24.09.2015

Siebente Mittwochstour 2015


Am 23. September 2015 fuhr die "Radgruppe Nr. 1" mit insgesamt 15 Teilnehmern im Rahmen der 7. Mittwochstour nach Polen. Auf einer ruhigen Landstraße radelten wir, von Frankfurt (Oder) kommend, am polnischen Oderufer entlang nach Süden bis Urad. Südlich dieses Dorfes besichtigten wir im Urad-Bruch die Entwässerungsanlagen und testeten die Betonplatten auf dem polnischen Oderdeich. Anschließend erfrischten wir uns nahe bei Urad während einer Verpflegungspause in der Bar "Pod Grusza".


Auf Bitten von drei interessierten Radfahrern/innen, die am Mittwoch, den 23.09.2015, verhindert waren, starteten wir vier quasi als "Radgruppe Nr. 2" am Donnerstag, den 24.09.2015, gemeinsam eine Radtour nach Urad.


Das waren am 23.09.15 und 24.09.15 unsere Streckenorte:
Brunnenplatz Frankfurt (Oder) - Slubice - Swiecko - Rybocice - Kunice - Urad - Urad-Bruch mit Entwässerungsanlagen - Oderdeich - Bar "Pod Grusza" bei Urad - Kunice - Rybocice - Swiecko - Slubice - Frankfurt (Oder).

18.09.2015

Traueranzeige

Mit großem Bedauern und tiefer Erschütterung gebe ich hiermit bekannt, dass sich nach neunjähriger treuer Partnerschaft meine alte PC-Festplatte tragisch von mir verabschiedet hat. Sie verstarb am Donnerstag, den 17.09.2015 gegen 15 Uhr vor meinen Augen. Meine sofortigen Wiederbelebungsversuche blieben ohne positives Ergebnis. Bis zu diesem Zeitpunkt unterstützte sie mich täglich ohne Klagen bei vielen Versuchen, die große weite Welt mit kleinen regionalen Informationen zu versorgen. Ich gedenke ihrer in Würde und in tiefer Trauer.

Bereits einen Tag später gelang es mir, die verstorbene Festplatte mitsamt ihrem in die Jahre gekommenen PC-Gehäuse in einem Fachgeschäft kostenlos zu entsorgen. Ab sofort unterstützt mich ein gebraucht-gekaufter PC namens "User" mit dem alten, aber bewährten Betriebssystem "Win-XP" in meinem täglichen Kampf um diverse Nachrichten und Informationen. Nach meinem stundenlangem Ringen mit den Tücken der Software hat der alte-neue PC inzwischen gelernt, Kontakt mit dem WWW aufzunehmen. Ich bin also wieder im Netz. Dank meiner vor einem Jahr eingeführten Datensicherungs-Strategie mittels einer kleinen externen USB-Festplatte gingen mir beim tragischen Tod meiner alten PC-Festplatte nur ganz wenige Daten verloren. Lediglich einige am 16.09.15 während einer Radtour frisch geschossene Fotos, mein Mail-Adress-Verzeichnis und die Lesezeichen-Sammlung (Bookmarks) verschwanden durch den plötzlichen Festplatten-Crash im PC-Himmel.

Ich wünsche viel Erfolg beim regelmäßigen Sichern der eigenen PC-Daten!

17.09.2015

Rzepin - Boczow - Biberpfad - Liniesee

Momentan bietet der Spätsommer 2015 günstige Radfahrer-Temperaturen. Deshalb verabredeten wir, Frank und ich, relativ kurzfristig eine 75-km-Radtour für den 16. September 2015 zum polnischen Boczow und zurück. Dabei nutzten wir Radwege und Asphaltstraßen, naturbelassene Feld- und Waldwege, Kopfsteinpflaster und Schotterwege. Das Motel Boczow bewirtete uns mit leckeren Piroggen.


