02.01.2012

Heimatkundliche Radwanderungen 2012

Viele Frankfurter und Gäste haben sich zum Jahreswechsel 2011/2012 die eine oder andere
persönliche Veränderung im neuen Jahr vorgenommen. All jenen, die 2012 mehr
für ihre Gesundheit und für ihre Fitness tun wollen, mache ich sechs Angebote in Form von sechs heimatkundlichen Radwanderungen rund um Frankfurt (Oder) und Slubice! Es sind sechs Einladungen zu noch mehr Bewegung und zum intensiveren Kennenlernen der Frankfurter Umgebung aus der besonderen Fahrradsattel-Perspektive.

Drei der Touren führen durch Ostbrandenburg, drei führen durch Westpolen.
Pro Radwanderung plane ich durchschnittlich 40 Kilometer ein.
Das geplante Tempo ist geeignet für Radfahrer, die auch in ihrem normalen Alltag regelmäßig ihr Rad benutzen.

Dis sind meine Radtour-Ziele an jedem 4. Mittwoch von April bis September 2012:

25. April = Ehemalige Papierfabrik Pulverkrug bei Kunice (Westpolen)
23. Mai = Mühlenfließ zwischen Zeschdorf und Treplin (Ostbrandenburg)
27. Juni = 3-Seen-Tour: Suleksee, Bischofsee, Ranchsee (Westpolen)
25. Juli = Tierfriedhof auf dem Zeisigberg Müllrose (Ostbrandenburg)
22. August = Kowalow & Lisow (Westpolen)
26. September = Rotfließsee & Jägerhaus (Ostbrandenburg)

Mehr Informationen zu den Radtouren gibts im Netz: www.rotofo.de/2012

Wir starten als Gruppe stets gegen 10 Uhr am Comic-Brunnen auf dem oberen Brunnenplatz Frankfurt (Oder). Die Teilnahme ist für alle Radfahrer kostenlos, erfolgt aber immer auf eigene Gefahr! Notwendig ist ein verkehrstüchtiges Rad sowie eine ausreichende Kondition. Ich bereite mich auf die neuen Radtouren vor, indem ich seit vielen Jahren von Januar bis Dezember für die Erledigung meiner Angelegenheiten innerhalb der Stadt permanent mein Rad benutze. Auch dazu fordere ich alle auf, denen neben dem Gesundheitsaspekt beim Radfahren auch der Umweltaspekt wichtig ist!

Ein gesundes neues Jahr wünscht Roland Totzauer aus Frankfurt (Oder).
Wir sehen uns unterwegs - auf dem Fahrradsattel!

31.12.2011

Meine Radfahrer-Statistik 2011

Das Jahr 2011 beendet heute sein Dasein. Am 01. Januar 2012 beginne ich wieder mit der nächsten Radfahrer-Jahres-Statistik.
Von 01.01.2011 bis heute (31.12.2011) habe ich mit meinem 21-Gang-Crossrad insgesamt 4.347 Kilometer geschafft. Dafür brauchte ich 227 Stunden und 09 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Einzel- und Gruppen-Radtouren zusammen beträgt etwa 19,14 km/h. Die Gesamt-Kilometer erreichte ich durch 81 Tages- bzw. Halbtagestouren rund um Frankfurt/Oder und Slubice. Im statistischen Durchschnitt schaffte ich in jedem Monat des Jahres 2011 etwa 362 Rad-Kilometer. In den Jahren 2007 bis 2010 kam ich zwar auf mehr Kilometer, aber so ist das Leben: es geht mal hoch und mal runter (mit den Kilometerzahlen). Vielleicht ist der wechselhafte Sommer 2011 daran Schuld? Ein wichtiger Fakt sei hier noch hinzugefügt: Mit meinem einfachen 3-Gang-Stadtrad bin ich fast täglich in Frankfurt und Slubice unterwegs. Addiere ich meine Crossrad-Kilometer mit den Stadtrad-Kilometern zusammen, habe ich auch in diesem Jahr wieder die 6.000-Kilometer-Marke locker mit beiden Fahrrädern überquert!

In meine Jahres-Statistik 2011 gingen u.a. auch wieder sechs öffentliche Gruppentouren ein, die zwischen April und September für und mit radfahrenden Interessenten stattfanden und auch 2012 wieder stattfinden werden! Neben dem Fitness-Aspekt steht bei diesen öffentlichen Gruppentouren vor allem der heimatkundliche Aspekt im Vordergrund. Als Tourziele wähle ich interessante Orte links und rechts der Oder.

