08.02.2021

Winterwetter und Verkehr

Der Februar 2021 zeigt sich bisher als ein echter Wintermonat. Tagestemperaturen um minus 10 Grad Celsius und Nachttemperaturen um minus 15 Grad Celsius sind für unsere Verhältnisse keine normalen Wintertemperaturen. In diesen Februartagen gilt bei der Kleiderordnung das bewährte Zwiebelprinzip! In den Medien hört und sieht man wegen der Schneemengen und wegen der Straßenverhältnisse diverse Sonderberichte. Unter der Überschrift "Wetter und Verkehr" informiert die Märkische Oderzeitung über die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage.

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Gegenüber meinem Wohnhaus rodeln Kinder mit ihren Begleitern den Hang hinunter. Bald stehen die ersten Schneemänner auf der Wiese:

30.12.2020

Impressionismus in Russland

01. Dezember 2020 bis zum 14. Februar 2021
Museum Barberini Potsdam

Impressionismus in Russland um 1900
Aufbruch zur Avantgarde
Die Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini widmet sich der bislang kaum erforschten Wahrnehmung französischer Lichtmalerei in Russland und zeigt anhand von über 80 Werken – von Ilja Repin bis Kasimir Malewitsch – die Internationalität der russischen Bildsprache um 1900.
Die Webseite => "Barberini-Prolog" illustriert den intensiven Austausch von Künstlern, Motiven und Ideen über Nationengrenzen hinweg.
Seit den 1860er Jahren zog Paris als führende europäische Kunstmetropole Maler der Akademien von Moskau und St. Petersburg an. In der Auseinandersetzung mit der impressionistischen Malerei des modernen Lebens befreiten sie sich vom Regelwerk des akademischen Realismus in Russland. Die Begegnung mit der französischen Malerei inspirierte Künstler wie Ilja Repin, Konstantin Korowin und Valentin Serow zu Darstellungen, die neben dem Eindruck des Gegenwärtigen Momente einer sinnlichen, dem Leben zugewandten modernen Welt zeigten. Elektrisches Licht, die Auslagen der Schaufenster und die Architektur der modernen Boulevards boten ihnen Motive, denen sie mit großer malerischer Freiheit begegneten.
Das vom Impressionismus inspirierte Malen unter freiem Himmel veränderte die russische Kunst und machte das Thema Landschaft populär. Repin, Wassili Polenow und ihre Schüler Korowin und Serow erkundeten die Natur um Moskau und reisten in die Weiten des Nordens. Das Malen en plein air und ein skizzenhafter Stil führten die Künstler an Motive einer Lebensfreude heran, die sich von den existentiellen Themen der russischen Kunst lossagte. Die Künstler fingen das Unbeschwerte des modernen Freizeitvergnügens auch auf der Datscha in lichtdurchfluteten impressionistischen Interieurs ein. Das Studium des Lichts in Innenräumen und auf den Gegenständen von Stillleben führte zur Aufwertung dieser an der Moskauer Akademie gering geachteten Gattungen. In Portraits und Familienbildern wiederum verknüpften die russischen Künstler Unmittelbarkeit mit psychologischer Deutung zu einer eigenen Spielart des Impressionismus. Fragen der nationalen Identität spielten dabei ebenso eine Rolle wie das Verhältnis zur realistischen Tradition innerhalb der Malerei.
Eine zweite Generation russischer Künstler in Paris lernte zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Postimpressionismus und Fauvismus eine Malerei kennen, die mit leuchtenden Reinfarben experimentierte. Die Landschaftsmalerei wurde zum ersten Experimentierfeld für Künstler wie Michael Larionow, Natalja Gontscharowa und Kasimir Malewitsch. Sie sahen sich als Impressionisten, bevor sie nach 1910 mit dem expressiven Rayonismus und dem ungegenständlichen Suprematismus die russische Avantgardekunst begründeten. In der befreiten Farbe fanden die Maler eine Energie, die für die Dynamik und Erneuerung einer neuen Zeit stand. Impressionistische Beobachtung wurde in kubistische und futuristische Flächenzergliederung transformiert und in Malewitschs Serie Weiß auf Weiß als lichthaltiges Nichts verabsolutiert. (Text-Quelle: Museum Barberini)
Die Ausstellung umfasst mehr als 80 Leihgaben u. a. der ABA Gallery, New York, des Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, der Sammlung Iveta und Tamaz Manasherov, Moskau, der Sammlung Vladimir Tsarenkov, London, der Staatlichen Tretjakow-Galerie Moskau, des Staatlichen Museums der Bildenden Künste der Republik Tatarstan, Kasan Sammlung Elsina Khayrova, London, des Stedelijk Museum, Amsterdam, sowie aus Privatsammlungen.
   