Das war am 16.09.2015 unsere 75-km-Strecke:
Brunnenplatz Frankfurt (Oder) - Slubice - Radweg nach Kunowice - Nowe Biskupice - Gajec - Rzepin (Teepause in der Bar "Pod Lipami" - Langer See - Tarnava Rzepinska - Boczow - Lubin - Jerzmianice - Alte Eiche - Biberpfad bei Nowy Mlyn - Linie-See - Schotteriger Waldweg - Kopfsteinpflasterstraße (Autobahn + Bahnstrecke) - Kunowice - Slubice - Frankfurt (Oder).

13.09.2015

NaturKultur und zwei Denkmale

Am 13. September 2015 interessierten mich diese zwei Veranstaltungen:
  • "Tag des offenen Denkmals" in ganz Deutschland;
  • "10 Jahre NaturKultur" im Amt Odervorland.
Aus diesen Angeboten erstellte ich eine Radroute, die 56 Kilometer lang wurde.


Der Tag des offenen Denkmals kommt dank der Initiative vieler Institutionen, Kreise, Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, privater Denkmaleigentümer und Bürgerinitiativen zustande. Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Erste Station unserer kombinierten Denkmal- und NaturKultur-Radtour war die Frankfurter Heilandskapelle und der dazugehörende Friedhof der Kriegsgefangenen. Danach radelten wir entsprechend der obigen Karte die weiteren Tagesziele an: Wir besichtigten u.a. den uns bisher unbekannten "Speicher auf dem Gutshof Falkenhagen". Er befindet sich im Ortszentrum von 15306 Falkenhagen (Mark).
Beschrieben wird der Speicher offiziell so: "Feldsteinmauerwerk und schlichtes Holztragwerk. Vier Ebenen, ca. 800 qm Nutzfläche. Vormals Mühle, dann Getreidespeicher, in der DDR-Zeit Lager, seit 1990 leer. Heutige Gestalt vermutlich aus Mitte oder Ende des 19. Jhs. Teil des Gutshofensembles, bestehend aus Brennerei, zwei Speichern, Stallanlage und Wohnhaus. Nutzung für kreative Berufe beginnt."

An diesem Sonntag gab es dort folgende Aktionen: Die Firma Tauer-Bau GmbH zeigte Arbeiten am Feldsteinmauerwerk, der Künstler Martin Fortunato öffnete sein Atelier und der Galerist Karl Witzleben stellte eigene Holzarbeiten aus.
Die Eigentümerin, Dr. Karin Bähler, und der Falkenhagener Heimatverein boten den Besuchern gegen eine kleine Spende Getränke, Schmalzstullen und Kuchen an.


Aus vielfältigen Angeboten von insgesamt 24 Gastgebern konnten Besucher am 13. September bei der Veranstaltung "10 Jahre NaturKultur" im Amt Odervorland wählen. Ich entschied mich für Besuche in Sieversdorf, Petersdorf, Jacobsdorf und Pillgram. Am östlichen Rand von Sieversdorf war das Keramik-Atelier von Undine Gomille unsere zweite Tagesstation. Danach führte uns der Dorfverein "Alte Schule" auf dem Gelände der ehemaligen Sieversdorfer Dorfschule alte Handwerkstechniken (Drechseln, Korbflechten, Klöppeln) vor und bot Gegrilltes, Gebackenes, Kaffee und Tee an. Später besichtigten wir gegenüber der Sieversdorfer Dorfkirche die Produktionsstätte der Golem Kunst und Baukeramik GmbH. Auch in Petersdorf schauten wir auf dem Gelände der Golem GmbH sowohl in die Werksverkaufshalle als auch in die Halle mit der Fließenproduktion und probierten dort anschließend den leckeren Kuchen. Von Petersdorf aus radelten wir weiter nach Jacobsdorf: Dort präsentierte der Tierarzt Dr. Gasche seinen Chinagarten und das Tiergehege. Es gab Führungen durch die Tierarztpraxis. Das Insektenhotel und die Insektensammlung konnten besichtigt werden. Essen und Getränke waren reichlich vorhanden.
Die letzte Station unserer 56-km-Tagestour war das Vorlaubenhaus in Pillgram mit der Dauerausstellung "Leben auf dem Lande zwischen Gestern und Heute". Auch dort gab es gegen eine Spende wieder Kaffee & selbstgebackenen Kuchen oder deftigen Eintopf.

