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28.08.2020

Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner

Das Museum Barberini in Potsdam zeigt vom 5. September 2020 an dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei. So bietet das Museum Barberini neben seinen Wechselausstellungen in internationalen Kooperationen eine in Deutschland einmalige Sammlung. (Text- und Fotoquelle: Museum Barberini)

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Noch immer fasziniert diese Malerei mit ihrer Konzentration auf den Augenblick. Die Impressionisten wollten alles malen, wenn es nur neu gesehen war. Ihrer Beobachtungsgabe verdanken wir realistische Bilder von überraschender Abstraktion. Geleitet von den Wechselwirkungen des Lichts und der Atmosphäre schufen sie zeitlos schöne Landschaften, deren Neuerungsgeist und Energie bis heute begeistert.
Hasso Plattner hat sich für diese Malerei entschieden und erklärt seine Leidenschaft: „Die Gemälde beziehen uns als Betrachter unmittelbar mit ein. Wir spüren den Wind auf der Haut und die Temperatur des Wassers, wenn wir Monets Segelboten auf der Seine zusehen. Das schafft keine andere Kunst. Die Impressionisten sind Kommunikationsgenies.“ Hasso Plattner gibt nun über 100 Werke seiner Privatsammlung wie auch seiner Stiftung, der Hasso Plattner Foundation, als Dauerleihgabe in das Museum Barberini. Zu den bekanntesten Werken des Bestandes gehören Caillebottes Brücke von Argenteuil (1983), Monets Getreideschober (1891), Signacs Hafen bei Sonnenuntergang (1892), Monets Palazzo Contarini (1908) und die Seerosen (1914–1917/18).
Mit dem Museum Barberini und seiner Sammlung möchte Plattner auch an die umkämpfte Geschichte des Impressionismus in Deutschland erinnern. Noch bis heute ist die Malerei dieser Kunstrichtung an deutschen Museen nur wenig vertreten: „Aus nationalem Ressentiment wurde der französische Impressionismus in Deutschland in der Kaiserzeit kaum gesammelt. Meine Sammlung im Museum Barberini soll heute, besonders hier im Osten Deutschlands, ein Ort der deutsch-französischen Freundschaft, des kulturellen Freigeistes und des internationalen Austausches sein.“
Die Sammlung ermöglicht, die Geschichte des französischen Impressionismus vorzustellen. Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, unterstreicht die Bedeutung der neuen Dauerausstellung: „Es gibt keine vergleichbare Sammlung, die impressionistische Landschaftsmalerei so umfangreich und in ihrer Entwicklung und Ikonographie so schlüssig zeigen könnte. Man kann tatsächlich die Geschichte dieser faszinierenden Kunstrichtung anhand unserer Werke nachvollziehen.“
Schon mit der Eröffnungsausstellung des Museums Barberini Impressionismus. Die Kunst der Landschaft war Westheider 2017 dem Vorurteil entgegengetreten, Impressionismus sei eine spontane Stimmungskunst. Diese Malerei, so Westheider, lohnt eine fundierte Auseinandersetzung: „Dass Hasso Plattner diesen Schatz jetzt dauerhaft dem Museum Barberini anvertraut, ermöglicht, mit Ausstellungen, Symposien und Vorträgen der Impressionismus-Forschung neue Impulse zu geben und uns weltweit zu vernetzen.“
Zur Eröffnung der Sammlungspräsentation erscheint im Prestel Verlag der Katalog Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner von Ortrud Westheider. Bei Youtube wird die Sammlung mit Texten von Daniel Zamani, Kurator am Museum Barberini, und Ergebnissen der Provenienzforschung von Linda Hacka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, vorgestellt:

05.08.2020

Markendorfer Konferenz, Quark und Himmels-Hymne

Am 05. August 2020 trafen sich in Markendorf drei bekannte Frankfurter Computer- und Fahrrad-Experten zu einem bedeutenden Erfahrungsaustausch. Im Laufe ihrer Konferenz ging es um dem Umgang mit verschiedenen Medien. Besonders die unterschiedliche Hardware und die davon abhängige Software stand im Mittelpunkt ihrer Gespräche. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, vereinbarten die Teilnehmer ihre Zusammenarbeit.
Ein zweiter Konferenzpunkt bestand in der Verabredung weiterer allgemeiner Fahrradaktivitäten. Am Ende der Konferenz entstand ein gemeinsames Foto, auf dem die Teilnehmer - mehr oder weniger zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Konferenz - in die anwesende Kamera schauten:

Anschließend gab es zum Mittagessen die Spezialität "Quark mit Kartoffeln".
Mein Tag endete mit der Pink-Floyd-Hymne = "Der große Auftritt im Himmel".