Eine Ausstellung des Museums Barberini, Potsdam, und des Museums Frieder Burda, Baden-Baden, in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Trejakow-Galerie, Moskau.


07.12.2020

Kleistturm-Projekt

Am 12.11.2019 schrieb ich zwei Briefe mit identischem Textinhalt:
Einen Brief übergab ich im Slubicer Rathaus, adressiert an Mariusz Olejniczak (Bürgermeister von Slubice). Einen Brief übergab ich im Frankfurter Rathaus, adressiert an Rene Wilke (Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder).


Mein Doppelbrief:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Mariusz Olejniczak,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Rene Wilke,

am 15.01.1999 habe ich in zwei gleichlautenden Briefen an Ihre Vorgänger, Herrn Ryszard Bodziacki und Herrn Wolfgang Pohl, für meine Idee vom Wiederaufbau des Kleist-Turms geworben. Die Briefe liegen mittlerweile in den Stadtarchiven. Auf meiner Homepage kann sie jeder Interessent nachlesen. Heute schicke ich Ihnen erneut einen Brief nach Slubice und nach Frankfurt. Leider erhielt ich damals aus Slubice nie eine direkte persönliche Reaktion. Erst sechs Jahre später, am 22.10.2005, präsentierte Herr Bodziacki in einem überraschenden Artikel der Märkischen Oderzeitung ein Turmmodell und reagierte damit erstmals indirekt auf meinen Brief und meine Idee. Dass er mit seiner Turmbau-Initiative auf die damalige Tram-Diskussion in Frankfurt (Oder) Einfluss nehmen wollte, sei hier nur am Rande erwähnt. Inzwischen fährt eine Buslinie. Bürgermehrheiten in Slubice und in Frankfurt (Oder) haben erfolgreich gegen das kostenintensive Tram-Projekt demokratisch gestimmt.
Aber immerhin nahm er 2005 nicht nur Bezug auf meine Turmbau-Idee von 1999, sondern als Slubicer Politiker setzte er damit eine Entwicklung in Gang, die sogar nach seiner Amtszeit bis zum heutigen Kleist-Turm-Projekt führte.
Heute sehe ich Slubice damit an einem Punkt, wo eine Neu-Ausrichtung des Turmbau-Projektes mir dringend notwendig erscheint:
Während der ehemalige Kleistturm 1891/92 von einem Bürgerverein geplant, finanziert und gebaut wurde, wird das heutige Turm-Projekt lediglich von hauptberuflichen Slubicer Stadtverwaltern und Politikern unterstützt. Die Slubicer Bürgerschaft ist in dieses Turm-Projekt offenbar nicht einbezogen. Um das Turm-Projekt erfolgreich abzuschließen, schlage ich Ihnen vor:
1. Machen Sie aus dem Kleist-Turm-Projekt ein Kościuszko-Turm-Projekt: Bauen Sie den Turm nicht in erster Linie für den deutschen Dichter Ewald von Kleist, sondern ehren Sie damit vor allem und gleichzeitig den polnischen Nationalhelden Tadeusz Kościuszko (1746-1817). Mit dieser Projekt-Umbenennung werden Sie bei Slubicer Bürgern sicher Zustimmung finden.
2. Gründen Sie in Slubice mit interessierten Bürgern einen Turm-Verein, der die Planungen und den Bau mit bürgerschaftlicher Kritik direkt begleitet. Die Vereinsmitgliedschaft sollte offen sein für interessierte Frankfurter Bürger! Nur wenn die Bürger mit einbezogen werden, macht das Projekt langfristig Sinn!