03.09.2015

Radtour Czerwiensk - Guben

(Bitte auf Bild klicken = Originalgröße)

Am Mittwoch, den 02. September 2015, starteten wir, fünf Radfahrer aus Frankfurt (Oder), Müllrose und Ziltendorf, eine 68-km-Tour durch Westpolen. Wir sammelten uns vormittags auf den Bahnhöfen von Frankfurt (Oder) und Slubice. Unsere gemeinsame Radtour begann nach einer 80 Minuten dauernden Zugfahrt am Bahnhof Czerwiensk und führte uns, zum größten Teil auf Asphaltstraßen, durch diese Orte in westlicher Richtung bis zum Bahnhof Guben:

Nietkow - Lesniow Wielki - Militärmuseum Drzonow - Sehr sandiger Feld- & Waldweg bis Trzebule (Fürs Radfahren nicht geeignet!) - Lubiatow - Kosierz - Kukadlo - Bobrowice - Struzka - Przychow - Janiszowice - Welmice - Fester Waldweg bis Grochow (relativ gut befahrbar) - Kaniow - Pole - Biezyce - Gubin - Guben. Gegen 17 Uhr rollten wir vom Bahnhof Guben mit der Deutschen Bahn zurück in Richtung Frankfurt (Oder).

Aufgrund des sehr trockenen sandigen Waldweges zwischen Drzonow und Trzebule, auf dem wir unsere Räder manchmal nur schieben konnten, erreichten wir auf dieser Tour trotz langer Asphaltpassagen nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16,77 km/h!

Die Gegend zwischen Czerwiensk und Gubin ist aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte relativ strukturschwach und wird vor allem durch Landwirtschaft geprägt. Aufgefallen ist mir, dass wir während unserer Radtour an keinem Restaurant oder Cafe vorbei kamen. Lediglich Verkaufsläden (Sklep) gab es in manchen Orten. Sehenswert sind - aus meiner Radfahrerperspektive - neben dem Militärmuseum Drzonow lediglich die Flußlandschaft des Bober und die Stadt Gubin.

Über das Militärmuseum Drzonow berichtete die MOZ am 23.07.2014 in einem Artikel, der hier als PDF-Datei zum Downloaden bereit steht!

Rechtes Foto: Während eines 18-monatigen NVA-Grundwehrdienstes war ich Fahrer eines solchen 3-achsigen Schützenpanzerwagens in Stansdorf.




Der polnische Zugschaffner stellte für die Fahrt von Frankfurt (Oder) nach Czerwiensk die oben gezeigten Fahrkarten aus:
  • Grenzübergangsfahrkarte für 3 Personen = 30 Zloty
  • Bahnkarte für 3 Pers. Slubice-Czerwiensk (72 km) = 38,64 Zloty
  • Bahnkarte für 3 Räder = 21 Zloty
Aus der Summe ergibt sich ein Preis pro Person von 29,88 Zloty. Der Kurs des Euro betrug 4,22 Zloty. Daraus folgt ein Fahrpreis von 7 Euro!

Für die Rückfahrt mit der Deutschen Bahn auf der Strecke von Guben bis Frankfurt (Oder) kassierte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB):
  • Einzelfahrausweis pro Person = 6,80 Euro
  • Einzelfahrausweis pro Fahrrad = 3,30 Euro

29.08.2015

Radtour nach Lagow

Ende Juli 2015 erschien der deutschsprachige Radtourenflyer "Ausflüge und Urlaub mit attraktiven Zielen um Lagow". Er enthält u.a. eine touristische Landkarte mit markierten Strecken für Radtouristen zwischen Frankfurt und Swiebodzin. Herausgeber ist der "Fahrradverein Swiebodzin" (poln. Lubuskie Stowarzyszenie Cyklistow w Swiebodzin). Die Fotos und die Karte stammen von Edward Gralec aus Swiebodzin. Den Text verfasste der Frankfurter Reiseschriftsteller Jörg Lüderitz. Gesponsert wurde der Flyer u.a. von der Pension Smreka (www.smreka-lagow.pl).


