27.01.2019

Barberini-Exkursion Januar 2019

Am 26. Januar 2019 nahm ich an der 138. Exkursion des Frankfurter Kunstvereins teil. Tagesziel war das Potsdamer Museum Barberini, in dem diese drei Ausstellungen zu sehen waren:
  1. Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross
  2. Götter des Olymp. Aus der Dresdner Skulpturensammlung
  3. Nolde, Feininger, Nay - Vom Expressionismus zum Informel

Ausstellung Nr. 1
(Geöffnet von 17. November 2018 bis 17. Februar 2019)

Henri-Edmond Cross (1856–1910) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus. Gemeinsam mit seinem Freund und Künstlerkollegen Paul Signac entdeckte er die Côte d’Azur für die Malerei. Zwischen den Impressionisten um Claude Monet und den Vorreitern des Expressionismus um Henri Matisse markiert sein Œuvre eine entscheidende Etappe auf dem Weg zur Wertschätzung der Farbe als einem autonomen Gestaltungsmittel und damit in Richtung der Abstraktion. In Deutschland wurde er früh als ein Vorreiter der Moderne gefeiert. In Zusammenarbeit mit dem Musée des impressionnismes in Giverny zeigt das Museum Barberini die erste Retrospektive, die Cross an einem deutschen Museum gewidmet ist. Neben seiner herausragenden Rolle innerhalb der neoimpressionistischen Bewegung nimmt sie seinen Einfluss auf die spätere Entwicklung der französischen Avantgarde in den Blick und beleuchtet Cross’ Bedeutung als einer der großen Pioniere der Malerei des 20. Jahrhunderts.

Um 1900 galt Cross als einer der bedeutendsten Vertreter der französischen Avantgarde und war für seine lichtdurchfluteten Darstellungen der Riviera bekannt. Die groß angelegte Retrospektive umfasst zahlreiche neoimpressionistische Meisterwerke aus einigen der bedeutendsten Museen der Welt, darunter Leihgaben aus dem Musée d’Orsay in Paris, der National Gallery of Art in Washington, dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Museum of Fine Arts in Houston und der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Schlüsselwerke aus internationalen Privatsammlungen, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

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Ausstellung Nr. 2
(Geöffnet von 17. November 2018 bis 17. Februar 2019)

Für die Menschen im antiken Griechenland zeigten kunst- und eindrucksvoll ausgearbeitete Statuen die Gegenwärtigkeit der Götter an und symbolisierten Machtfülle oder ideale Schönheit. In der römischen Kaiserzeit, als Bildhauer die griechischen Vorbilder kopierten, vermittelten die Skulpturen eine Aura von Bildung und Gelehrsamkeit. Noch heute strahlen diese Werke Würde und Anmut aus. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen der bedeutendsten Bestände antiker Skulpturen in Deutschland. Aus der umfangreichen Sammlung präsentiert das Museum Barberini antike Bildwerke, die die wichtigsten Götter des griechischen Olymps darstellen – darunter Statuen, die so prominent sind, dass sie nach ihrem Standort benannt sind, wie der „Dresdner Zeus“. Die Meisterwerke zeigen die Entwicklung griechischer Bildhauerkunst und veranschaulichen die antike Mythologie mit ihren Göttergeschichten und den Konventionen ihrer Darstellung.

August der Starke, Kurfürst von Sachsen, König von Polen und Großfürst von Litauen, hat die Dresdner Skulpturensammlung begründet, und mit den Göttern hat er die Helden und Tugendvorbilder am Hof versammelt. Die Büste des Ares und die Hermes-Herme erhielt er als Geschenk des Königs in Preußen, Friedrich Wilhelm I. Nach fast 300 Jahren finden diese Werke ihren Weg zurück nach Potsdam, bevor sie im renovierten Semperbau in Dresden ihre dauerhafte Aufstellung finden werden.