Mit freundlichen Grüssen
Roland Totzauer



Mit Datum 08.01.2020 erhielt ich diesen Antwortbrief in polnischer und in deutscher Sprache, unterschrieben von beiden Bürgermeistern:

Sehr geehrter Herr Totzauer,

wir bedanken uns für Ihr Interesse am Kleistturm-Projekt.
In der langen Geschichte dieses Projekts haben beide Stadtverwaltungen viele Ideen von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Diese betrafen nicht nur die Idee für das Projekt als solche, sondern auch den Umgang mit den Ruinen des historischen Kleistturms und die Gestaltung der näheren Umgebung des Neuen Kleistturms. Derzeit befindet sich das Projekt in der konkreten Planungsphase. Wenn der Kleistturm steht, werden wir interessierte Einrichtungen, Bürgerinnen und Bürger und Gewerbetreibende einbeziehen, um die entstandene Infrastruktur optimal zu nutzen. Wir wollen den Namen des Turms beibehalten, weil die Familie derer von Kleist mit unserer Doppelstadt und der Region verbunden ist. Das ist bei Tadeusz Kosciuszko nicht der Fall.
Wir wünschen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Ideen und Projekte für unsere Doppelstadt auch weiterhin viel Erfolg und verbleiben mit freundlichen Grüßen.

Mariusz Olejniczak und Rene Wilke



Am 04.12.2020 informierte die Märkische Oderzeitung [in einem Artikel], dass die Stadt Slubice jetzt mit dem Bau des Fundaments für den neuen Kleistturm begonnen hat. Im Sommer 2021 soll er fertig sein. Am 06.12.2020 [fotografierte ich die Kleistturm-Baustelle] in Slubice.

12.09.2020

Kurze Nacht der Museen

Am 11. September 2020 fand die diesjährige "Kurze Nacht der Frankfurter Museen" statt. Ich nutzte diesen Abend und besuchte bei freiem Eintritt drei Frankfurter Einrichtungen:

In der Frankfurter Rathausgalerie herrschte noch relativ großer Andrang. Das hing mit der dort gerade zu Ende gegangenen Eröffnung zusammen, bei der die Brandenburgische Kulturministerin anwesend war. Die Ausstellung "Ich Du Wir – Bildnisse in der DDR. Malerei und Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK" widmet sich dem ikonografischen Aspekt des Bildnisses in der DDR.
Das können Einzel- und Gruppenporträts sein, die wiederum fiktive Szenerien, Gleichnishaftes und individuelle Porträts darstellen. Anzutreffen sind realistische, veristische, idealistische (Sozialistischer Realismus), expressive, kubistische und impressionistische Formsprachen. In der DDR stand als kulturpolitische Forderung die Ideologie vom Neuen Menschen. Das war mit der kulturpolitischen Reglementierung seitens des Staates verbunden, der ein sozialistisches (idealisiertes) Wir einforderte.
Zugleich war diese Forderung eingebunden in die prinzipielle Unterdrückung eines jeden Einzelnen. Diese Fiktion der Gleichschaltung ebbte als Forderung an die Kunst in den Siebzigerjahren allmählich ab, verschwand aber nicht. Dem entgegengesetzt wurden die Künstler*innen nicht müde, das Ich zu verbildlichen und das Individuelle im Gegenüber, im „Du“ ausfindig zu machen.
Dabei musste jede Künstlerin und jeder Künstler für sich die mehr oder weniger existenzielle Entscheidung treffen, wie man sich unter diesen Bedingungen verhält – wie die eigene Kunst auszusehen hat. Allein ihnen oblag es, wie weit man sich in den schöpferischen Prozess einer Spätmoderne hinein begab und deren Begrenzungen auslotete. Dafür war in der DDR die Malerei DAS Medium, welches eine gewisse Popularität genoss und Breitenwirkung entfaltete.
Von 66 Künstler*innen sind 90 Malereien und Werke der Bildhauerei aus der Sammlung des BLMK in loser Chronologie und stilistisch sich voneinander absetzend angeordnet. Das soll dem Betrachter eine eigene differenzierte Sicht auf die sich oft widersprechenden Positionen innerhalb des gleichen Zeitabschnittes ermöglichen.

Das Frankfurter Stadtmuseum Viadrina präsentierte die Sonderausstellung "Krieg und Frieden in Brandenburg. Frankfurt (Oder) 1945". Die Ausstellung zeichnet zum 75. Jahrestag der Befreiung und Besetzung der Stadt die wichtigsten Themen der Nachkriegszeit nach und fragt gleichzeitig, welche persönlichen Erinnerungen und Nachlässe die heute in der Stadt Lebenden mit der Weltkriegszeit verbinden. Die Folgen von Krieg und Frieden spiegeln sich in Frankfurt (Oder) wie in kaum einer anderen Stadt im Land Brandenburg wider. Auf die verschiedenen Facetten einer Zeitenwende um das Jahr 1945 wird mit der Sonderausstellung an dem Ort erinnert, der bis zu diesem Datum unumstritten als Hauptstadt Ostbrandenburgs fungierte.
Als Verwaltungs- und Militärstandort kommt der Stadt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte von Krieg und Gewalt zwischen 1939-1945 zu. Im Jahr 1945 wird Brandenburg zum Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg. Frankfurt ist verstrickt Kampfhandlungen und NS-Verbrechen, die Stadt wird selbst zum Schlachtfeld, schließlich nach Plünderung und Brandschatzung im Zentrum ausradiert. Das über Jahrhunderte gewachsene Kulturerbe ist verloren und zerstört. Exemplarisch lassen sich hier die Folgen des Krieges studieren. Frankfurt wird geteilt und liegt nun erstmals an der deutsch-polnischen Grenze.