Anlässlich dieser Flyer-Neuerscheinung und anlässlich der Einstellung der polnischen Regionalzüge "Kowalski" und "Schmidt" zwischen Poznan und Frankfurt (Oder) unternahmen sechs Radfahrer aus Frankfurt (Oder) und Ziltendorf am 29.08.2015 eine Radtour nach Lagow und weiter zum Bahnhof Toporow.

(Bitte auf Bild klicken = Originalgröße)

Vier Radfahrer begannen die Reise um 09.08 Uhr auf Bahnsteig 9 des Frankfurter Hauptbahnhofs. Nach einer 20-minütigen Fahrt mit dem Regionalzug erreichten wir vier den Bahnhof Rzepin. Klaus und Frank waren mit ihren Rädern in Frankfurt gestartet und hatten sich bis Rzepin bereits 23 km erradelt. Im Rzepiner Stadtzentrum starteten wir um 09.30 Uhr unsere gemeinsame Radtour. Die anspruchsvolle Strecke führte uns über sandige Waldwege, schottrige Feldwege, ruhige asphaltierte Nebenstraßen und altes Kopfsteinpflaster durch Tarnava, Bielice, Bobrowko, Przeslice, Kownaty, Grabow und Walewice bis Lagow. Zum Mittagessen kehrten wir ein ins Lagower Gasthaus "Ogród Smaków". Danach erstiegen wir den Aussichtsturm der Burg Lagow, besuchten auf der Promenadenwiese ein kleines Erntefest und am südöstlichen Rand von Lagow die neueste Attraktion der kleinen Stadt: den Kletterpark Linowy. Danach radelten wir von Lagow bis zum Bahnhof Toporow. Der Regionalzug "Schmidt" brachte uns gegen 16.50 Uhr von dort bis zum Bahnhof Slubice. Fahrkarten verkaufte wieder der polnische Zugschaffner gegen Zlotys. Auf den restlichen Kilometern bis nach Frankfurt (Oder) fuhren wir uns die Beinmuskulatur locker. Mein Fahrradcomputer zählte 61 Kilometer. Als Durchschnittsgeschwindigkeit zeigte er extrem gemütliche 15,12 km/h an!


Für die Fahrt von 4 Personen ab Frankfurt (Oder) bis Rzepin stellte der Schaffner folgende Karten aus:
  • Grenzübergangsfahrkarte "Frankfurt-Slubice" = 40 Zloty
  • Sammelfahrkarte "Slubice-Rzepin" (15 km) = 16,43 Zloty
  • Fahrradkarte für 4 Fahrräder = 28 Zloty
Teilt man die Gesamtsumme (84,43 Zloty) der drei Teilbeträge durch 4, ergibt sich pro Person für die Strecke von Frankfurt bis Rzepin ein Fahrpreis in Höhe von 21,10 Zloty!

Für die Rückfahrt von 5 Personen ab Toporow bis Slubice (48 km) stellte der Schaffner folgende Karten aus:
  • Sammelfahrkarte für 4 Personen "Toporow-Slubice" = 52,39 Zloty
  • Einzelfahrkarte für 1 Person "Toporow-Slubice" = 16,90 Zloty
  • Fahrradkarte für 5 Fahrräder = 35 Zloty
Teilt man die Gesamtsumme (104,29) der drei Teilbeträge durch 5, ergibt sich pro Person für die Strecke von Toporow bis Slubice ein Fahrpreis in Höhe von 20,86 Zloty!