Viele meiner Radtouren habe ich auch 2011 wieder per GPS-Gerät erfasst und in zwei Internet-Portalen veröffentlicht. Eine der längsten Tagestouren unternahm ich im Juli 2011: Von Frankfurt/Oder bis nach Swiebodzin waren es genau 95 Kilometer! Jeder, der im Besitz eines GPS-Gerätes ist, kann sich von dieser und anderen Touren die dazugehörenden gpx-Dateien und Tour-Informationen hier herunterladen:

1. GPS-Tour.info
2. GPsies.com

Ich wünsche dabei viel Erfolg!

Radelnde Interessenten sind auch 2012 wieder gern willkommen an jedem 4. Mittwoch von April bis September bei den kostenlosen Radtouren rund um Frankfurt und Slubice. Wir treffen uns stets um 10 Uhr auf dem oberen Brunnenplatz am Comic-Brunnen! Teilnahme-Bedingungen sind nach wie vor: Ein verkehrssicheres Fahrrad, eine Radfahrer-Kondition für 40-km-Touren sowie der dazugehörende Wille, auch mal zu schwitzen beim gemeinsamen Radfahren. Alle Bewegung, alle Freiheit beginnt mit einer positiven Einstellung im Kopf!

15.04.2011

83 % sind gegen eine Straßenbahn nach Slubice

In Frühjahr 2011 wird erneut ein Gutachten über ein geplantes grenzüberschreitende Straßenbahnprojekt veröffentlicht. Es ist also wieder soweit, sich jetzt zu diesem Thema politisch laut zu äußern. Ich rufe dazu alle Frankfurter auf, die am 22.01.2006 bei der ersten Bürgerbefragung gegen dieses Tram-Projekt gestimmt haben (rund 83 %) und bitte auch alle anderen Frankfurter, die sich damals nicht an der Abstimmung beteiligten: Erheben Sie jetzt ihre Stimme!

1. Schicken Sie E-Mails mit Ihrer Meinung an Frankfurter Pressemedien (z.B. MOZ, Oderland-Spiegel, Blickpunkt u.a.), an die Frankfurter Parteien bzw. an die SVV-Fraktionen und an den Frankfurter OB Martin Wilke. Schreiben Sie Leserbriefe und sprechen Sie die Stadtpolitiker direkt auf der Straße an.

2. Nutzen Sie für Ihren Protest eigene Contra-Argumente!

3. Fordern Sie die Akzeptanz des Ergebnisses vom 22. Januar 2006!

4. Verweisen Sie auf den Leserbrief des Herrn Dezernenten Markus Derling, veröffentlicht im Oderland-Spiegel vom 03.10.2009. Herr Derling (CDU) bekräftigt darin seine Kritik an den Plänen für eine grenzüberschreitende Straßenbahn nach Slubice. Er fordert eine zweite Bürger-Abstimmung.

5. Verweisen Sie auf die Meinung von Herrn Pawel Slawiak von der Vereinigung der Slubicer Markthändler, veröffentlicht im "Märkischen Markt" vom 08.02.2006.

6. Verweisen Sie auch auf das Interview mit dem Slubicer Bürgermeister Tomasz Ciszewicz in der MOZ vom 12. Januar 2011!

Roland Totzauer
Kulturarbeiter aus Frankfurt (Oder)

28.02.2011

Statistikzahlen als Basis für Entscheidungen

Mein Kommentar zu einem MOZ-Artikel vom 18.02.2011:
"Frankfurts Kultur lag ihm sehr am Herzen"
(Letztes Interview mit Peter Wolfshöfer)


Die Methode, die der verstorbene Kulturmanager Peter Wolfshöfer in seinem letzten MOZ-Interview beschreibt, habe ich vor 31 Jahren als Thema meiner studentischen Abschlussarbeit gewählt. Es ging mir damals um den Vergleich kultureller Einrichtungen auf der Basis statistischer Kennzahlen (Besucherzahlen, Platzkapazitäten, Finanzausgaben, Finanzeinnahmen...).
Meine Abschlussarbeit fristet heute das Schicksal der meisten studentischen Abschlussarbeiten: Sie zerfällt in irgendeinem Archiv langsam zu Staub. Damals habe ich die Zahlenkolonnen mühsam mit Papier, Bleistift und Taschenrechner ausgewertet.
Heute kann jeder Besitzer eines Personalcomputers mittels eines Tabellenkalkulationsprogramms (z.B. Excel) viele Kennzahlen sehr schnell auswerten, sie in unterschiedliche Verhältnisse setzen und die Ergebnisse optisch sichtbar machen mit 3D-Diagrammen und Kurven.
Sowohl in der Frankfurter Stadtverwaltung als auch in den Frankfurter SVV-Fraktionen arbeiten heute Menschen, die diese kleine Denksportaufgabe am PC bewältigen können. Die Ergebniszahlen sollten jedoch ohne Ideologie/Propaganda interpretiert werden. Die errechneten Werte bilden eine sachliche Basis für die noch immer nicht getroffene Entscheidung: Welche kulturelle Infrastruktur wollen wir in Frankfurt erhalten bzw. entwickeln?

