31.03.2012

Slubice plant keine Straßenbahn

Begonnen hat die Kontroverse "Bus contra Bahn" unter anderem auch mit meiner öffentlichen Initiative "Pro Bus contra Bahn" im September 2005.
Die MOZ berichtete damals darüber = [MOZ-Artikel lesen]

Teil meiner Initiative war die Schaltung mehrerer privater Kleinanzeigen in der "Märkischen Oderzeitung" und im "Oderlandspiegel":


Speziell für die Initiative "Pro Bus contra Bahn" richtete ich im Sommer 2005 die Internet-Adresse "www.keine-bahn.de" ein. Nach der Abstimmung konnte ich sie wieder abschalten, denn eine sehr deutliche Frankfurter Bürger-Mehrheit von 82,99 Prozent entschied sich am 22. Januar 2006 gegen den Bau einer grenzüberschreitenden Tram-Linie!
Hier ist das offizielle Wahlergebnis vom 23.01.2006 als PDF abrufbar!
Auch mit Hilfe meiner privaten Bürger-Initiative kam der Abstimmungserfolg!

Am 22. März 2012 meldete die "Märkische Oderzeitung", dass der Bau einer grenzüberschreitenden Straßenbahnlinie in weite Ferne gerückt sei. Slubices Vize-Bürgermeister Piotr Luczynski sagte, das Vorhaben sei für Slubice nicht finanzierbar. Man wolle stattdessen einen Bus = [MOZ-Artikel lesen]

Am 26. März 2012 druckte die "Märkische Oderzeitung" diesen Leserbrief von mir:

Eine gute Entscheidung
Die Bürgerinitiative "Pro Bus contra Tram" begrüßt die Entscheidung der Slubicer Politiker. Zwar gab es dort bis heute ein langes Hin und Her einschließlich eines teuren, aber überflüssigen Gutachtens, aber die Slubicer Entscheidung ist richtig und konsequent. Slubice ist überschuldet. Frankfurt hat 2006 mit 83 Prozent gegen das Tram-Projekt gestimmt. Die Einrichtung und der Unterhalt einer Tramlinie ist ein teures Prestige-Objekt. Leider missachten sowohl der Frankfurter OB als auch viele Stadtverordnete noch immer den mehrheitlichen Bürgerwillen, der im Januar 2006 zum Ausdruck kam.
Roland Totzauer

Am 31. März 2012 veröffentlichte die Wochenendzeitung "Der Oderlandspiegel" meinen Leserbrief:

Hier in Frankfurt (Oder) ist eine Bürger-Mehrheit immer noch auf der Suche.
Gesucht werden auch 2012 immer noch Demokraten (demokratische Parteien und demokratische Politiker), die das 83-Prozent-Mehrheitsvotum der Frankfurter Bürgerschaft vom 22.01.2006 gegen eine grenzüberschreitende Straßenbahn anerkennen, respektieren und in praktische Politik umsetzen!
Gesucht werden auch 2012 in Frankfurt immer noch Demokraten (demokratische Parteien und demokratische Politiker), die das Abstimmungsergebnis der Slubicer Bürgerbefragung vom Herbst 2011 gegen eine grenzüberschreitende Straßenbahn anerkennen, respektieren und in praktische Politik umsetzen.
Leider wurden solche Politiker in Frankfurt bisher noch nicht gefunden bzw. sie haben sich bisher noch nicht zu erkennen gegeben - deshalb wird sich Politikverdrossenheit und Entfremdung zwischen Politikern und Bürgermehrheit leider immer noch weiter verfestigen und vertiefen. Wir suchen weiter ...
Roland Totzauer

Nach der Veröffentlichung der Abstimmungs-Ergebnisse Ende Januar 2006 schaltete ich diese private Kleinanzeige in der "Märkischen Oderzeitung" und im "Oderlandspiegel":

Die Internet-Adressen www.keine-bahn.de sowie www.rotofo.de/83prozent werden durch die Abstimmungs-Ergebnisse in Frankfurt und Slubice nicht mehr benötigt. Die Slubicer Bürger und Politiker haben sich eindeutig für die grenzüberschreitende Buslinie und gegen eine Straßenbahn ausgesprochen. Deshalb habe ich die Inhalte gelöscht. Der Web-Link www.rotofo.de/83prozent leitet direkt weiter auf diesen Blog-Artikel "Slubice plant keine Straßenbahn".

1 Kommentar:

  1. Anonym20.6.12

    Eigentlich kommt der Inhalt dieser Information nicht wirklich überraschend. Der Vorgänger des jetzigen Slubicer Bürgermeisters und der Vorgänger des jetzigen Frankfurter Oberbürgermeisters tragen für diese Situation die Hauptverantwortung. Verantwortlich sind aber natürlich auch die SVV-Mitglieder beider Parlamente. Bereits 2006 hat bei einer Bürgerbefragung eine Frankfurter Bürgermehrheit gegen das Tram-Projekt abgestimmt. Trotz dieser Ablehnung und trotz zahlreicher Warnungen haben die Stadtverordneten dieses Gutachten in Auftrag gegeben. Jetzt ist es an der Zeit, von den Abgeordneten zu fordern, daraus die Konsequenz zu ziehen und Verantwortung zu übernehmen, indem sie aus eigener Tasche die Gutachterkosten bezahlen. Das bedeutet folgende Rechnung:

    180.000 Euro / 46 Frankfurter Abgeordnete = 3.913 Euro!

    Werte Abgeordnete, bitte zahlen Sie jeder 3.913 Euros in die Stadtkasse ein!

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