Achtung: Am 01. September 2015 stellte die polnische Bahn den Betrieb der beiden Regionalzüge "Kowalski" und "Schmidt" zwischen Poznan und Frankfurt (Oder) ein. Daher ist eine solche Tagestour, wie oben beschrieben, heute leider nicht mehr durchführbar!

26.08.2015

Sechste Mittwochstour 2015

Radfahren ist klimafreundlich, schont die Umwelt, fördert die Gesundheit, entlastet den Verkehr und den Geldbeutel.

Alle Mittwochstouren eignen sich für Damen, Herren, Schichtarbeiter, Arbeitslose, Radtouristen, Senioren + Studenten. Das Mitradeln ist stets kostenfrei, erfolgt aber immer auf eigene Gefahr!

Meine Mittwochstouren organisiere ich nach drei Prinzipien: 1. Keine Teilnahmekosten; 2. Keine Bahnfahrten; 3. Keine teuren + langen Restaurantbesuche!

Die sechste Mittwochstour am 26. August 2015 führte 14 Radfahrer von Frankfurt (Oder) hinein in den Landkreis Oder-Spree.
Wir starteten wie gewohnt um 10 Uhr am Comic-Brunnen auf dem oberen Brunnenplatz. Die Radtour war 48 Kilometer lang und dauerte 5 Stunden. 15,85 km/h betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit.

Das waren unsere Etappenorte:
Brunnenplatz Frankfurt (Oder) - Oderpromenade - Ziegenwerder - Große Müllroser Straße - Nuhnen - Markendorf - Müllrose (Teepause) - Solarpark Mixdorf - Mixdorfer Freizeitzentrum (Besichtigung und Bierpause) - Ragower Mühle - Kaisermühl - Schlaubehammer - Helenesee - Güldendorf - Frankfurt (Oder).




Das Sport- & Freizeit-Zentrum Mixdorf bietet:
  • Mehrzweckhalle für Fußball, Tischtennis, Tennis, Handball, Volleyball, Badminton.
  • Sauna.
  • Bowling mit automatischer Doppelbahnanlage.
  • Konferenzraum.
  • Gastronomie & Partyservice (Speisen & Getränke, Firmen- & Familienfeiern).
  • Außenbereich mit Mini-Golf & Tennisplätzen, überdachter Grillplatz, Sonnenwiese, Terrasse.

22.07.2015

Fünfte Mittwochstour 2015

Am 22.07. fand ab Frankfurt (Oder) die 5. Mittwochstour 2015 statt. 13 Radler fuhren gemeinsam in einem weiten Bogen östlich und nördlich um Slubice. Das waren unsere mentalen und konditionellen Herausforderungen bei dieser anspruchsvollen 44-km-Radtour: Schotter, Sand, Betonplatten, Schlacke, Asphalt und Kopfsteinpflaster bei hochsommerlichen Temperaturen!

Alle Mittwochstouren eignen sich für Damen, Herren, Schichtarbeiter, Arbeitslose, Radtouristen, Senioren und Studenten. Das Mitradeln ist stets kostenfrei, erfolgt aber auf eigene Gefahr! Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Mittwochstouren organisiere ich nach diesen drei Prinzipien:
Keine Teilnahmekosten! Keine Bahnfahrten! Keine teuren Restaurantbesuche!
Radfahren ist klimafreundlich, schont die Umwelt, fördert die Gesundheit, entlastet den Verkehr und den Geldbeutel.


Das waren Stationen unserer 44-km-Radstrecke rund um Slubice:
Wir fuhren vom Frankfurter Brunnenplatz über die Stadtbrücke nach Slubice. Vorbei am sogenannten Kleiststein erreichten wir auf einem Feldweg nach 8 Kilometern die Pferderanch Drzecin. Dort legten wir die erste Tourpause ein. Über einen Betonplattenweg und eine Asphaltstraße radelten wir danach bis zum Bischofsee beim Dorf Stare Biskupice. Zeit für eine Badepause war dort selbstverständlich eingeplant. Zwischen den Dörfern Starkow und Golice galt es, einen sandiger Feldweg zwischen Windmühlen zu bewältigen. In Golice war nahe der Dorfkirche der Dorfladen geöffnet. Dort unterbrachen wir unsere Radtour, ehe es auf einer Kopfsteinpflasterstraße steil bergab ging hinunter ins polnische Odertal. Über einem Feldweg erreichten wir Plawidlo. Auf Asphalt rollten wir durch Kolonia Lubusz und Nowy Lubusz in Richtung Slubice und Frankfurt.