19.03.2020

Corona-Krise 2020

 1.  Angesichts der aktuellen Abwärtsentwicklung, ausgelöst durch die Corona-Krise, erinnere ich daran, dass nach 1990 Millionen ostdeutsche Arbeitnehmer plötzlich arbeitslos wurden. Ich übrigens auch und ich habe es überlebt - dank der staatlichen Unterstützung durch Arbeitslosengeld. In vielen ostdeutschen Regionen löste ab 1990 die Treuhand viele Firmen auf. Manche wurden abgerissen. Viele Dienstleister gingen pleite. Kneipen, Restaurants und Hotels schlossen zeitweise oder dauerhaft ihre Türen. Damals, im Frühling und Frühsommer 1990, gab es in den ostdeutschen Kaufhallen wochenlang zahlreiche leere Regale. Es gab einen täglichen Kampf um diverse Lebensmittel. Das war mühsam. Immerhin gab es damals reichlich Toilettenpapier. Erst die Einführung der Westmark am 01.07.1990 führte zu einem neuen bunten Warenangebot. Wahrscheinlich erinnern sich heute nicht mehr viele Leute an diese frühere Dramatik in den ostdeutschen Ländern. Es geht in den meisten Ost-Regionen längst anders und neu weiter... Auch deshalb mein Hinweis an alle hektischen Krisen-Kommentatoren: Das "normale" Leben kehrt nach der Corona-Krise weiter zurück. Es gibt zwar Verluste, aber trotzdem - unsere Gesellschaft stirbt nicht aus! Es wird bald wieder für alle Konsumenten permanent Toilettenpapier bereit liegen. Ich bitte um Gelassenheit.
Im übrigen sind die Ostdeutschen seit 1989/90 krisenerprobt.

Mittlerweile regt sich in Deutschland auch Protest gegen Corona-Einschränkungen. Der RBB informierte am 09.05.2020 über eine Demo auf dem Berliner Alexanderplatz. Die MOZ berichtete am 11.05.2020 über eine Demo in Bad Saarow. Die Deutsche Welle schreibt: Politiker warnen vor Vereinnahmung von Corona-Demos durch Extremisten.

 2.  Ein unbekannter Autor hat im März 2020 hier philosophiert.

 3.  Die Schließung der deutsch-polnischen Grenze durch Polen ab 15.03.2020 bringt für uns, die Bewohner der deutschen Grenzregionen an Oder und Neiße, auch Vorteile: Es gibt ab sofort weniger Fahrrad-Diebstähle, weniger Auto-Diebstähle und sonstige Grenzkriminalität. Die Statistikzahlen der nächsten Wochen bzw. Monate werden dies bezeugen. Jetzt könnte man mir Pauschalisierung vorwerfen. Kann man. Aber die tägliche Realität im Grenzgebiet sah bisher leider u.a. auch so aus: Diebstähle von Landwirtschaftsgeräten, Viehdiebstähle, Einbrüche, Taschendiebstähle bei meist älteren Frauen usw. Die Märkische Oderzeitung hat bisher fast permanent berichtet. Nach Wiedereröffnung der Grenze durch Polen werden wir relativ rasch wieder die gewohnten Kriminalitäts-Schlagzeilen lesen müssen. Am 15.03.2020 begannen hier an Oder + Neiße viele Tage ohne grenzüberschreitende Kriminalität!
Wie hart die polnische Regierung ihre Grenze nach Deutschland bewacht, schildert die Märkische Oderzeitung am 03.04.2020.
Eine weitere Folge der polnischen Grenzschließung: Deutsche Zollspediteure dürfen nicht mehr nach Polen zur Arbeit.


 4.  Im Zusammenhang mit der Corona-Krise taucht in Medien neuerdings der Begriff "Social Distancing" auf. Der unglückliche Begriff "Social Distancing" ist aber leider irreführend und damit falsch. Richtig sollte es auf deutsch heißen "Körperliche Distanz". Niemand soll seine sozialen Kontakte einschränken, sondern nur körperliche Kontakte vermeiden bzw einschränken. Die drastischen Maßnahmen zielen darauf ab, körperliche Nähe nur bis 2 Meter zu erlauben. Dies meint jedoch nicht, seine sozialen Kontakte einzuschränken. Journalisten stiften mit dem Begriff "Social Distancing" nur Verwirrung. Ich hoffe, die Journalisten erkennen die notwendige sprachliche Differenzierung! Soziale Kontakte sollte jeder auch weiterhin per Telefon, Brief, Online-Medium und Begegnung im öffentlichen Raum bei notwendigem 2-Meter-Abstand pflegen! Wer den Begriff "Social Distancing" verwendet, ist für mich ein unsoziales Wesen.