Ausstellung Nr. 3
(Geöffnet von 09. Juni 2018 bis 10. Februar 2019)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in der Kunst zahlreiche avantgardistische Strömungen. Die Maler der Brücke waren die ersten, die auf die Kraft der Farbe setzten. Das Bauhaus arbeitete an einer neuen Farbtheorie. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg galt die Farbe als Mittel des künstlerischen Selbstausdrucks. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden diese Künstler verfemt, aber ihre Werke prägten die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Die Maler der 1905 in Dresden gegründeten Künstlervereinigung Brücke setzten auf den freien Umgang mit Form und Farbe, um einen „unmittelbaren und unverfälschten“ Ausdruck zu erzielen, wie sie in ihrem Programm formulierten. Emil Nolde trat der Gruppe 1906 für ein Jahr bei, denn auch ihn begeisterten starke, unvermischte Farben, bewegter Pinselstrich und das Ursprüngliche. Durch den konsequenten Einsatz dieser Mittel entstand der Expressionismus in Deutschland. Für Wassily Kandinsky, der die Neue Künstlervereinigung München und später den Blauen Reiter mitbegründete, sollten die seelischen Empfindungen des Einzelnen aus den Formen und Farben zum Betrachter sprechen. Seine Bilder spiegeln die Entwicklung vom Expressionismus zur abstrakten Kunst wider.

Nach der Auflösung der Brücke 1913 entwickelte sich der Stil ihrer Mitglieder unabhängig voneinander weiter. Max Pechstein, Brücke-Mitglied von 1906 bis 1912, etablierte sich nach dem Ersten Weltkrieg als Landschaftsmaler. Im Jahr 1918 gründete sich in Berlin die Novembergruppe. Neben Max Pechstein gehörten ihr Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Willi Baumeister an. Sie besprachen die Gründung einer neuen Schule. Sie sollte die Tradition des Deutschen Werkbundes und der Werkstätten in Weimar fortsetzen. Dort gründete Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus als Kunstschule.
Während der Zeit des Nationalsozialismus war die Kunst der Moderne in Deutschland verfemt. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die Strömung des Informel, deren künstlerisches Prinzip gegenstandslose und nichtgeometrische Abstraktion war.
1949 gründeten der Wortführer der Abstrakten, Willi Baumeister, und der Bauhaus-Schüler Fritz Winter in München die Gruppe der Ungegenständlichen, die sich ein Jahr später in ZEN 49 umbenannte. Künstlerisches Anliegen war die Unmittelbarkeit des Malakts und die Einheit von Malerei und Natur im künstlerischen Prozess, die in der Rezeption des Zen-Buddhismus gründete.


25.01.2019

Eisgang auf der Oder am 25.01.2019

Heute stand ich auf Wunsch eines Berliner Radfahrers am Ufer der Oder, um den Eisgang auf dem Fluss zu beobachten. Seine Frage lautete: Ist auf der Oder bereits nennenswerter Eisgang zu sehen? Lohnt es sich, dafür extra von Berlin mit der Bahn nach Frankfurt an die Oder zu kommen? In den letzten Tagen lagen die Tages- und Nachttemperaturen unter Null Grad. Auf dem Fluss trieben bereits kleinere und größere Eisschollen:


Das Wetter-Vorhersage-Diagramm vom 25.01.2019 (18 Uhr) kündigt für die kommenden Tage Tauwetter an. Damit ist das Schicksal der aktuellen Oder-Eisschollen besiegelt!

Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Deshalb gibt´s als Zugabe dieses Video vom 25.01.2019:


08.01.2019

Warnung vor Smartphones

Am Samstag, dem 05.01.2019, veröffentlichte die Märkische Oderzeitung in ihrem Wochenend-Journal einen bemerkenswerten Artikel.
Unter der Überschrift "Schweizermesser unserer Zeit" beschäftigt sich der Artikel-Autor Welf Grombacher mit Erkenntnissen des Hirnforschers und Psychiaters Manfred Spitzer und dessen Buch "Die Smartphone-Epidemie: Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft". Das Buch erscheint im Verlag "Klett-Cotta" und kann dort bestellt werden.

Das WDR-Fernsehen veröffentlichte am 16.01.2019 einen 43-Minuten-Dok-Film, der eine Smartphone-Suchtgefährung anhand von Beispielen anschaulich zeigt:

Video: "Die Story: Wie uns soziale Medien abhängig machen"
Der Film steht noch bis zum 16.02.2020 in der Mediathek zum Anschauen bereit.