Das Kleist-Museum lud ein zu einer Reise in ein Randgebiet der Kleistforschung. Aus dem Archiv des Museums und der Sammlung Burkhard Wolter wurde eine Auswahl selten gezeigter Objekte zusammengestellt, die auf den ersten Blick vielleicht wie ein Sammelsurium, eine wilde Mischung von Souvenirs und Überbleibseln der Rezeption erscheint.
In Anlehnung an Kleists Betrachtung zeigt sich jedoch, wie diffizil der Umgang mit dem "seltsamen Ding Nachruhm" sein kann. Hier begegnen wir Kleist ungeschützt, nicht autorisiert. Man bemächtigte sich in den vergangenen 200 Jahren vielfach seiner Worte und seines vermeintlichen Abbildes, sei es in der hehren Absicht einer Würdigung oder nur zur Zier eines Produktes im Dienste des Marketings. Abhängig vom Zeitgeist stellt sich mitunter auch die Frage der Instrumentalisierung von Person und Werk.

28.08.2020

Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner

Das Museum Barberini in Potsdam zeigt vom 5. September 2020 an dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei. So bietet das Museum Barberini neben seinen Wechselausstellungen in internationalen Kooperationen eine in Deutschland einmalige Sammlung. (Text- und Fotoquelle: Museum Barberini)

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Noch immer fasziniert diese Malerei mit ihrer Konzentration auf den Augenblick. Die Impressionisten wollten alles malen, wenn es nur neu gesehen war. Ihrer Beobachtungsgabe verdanken wir realistische Bilder von überraschender Abstraktion. Geleitet von den Wechselwirkungen des Lichts und der Atmosphäre schufen sie zeitlos schöne Landschaften, deren Neuerungsgeist und Energie bis heute begeistert.
Hasso Plattner hat sich für diese Malerei entschieden und erklärt seine Leidenschaft: „Die Gemälde beziehen uns als Betrachter unmittelbar mit ein. Wir spüren den Wind auf der Haut und die Temperatur des Wassers, wenn wir Monets Segelboten auf der Seine zusehen. Das schafft keine andere Kunst. Die Impressionisten sind Kommunikationsgenies.“ Hasso Plattner gibt nun über 100 Werke seiner Privatsammlung wie auch seiner Stiftung, der Hasso Plattner Foundation, als Dauerleihgabe in das Museum Barberini. Zu den bekanntesten Werken des Bestandes gehören Caillebottes Brücke von Argenteuil (1983), Monets Getreideschober (1891), Signacs Hafen bei Sonnenuntergang (1892), Monets Palazzo Contarini (1908) und die Seerosen (1914–1917/18).
Mit dem Museum Barberini und seiner Sammlung möchte Plattner auch an die umkämpfte Geschichte des Impressionismus in Deutschland erinnern. Noch bis heute ist die Malerei dieser Kunstrichtung an deutschen Museen nur wenig vertreten: „Aus nationalem Ressentiment wurde der französische Impressionismus in Deutschland in der Kaiserzeit kaum gesammelt. Meine Sammlung im Museum Barberini soll heute, besonders hier im Osten Deutschlands, ein Ort der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Freigeistes und des internationalen Austausches sein.“
Die Sammlung ermöglicht, die Geschichte des französischen Impressionismus vorzustellen. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, unterstreicht die Bedeutung der neuen Dauerausstellung: „Es gibt keine vergleichbare Sammlung, die impressionistische Landschaftsmalerei so umfangreich und in ihrer Entwicklung und Ikonographie so schlüssig zeigen könnte. Man kann tatsächlich die Geschichte dieser faszinierenden Kunstrichtung anhand unserer Werke nachvollziehen.“
Schon mit der Eröffnungsausstellung des Museums Barberini Impressionismus. Die Kunst der Landschaft war Westheider 2017 dem Vorurteil entgegengetreten, Impressionismus sei eine spontane Stimmungskunst. Diese Malerei, so Westheider, lohnt eine fundierte Auseinandersetzung: „Dass Hasso Plattner diesen Schatz jetzt dauerhaft dem Museum Barberini anvertraut, ermöglicht, mit Ausstellungen, Symposien und Vorträgen der Impressionismus-Forschung neue Impulse zu geben und uns weltweit zu vernetzen.“
Zur Eröffnung der Sammlungspräsentation erscheint im Prestel Verlag der Katalog Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner von Ortrud Westheider. Bei Youtube wird die Sammlung mit Texten von Daniel Zamani, Kurator am Museum Barberini, und Ergebnissen der Provenienzforschung von Linda Hacka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, vorgestellt:

05.08.2020

Markendorfer Konferenz, Quark und Himmels-Hymne

Am 05. August 2020 trafen sich in Markendorf drei bekannte Frankfurter Computer- und Fahrrad-Experten zu einem bedeutenden Erfahrungsaustausch. Im Laufe ihrer Konferenz ging es um dem Umgang mit verschiedenen Medien. Besonders die unterschiedliche Hardware und die davon abhängige Software stand im Mittelpunkt ihrer Gespräche. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, vereinbarten die Teilnehmer ihre Zusammenarbeit.
Ein zweiter Konferenzpunkt bestand in der Verabredung weiterer allgemeiner Fahrradaktivitäten. Am Ende der Konferenz entstand ein gemeinsames Foto, auf dem die Teilnehmer - mehr oder weniger zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Konferenz - in die anwesende Kamera schauten:

Anschließend gab es zum Mittagessen die Spezialität "Quark mit Kartoffeln".
Mein Tag endete mit der Pink-Floyd-Hymne = "Der große Auftritt im Himmel".

24.07.2020

EDV im Halbleiterwerk und Kulturstudium

Von 09/1968 bis 07/1970 absolvierte ich im Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) erfolgreich die Berufsausbildung zum "Facharbeiter für Datenverarbeitung". Anschließend arbeitete ich bis Ende 1975 im Rechenzentrum dieser Halbleiterfabrik (unterbrochen durch eine 18-monatige Armeezeit von 05/1971 bis 10/1972). Im Jahr 1975 entstand im Werk ein offizielles Betriebsfoto: Umringt von mehreren Arbeitskollegen sitze ich am Bedienpult der betriebseigenen EDV-Anlage "R 300" und drücke für den Fotografen eine Taste, während ehemalige Kollegen hinter mir stehen bzw. sitzen:


Am Ende des Jahres 1975 kündigte ich meinen Schichtarbeiter-Job, verließ das Werk, den ungeliebten 3-Schicht-Rhythmus, die permanenten Propagandalosungen, die ätzenden Wandzeitungen und ging in die große kleine DDR-Welt hinaus. Der Kampf ums Überleben im DDR-Alltag nahm neue Formen und neue Inhalte an und brachte alte und neue Grenzerfahrungen.

Es begann für mich eine neue Zeitrechnung. Von 09/1977 bis 08/1980 studierte ich in Meissen-Siebeneichen "Kulturwissenschaft". Dieser Abschluss wurde 2007 von der Sächsischen Regierung anerkannt und mit Urkunde bestätigt.
Aus Datenschutzgründen habe ich mein Geburtsdatum gelöscht:



16.06.2020

1988 - Frankfurter Erinnerungsfacette

Beim Stöbern in Fotokisten fand ich Schwarz-Weiss-Fotos, entstanden im Sommer 1988, u.a. in der Wohnung von Beatrix Meerwald (gest. 2019):



Foto 1 zeigt von rechts: Beatrix, ihre Tochter, einen befreundeten Mosambikaner, der damals im Frankfurter Wohnungsbaukombinat zum Baufacharbeiter ausgebildet wurde und mich. Das Foto machte ihr damaliger Lebensgefährte Henry Gentsch - der Vater von Beatrix Tochter. Ich war damals mit Henry befreundet und besuchte sie oft in ihrer gemeinsamen Wohnung. Nach der Wende hat Henry G. Frankfurt (Oder) und Beatrix verlassen und ein Kunststudium in Berlin begonnen.


Auch das Foto 2 entstand damals in Beatrix Wohnung: der mosambikanische Freund kehrte nach 1990 zurück in seine Heimat.


Foto 3 zeigt Henry und mich während eines Spaziergangs in Frankfurt