Beitrag Nr. 4 habe ich am 23. März an die Märkische Oderzeitung geschickt. Am 28.03.2020 wurde er als Leserbrief gedruckt:


 5.  Die Journalistin Christina zur Nedden kommentiert am 27.03.20 die Corona-Krise im Auslandssender Deutsche Welle (DW): "Europas verpasste Chancen in der Corona-Abwehr".

Die Bundeswehr-Denkfabrik GIDS erwartet in Folge der Corona-Pandemie weitreichende Konsequenzen.

Ausgangssperren und infizierte Regierungschefs: Corona stellt Länder vor immense Probleme. Autokraten reagieren mit rigiden Maßnahmen, Demokratien setzen auf Konsens. Das Coronavirus ist ein Stresstest für die Demokratie.

Der britische Historiker James Holland sagt in einem Interview mit der Deutschen Welle u.a.: "Die Muster menschlichen Verhaltens wiederholen sich". Er betrachtet dabei zuerst den 2. Weltkrieg und wirft einen Blick auf die COVID-19 Epidemie und ihre Auswirkungen.

Die Corona-Krise mit ihren massiven Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft wäre vermeidbar gewesen, meint Michael Meyer-Resende von der Nichtregierungsorganisation Democracy Reporting International. Sein Gastkommentar: In die Corona-Krise geschlafwandelt - Wer hat eigentlich versagt?



 6.  Wie kommen Kulturschaffende an ihr Publikum, wenn öffentliche Veranstaltungen abgesagt sind? Wie kommt das Publikum zur Kultur?
Die Plattform => kultur-bb.digital schafft ein Schaufenster der Brandenburger Kulturszene in Zeiten der Covid-19-Pandemie für alle Akteure im Bereich Kunst und Kultur im Land Brandenburg. Schnell, niedrigschwellig und im Betrieb günstig können digitale Formate präsentiert und ausprobiert werden. Kann man von Online-Aktivitäten leben? Jede/r muss sich jetzt mit dieser schmerzhaften Frage auseinandersetzen: Ist das, was ich tue, systemrelevant?

 7.  Solidarität mit kreativem Gastronomen im Frankfurter Stadtwald:
Am Dienstag, den 31.03.2020, war ich vormittags mal wieder mit dem Rad sportlich im Stadtwald unterwegs und habe bei Wupis Imbiss angehalten. Ich bekam dort wie immer einen guten Kaffee und eine heiße Bratwurst. Er ist einer der ganz wenigen Frankfurter Gastronomen, die das noch anbieten - wenn auch unter erschwerten Bedingungen: Meinen Kaffee und meine Bratwurst darf ich nur draußen geniessen - aber immerhin.


Interessant ist die neue Gutschein-Idee, die der Gastronom jetzt anbietet in der Corona-Krise: Kunden können ab sofort bei Wupi einen Gutschein erwerben im Wert von 10 Euro. Den kann man nach und nach verbrauchen, z.B. gibt es dafür insgesamt 10 Kaffees oder 5 Bratwürste.
Aber man kann auch mehrere Gutscheine erwerben, um sie zu verschenken. Oder man löst sie nach der Corona-Krise irgendwann später ein.
Wie auch immer: Es ist eine kleine Idee, um die große Krise zu überstehen. Jeder kann Wupi oder einen anderen Gastronom solidarisch unterstützen!

Am Donnerstag, den 02. April 2020, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Videobotschaft zur Corona-Epidemie uns alle dazu aufgerufen, unseren Lieblingsläden Gutscheine abzukaufen. Hiermit empfehle ich einen Gutschein-Kauf bei Wupis Imbiss im Frankfurter Stadtwald:


Unter dem Titel "Brandenburg hält zusammen" bündelt das Märkische Medienhaus aktuelle Hilfsangebote und Informationen aus dem Land Brandenburg. Auf der Homepage zusammen.moz.de können sich zum Beispiel Brandenburger Firmen darstellen und damit auf sich aufmerksam machen.
Auch zu Wupis Imbiss ist dort ein informativer Text eingetragen.


 8.  Wie reagieren künftig TV-Anstalten in ihren Talkrunden auf die Erfahrungen dieser Corona-Krise? Werden sie nun endlich auch mal systemrelevante Menschen einladen? Sind Schauspieler, Musiker und diverse Künstler, die bisher zu diesen Talkrunden eingeladen wurden, wirklich wichtig für die Gesellschaft? Warum gab es bisher keine Müllmänner, Supermarkt-Kassiererinnen, LKW-Fahrer und andere systemrelevante Menschen in den zahlreichen TV-Talkrunden? Wie nachhaltig wird sich die Corona-Krise auf diese TV-Sendungen auswirken? Ich bin gespannt, wie die TV-Anstalten reagieren oder ob der bisherige TV-Trott weitergeht mit diversen Selbstdarstellungen von z.B. nicht systemrelevanten Schauspielern etc.?