Übrigens: Ich habe kein Smartphone, sondern nutze nur ein älteres Handy! Aber ich nutze Fahrräder, auf denen ich täglich unterwegs bin!

Hier stelle ich eine Digital-Kopie des MOZ-Artikel bereit.
Bitte die Bilder anklicken, dann erscheinen sie in lesbarer Größe!


Interessant ist auch eine Meinung des Internet-Aktivisten Jaron Lanier.
In seinem fünften Buch fordert der Informatiker dazu auf, die sozialen Netzwerke zu verlassen. Seine Meinung begründet er in einem Interview des Deutschlandfunks.
In einem späteren Interview mit dem Deutschlandfunk fordert er "Schluss mit der Umsonst-Kultur im Netz!". Dieses Interview kann hier auf der Homepage des Deutschlandfunks im Wortlaut gelesen oder in der englischen Originalversion nachgehört oder als mp3 herunterladen werden!
Die WELT informiert ebenfalls über das Smartphone-Thema.

03.01.2019

Kultur-Skandal

Wertvolle Gedenktafel verschwunden!

Am 09. Mai 1843 wurde in Frankfurt (Oder) der bedeutende Historienmaler Anton von Werner geboren. Seine Familie wohnte u.a. in der Forststraße 3. Sein bekanntestes Bild ist "Die Proklamation des Deutschen Kaiserreiches". Eine Bildvariante hing bis 1945 in Frankfurt (Oder).

Anlässlich seines 150. Geburtstages wurde am 09.05.1993 am Standort seines Wohnhauses Forststraße 3 durch den damaligen OB W.Pohl eine Gedenktafel enthüllt. An dieser Enthüllung nahm ich damals als SVV-Abgeordneter teil.

Inzwischen sind 25 Jahre vergangen. Im Jahr 2018 jährte sich der Geburtstag des Malers Anton von Werner zum 175. Mal! Diesen 175. Geburtstag nahm ich zum Anlass und suchte die Gedenktafel mit der Absicht, sie in meine Stadtwanderung Nr. 15 einbinden zu wollen. Ich radelte in die Forststraße und suchte und suchte: Die Tafel war verschwunden!

Auf meine Nachfrage beim Stadtarchiv Frankfurt (Oder) erhielt ich die Antwort, dass "das Stadtarchiv vor einigen Jahren schon feststellte, dass die Tafel verschwunden war. Die Wohnungswirtschaft versprach, eine neue Tafel zu sponsern, bisher blieb es leider beim Versprechen."

Vernichtete im Zuge von Sanierungsarbeiten die Frankfurter Wohnungswirtschaft GmbH in der Forststraße die wertvolle Gedenktafel? Warum verschwand sie? Wurde sie gestohlen?
  • Ich fordere alle Politiker unserer Stadt auf, sich für die Rückkehr dieses Stadtdokuments einzusetzen!
  • Ich fordere die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) auf, unverzüglich in der Forststraße die alte oder eine neue Gedenktafel anzubringen!
  • Ich fordere alle Pressemedien in und um Frankfurt (Oder) auf, diesen Kultur-Skandal öffentlich zu thematisieren!
  • Ich fordere die Frankfurter Bürger auf, gegen diesen Kultur-Skandal öffentlich zu protestieren und die Rückkehr der Tafel zu verlangen!
  • Ich fordere den Frankfurter Oberbürgermeister auf, sich in dieser Angelegenheit für das Geschichtsdokument einzusetzen: Die alte Tafel oder eine neue Gedenktafel gehört zurück in die Forststraße 3!