17.02.2011

Meine Meinung: Keine Tram nach Slubice!

Trotzdem das Tram-Gutachten lt. MOZ-Artikel (Februar 2011) eine angeblich positive Tendenz aufweisen wird, sollte man dieses Gutachten nicht überbewerten. Es gibt unter vielen Frankfurter Politikern/Bürgern eine Tendenz, dieses Straßenbahn-Projekt zu beerdigen. Offiziell wird noch die neutrale Marschrichtung gegangen, um nicht vor Veröffentlichung des Gutachtens eine deutsch-polnische Verstimmung zu provozieren. Inoffiziell sind sich jedoch die Frankfurter und Slubicer Rathausspitzen & Bürgermehrheiten längst einig, dass dieses Projekt nicht realisiert wird. Angesichts der bisherigen Entwicklung wird maximal eine Buslinie über die Oderbrücke fahren. In Görlitz wird dies übrigens bereits seit Jahren praktiziert! Ich verweise hier noch einmal auf die Meinung vom Frankfurter Dezernent Markus Derling, die am 23.09.2009 in der Märkischen Oderzeitung teilweise veröffentlicht wurde. Wer diese MOZ-Ausgabe nicht mehr in seinen Archiv hat, kann sich die komplette Derling-Meinung, die am 03.10.2009 im Oderlandspiegel abgedruckt wurde, von mir per E-Mail zuschicken lassen.

Hochinteressant ist der MOZ-Artikel vom 22.03.2012 unter der Überschrift "Slubice plant vorerst ohne Straßenbahn", in dem u.a. folgende Passage zu lesen ist:

"Slubices stellvertretender Bürgermeister Piotr Luczynski hatte am Dienstagabend bei einer Sitzung im Slubicer Rathaus deutlich gemacht, dass die Kommune aufgrund finanzieller Schwierigkeiten auf den Bau einer Straßenbahnlinie verzichten wolle. "Wir hätten gern sehr viel, aber wir müssen auch mit unseren Kräften haushalten", sagte er. Selbst bei einer aus Brüssel avisierten Förderung von 85 Prozent sei das Vorhaben für die Stadt nicht finanzierbar. Slubice halte nach wie vor an einer grenzüberschreitenden Buslinie fest. Die zunächst gemeinsam mit Frankfurt verfolgte Doppelstrategie, zunächst den Bus und dann die Tram fahren zu lassen, sei für Slubice vom Tisch".

Mit dieser Aussage zeigt Slubice Frankfurts Tram-Befürwortern eine rote Karte.
Diesen MOZ-Artikel kann man hier als PDF-Datei anschauen und herunterladen.

15.10.2008

Geldmarktkrise und Gerechtigkeit

Um eine gerechte Gesellschaft zu gestalten, sind vor allem zwei Schritte notwendig: 1. Verstaatlichen bzw. Vergenossenschaftlichen der großen Privatbanken. 2. Abschaffung des Erbrechts. Vererbt bzw. geerbt werden darf nur bis zu einem bestimmten Wert, der zum Beispiel bei 500.000 Euro liegen könnte. Alle Beträge darüber fliessen ein in regional kontrollierte Stiftungen und Sozialprojekte. Ohne Riesenerbschaften verschwinden allmählich die großen sozialen Unterschiede. Es würde bald keine Superreichen mehr geben. Ich bin mir bewusst, dass niemand freiwillig von seinem Erbe abgibt. Da muss eine knallharte Regelung her, die auch knallhart umgesetzt wird = Zwang im Namen einer gerechten Gesellschaftsform, aber ohne die Fehler des stalinistischen Erbes zu wiederholen. Ganz wichtig dabei: Demokratie und Meinungsfreiheit!

25.10.2007

Frankfurt (Oder) hält einen traurigen Rekord in Brandenburg

Am 22.09.2007 meldete dpa/mbo/moz:
"Die ärmsten Kinder Brandenburgs leben in Frankfurt (Oder). Dies geht aus einer Studie der Agentur für Arbeit vom Juni 2007 hervor, die der Deutsche
Kinderschutzbund (DKSB) anlässlich des Weltkindertages veröffentlicht hat. Als arm gelten diejenigen Kinder, die in einem Haushalt leben, dem monatlich weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens, 938 Euro, zur Verfügung steht. In Frankfurt (Oder) betrifft dies 30 Prozent der Kinder unter 18 Jahren! ..."