17.07.2015

Meine Forderungen

An die Frankfurter Stadtpolitiker:

  • Ich fordere, dass sich das Haus 1 der Frankfurter Stadtbibliothek wieder seiner Kernaufgabe widmet: Unsere Bibliothek ist eine Dienstleistungseinrichtung, die ihren Benutzern Medien zur Verfügung stellt - sowohl zur Ausleihe als auch im Lesesaal.
  • Ich fordere, dass das Haus 1 von Montag bis Freitag zwischen 09 Uhr und 19 Uhr durchgehend geöffnet bleibt! Die jetzige "Notlösung" ist beschämend - ich lehne sie ab und fordere eine Finanzausstattung der Bibliothek, die diese längeren Öffnungszeiten möglich machen!
  • Ich fordere, dass der Lesesaal im Haus 1 ebenfalls wieder von montags bis freitags zwischen 09 und 19 Uhr durchgehend für uns Leser als Lesesaal zur Verfügung steht und nicht mehr, wie in den letzten Jahren, durch verschiedene Veranstaltungen blockiert wird. In Frankfurt gibt es diverse Veranstaltungsräume und Säle in ausreichender Anzahl. Der Lesesaal gehört uns Lesern und darf nicht mehr fremdgenutzt werden. Ich protestiere gegen Fremdveranstaltungen im Lesesaal des Hauses 1, denn sie blockieren die Bibliothek und binden Arbeitszeit der Mitarbeiter.
  • Ich fordere, dass die Mitarbeiter des Hauses 1 in ihrer Arbeitszeit nicht mehr als Veranstaltungsmitarbeiter mißbraucht werden, sondern dass sie sich in ihrer Arbeitszeit wieder ausschließlich ihrer ureigensten Funktion widmen: der Betreuung der Bibliotheksnutzer und der Lesesaalnutzer!
  • Ich hoffe, dass der/die nächste einzustellende Bibliotheksleiter/in per Arbeitsvertrag verpflichtet wird, seinen/ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt (Oder) zu nehmen. Frankfurt hat längst viel zu viele Einpendler. Unsere Stadt braucht Steuern zahlende Bürger, die sich mit der Stadt identifizieren!
  • Ich fordere von den Frankfurter Stadtpolitikern, dass sie alles dafür tun, damit der "Bildungsstandort Frankfurt (Oder)" erhalten wird. Leider beobachte ich momentan, wie unsere Frankfurter Stadtbibliothek durch eine fehlerhafte Sparpolitik demontiert wird: Öffnungszeiten und Personalstellen werden gekürzt. Das ist die Wahrheit!
Mein Leserbrief im Wochenblatt "Der Oderlandspiegel" am 15.08.2015. Der "unhöfliche" Einleitungstext des Wochenblatt-Redakteurs bezeugt sein naives Politikverständnis.