Meine Mailaktion ist in der Stadt angekommen. Sie hat bereits Wellen geschlagen. Offensichtlich war meine Skandalisierung dahingehend erfolgreich, dass nun plötzlich Bewegung in die Angelegenheit gekommen ist. Es soll eine neue Tafel geben! Na bitte - aber warum müssen erst viele Jahre verstreichen? Der Aufschrei "Kulturskandal" wirkt! Jetzt haben wieder ein paar Frankfurter den Frankfurter Maler Anton von Werner bewußt als Sohn dieser Stadt zur Kenntnis genommen.
Als vor einigen Jahren Bronzeplaketten an der Kleist-Statue im Gertraudenpark gestohlen wurden, gab es in der MOZ ein riesiges Echo mit Fotos und Diskussionen. Hoffentlich wachen die Frankfurter Journalisten nun auch im Fall der verschwundenen Gedenktafel auf. Ansonsten hege ich den Verdacht, dass hier in der Stadt Kultur mit zweierlei Maß gemessen wird.

Nachtrag am 17.09.2019

Über die neueste Entwicklung in dieser Angelegenheit informiere ich in meinem Blog-Artikel vom 17.09.2019

31.12.2018

Silvestertour 2018

Es hat bereits eine lange Tradition, dass der Frankfurter Verein Tripoint e.V. am letzten Tag des Jahres vormittags um 10 Uhr in den Frankfurter Ortsteil Güldendorf einlädt. Treffpunkt war auch 2018 wieder der Platz vor der Freiwilligen Feuerwehr Güldendorf. Dort starteten Wanderer, Nordic Worker, Läufer und Radfahrer auf verschiedenen Routen zu ihren geführten Silvestertouren.
Danach versorgten die Kameradinnen & Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hungrige und durstige Tour-Teilnehmer mit heißer Bockwurst und heißen Getränken.

Negativ ist mir auch in diesem Jahr wieder die brüllend laute Musik aus der Tonkonserve aufgefallen. Auch dies mag ein Grund dafür sein, dass nach den absolvierten Touren sich die Teilnehmer relativ rasch auf den Heimweg machten. Ein gemütlicher Plausch am Lagerfeuer war bei dieser Lautstärke leider nicht möglich. Der veranstaltende Tripoint-Verein sollte den krachmachenden Töneproduzent einschränken oder ihn ablösen, denn nicht seine, sondern die Ohrenbedürfnisse der Touren-Teilnehmer sollten im Zentrum der Veranstaltung stehen!

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Am 31.12.2018 absolvierte ich die letzten 30 km dieses Jahres.
Meine Kilometer-Bilanz 2018: 6.742 Radkilometer.

28.12.2018

Erinnerungen


Alfred "Ali" Willwohl
12.07.1950 - 07.01.2008


www.rotofo.de/ali



Cordula Sandow
20.05.1957 - 18.01.2011

Cordula ruht seit dem 27.01.2011 auf dem Berliner Friedhof Greifswalder Str. 229.

www.rotofo.de/cordula

08.12.2018

Homepage-Umbau abgeschlossen

Die grauen Tage in den Monaten November und Dezember 2018 motivierten mich positiv: Ich entschloss mich, endlich meine veraltete Homepage umzubauen. Jahrelang war ich mit der Frame-Tabellen-Variante zufrieden. Doch nun packte mich die Lust auf Veränderung.

Mehrere lange Tage und Nächte verbrachte ich vor dem Computer-Bildschirm. Der wichtigste Schritt am Anfang war das Herausarbeiten einer Basis-Layout-Seite. Sobald ich mit dem Ergebnis zufrieden war, ging der Rest der Umbau-Aktion relativ leicht weiter.

Eine programmtechnische Neuerung sind wechselnde Fotos in den Kopfbereichen der meisten Themenseiten, die das Studieren interessanter machen. Viele der verwendeten Kopf-Fotos stammen von mir. Einige fand ich in einer freien Bilddatenbank. Zwei Fotos stammen von den Radfahrer-Freunden Joachim W. und Achim Qu. Die Navigation baute ich in den Kopfbereich der einzelnen Dateien ein. Damit wurden Rahmen (Frames) überflüssig.



So sah meine alte Homepage bis November 2018 aus:


So sieht meine neue Homepage seit Dezember 2018 aus:


Das Ergebnis kann sich jeder rund um die Uhr im Netz anschauen!
Ich wünsche viel Erfolg beim Schauen und Lesen: www.rotofo.de