08.10.2007

Zum Dokumentarfilm „Volkseigener Krause“

Erstmals hat ein Dok-Film einer Wessi-Frau fast 700 grauhaarige Frankfurter in der Marienkirche dazu gebracht, sich in einer öffentlichen Gruppentherapie-Sitzung mit ihrer DDR-Vergangenheit zu beschäftigen. Diese Veranstaltung hat vor allem eines gezeigt: Nur durch 25jährige Selbstverleugnung und Totalanpassung an das herrschende SED-Regime konnte der halbgebildete Herr Krause diese Funktion ausüben. Bekannt ist, dass Herr Krause lediglich eine Parteihochschule von innen gesehen hat. Bekannt ist eben auch, dass in den Reihen von DDR-Funktionsträgern eine Krankheit stark grassierte: der Alkoholismus. Der Leiter des Büros Krause war dafür z.B. bekannt und berüchtigt. Nur mit starken Getränken haben viele dieser SED-Parteigänger jene Widersprüche und Missverhältnisse ausgehalten, die letztendlich trotzdem das System DDR zum Einsturz brachten. Viele Familienmitglieder haben in der DDR unter dieser Krankheit mitgelitten. Bekannt ist z.B., dass ein Sohn des Herrn Krause an den Widersprüchen seines angepassten Vaters verzweifelt ist und ein stadtbekannter Trinker war.

Enttäuschend ist die Naivität der Wessi-Regisseurin, die lediglich symbolhafte Orte ausgewählt hat, um Herrn Krause eine Plattform zur Selbstdarstellung zu bieten. Verständlich deshalb die Enttäuschung vieler Besucher, die ihre Erwartungen an den Film getäuscht sahen. Andere Zuschauer zeigten bei der Film-Präsentation, was sie noch immer am meisten verdrängen: die DDR-Wirklichkeit.

2007 druckte der Oderlandspiegel meine Meinung als Leserbrief!

Bodenwellen als Denkanstöße!

Welch ein Aufschrei der Autofahrer würde durch das Land Brandenburg hallen, wenn die Autostraßen so voller Bodenwellen wäre, wie viele der alten und auch nach der Wende gebauten Radwege. Dem Finanzminister würden die Ohren klingen. Aber ein Argument sollte in die Debatte einfließen: Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 4,4 Millionen Fahrräder gebaut und verkauft. Hinter jedem Radfahrer steht ein großer Industriezweig mit tausenden Arbeitsplätzen in Produktion und Verkauf. Das Fahrrad ist nicht nur ein "Freizeitvehikel", sondern wie das Auto auch ein täglich genutztes Verkehrsmittel. Auch unter diesem Blickpunkt sehe ich die Diskussion und die Debatte rund ums Rad. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und steigender Benzinpreise werden sowieso über kurz oder lang viele Autofahrer aufs Fahrrad "umsatteln". Wahrscheinlich werden bis dahin viele neue Bodenwellen die Brandenburger Radwege "zieren".

Solidarität mit Tallinn notwendig

Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges ist meiner Meinung nach jetzt die Zeit herangekommen, auch in Frankfurt (Oder) so konsequent zu handeln wie vor kurzem in Tallinn (Estland):

In Frankfurt sollte das marode sowjetische Kriegerdenkmal auf dem städtischen Anger an der Walter-Korsing-Straße abgebaut und dafür eine würdige Gedenkstelle auf dem städtischen Friedhof in weniger monströser Art errichtet werden.

Danach kann man den Anger tatsächlich wieder in seinen ursprünglichen Zustand als städtische Parkanlage herstellen. Ich bin mir sicher, dass diese Umgestaltung langfristig gesehen beschlossen werden wird. Wenn nicht durch die jetzigen politischen Verantwortlichen, dann eben durch eine der nächsten Stadtverordnetengenerationen.

Die Zeit der sowjetischen Besatzung ist 1994 offiziell beendet worden. Nur in dieser Besatzungszeit war das Errichten des inzwischen maroden Besatzerdenkmals auf dem Frankfurter Anger möglich. Ich bewundere den Mut der Tallinner Politiker, die eine Auseinandersetzung nicht gescheut und sich letztendlich durchgesetzt haben. Solch einen Mut wünsche ich mir von heutigen deutschen Politikern in ganz Ostdeutschland.