von 100 Beste Plakate e. V. in Kooperation mit der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin

In Zusammenarbeit mit 100 Beste Plakate e. V. präsentiert die Kunstbibliothek zum 13. Mal am Berliner Kulturforum die 100 besten Plakate des Vorjahres aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Wettbewerb „100 beste Plakate“ wurde vor über 50 Jahren in der DDR ins Leben gerufen. Heute gilt er als wichtige Institution aktuellen Plakat-Designs und bietet jährlich einen Querschnitt durch das aktuelle Grafikdesign und lässt zugleich Überraschungen in gestalterischen Ansätzen entdecken. Der Eintritt für die dreiwöchige Präsentation in der unteren Sonderausstellungshalle ist kostenfrei.
Für das Jahr 2018 wurden insgesamt 2.353 Einzelplakate beim Wettbewerb eingereicht; zur finalen Jurysitzung kamen 695 Plakate von 105 Einreichenden aus Deutschland, 129 aus der Schweiz und 17 aus Österreich. Die diesjährige Jury – bestehend aus Anette Lenz (Paris, Vorsitz), Anna Haas (Zürich), Astrid Seme (Wien), Johanna Siebein und Andrea Tinnes (beide Berlin) – hat nun die 100 Gewinner*innen festgelegt, darunter 13 Hochschulprojekte.

Nach Ländern gliedern sich die prämierten 100 Plakate und Plakatserien in 42 aus Deutschland, 54 aus der Schweiz und 4 aus Österreich. In den Kategorien A (Auftragsarbeiten) finden sich 83, B (Eigenaufträge) 4 und C (studentische Projektaufträge) 13 Plakate und Plakatserien. Die Auswahl repräsentiert – gemäß der Wettbewerbsausschreibung ohne inhaltliche oder formale Einschränkungen – eine breite stilistische Palette des Plakat-Designs im deutschsprachigen Raum und zeigt die Arbeiten von professionellen Gestalter*innen und Studierenden gleichberechtigt nebeneinander.



Besuch des Kunstgewerbemuseums Berlin