Lieber Herr Totzauer,
ich danke Ihnen herzlich für diesen und für die weiteren Beiträge in der letzten Zeit über unsere SRB (Stadt- und Regionalbibliothek).
Urlaubsbedingt habe ich Ihren jüngsten Beitrag erst heute gelesen und regaiere erst jetzt darauf, was ich zu entschuldigen bitte.
Sie haben völlig recht mit Ihrer Forderung nach weiteren Öffnungszeiten der SRB, diese liegen mit 31 Wochenöffnungsstunden pro Standort hinter der Kleinstadt Beeskow (8000 Einwohner) mit 34 Stunden, wobei Beeskow für die Belange der Einwohner des Landkreises zusätzlich über eine Kreisergänzungsbibliothek mit 50.000 Medien und einer Fahrbibliothek verfügt.
Auch Fürstenwalde und Eisenhüttenstadt liegen, was die Öffnungszeiten anbelangt, vor Frankfurt (O), von den Oberzentren Potsdam, Cottbus und Brandenburg ganz zu schweigen. Nun ist die Personaldecke durch stetigen Wegfall von Stellen dünn geworden, zunächst 3,25 Stellen wurden allein in den letzten 5 Jahren gestrichen.
1,75 Stellen von ursprüglich 5 wegzufallenden Stellen sollten gemäß der bis Ende 2015 eigentlich geltenden Kulturentwicklungsplanung zunächst wiederbesetzt werden.
Schon bald stellte sich heraus, dass die Stadt sich zumindest im Bereich des Kultureigenbetriebes nicht an die Kulturentwicklungsplanung hielt.

Nur durch eine Unterschriftenaktion, die der Freundeskreis der SRB initiiert hatte, wurden diese Stellen dann auch besetzt. Wegen außerplanmäßigem Renteneintritt einer Bibliotheksmitarbeiterin zu Ende 2014 wurde die Stelle dann trotzdem nicht besetzt - der Kultureigenbetrieb dieser Stadt ist chronisch unterfinanziert und damit stehen alle Einrichtungen der kulturellen Grundbildung, die eine breite Masse der Bevölkerung erreichen, vor zufälligen und willkürlichen Kürzungen.

Veranstaltungen für Erwachsene kann eine Bibliothek machen, wenn man entsprechende Ressourcen hat (separate Veranstaltungsräume und ausreichendes Personal). Dies ist hier schon lange nicht mehr der Fall. Jede Veranstaltung für Erwachsene (außer wenn sie gut frequentiert wird, identitätsstiftend ist und/oder Leute in die Bibliothek bringt, die sonst nicht kommen würden), steht somit in einem Ressourcenkonflikt mit den Öffnungszeiten und/oder der durchgängigen Besetzung von Auskunftsplätzen oder der Lektoratsarbeit (Bereitstellung aktueller auf die lokale Benutzerschaft bezogener Literatur).
Ein Beispiel von Veranstaltungen (es gibt weitere), welches die oben genannten Kriterien erfüllt, sind die Veranstaltungen von "My life". Eine Bibliothek hat jedoch in erster Linie einen Bildungsauftrag, Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zur Leseförderung und Informationskompetenz und ein niedrig schwelliger Zugang zur Bibliothek, was ausreichende Öffnungszeiten für Berufstätige und Eltern mit Kindern einschließt, sind dazu unabdingbar. Erst wenn das erfüllt werden kann, kann man sich Veranstaltungen für Erwachsene leisten. Ich behaupte dies übrigens fachkundig beurteilen zu können, denn ich bin selber als Bibliothekarin in der Uni-Bibliothek tätig.

Angesichts eines sehr hohen Krankenstandes von 10% in der SRB (die Antwort auf eine Anfrage von mir im Januar 2015 im Kulturausschuss), würde die Aufrechterhaltung der alten Öffnungzeiten ohne die Wiederbesetzung der Bibliotheksassistentenstelle übrigens auf dem Rücken der Bibliotheksmitarbeiterinnen ausgetragen.

Bis zum 30.06.2015 hatte ich den Freundeskreis der SRB geleitet, ich habe diese Position aber aus gesundheitlichen Gründen und weil ich mich auf mein Stadtverordnetenmandat konzentrieren wollte, vor kurzem aufgegeben. Dennoch fühle ich mich den Belangen der Stadt- und Regionalbibliothek und ihrer Nutzer natürlich weiterhin verpflichtet und bitte Sie auch, Ihre Stimme diesbezüglich zu erheben, es ist angesichts der aktuell zu erarbeitenden Kulturentwicklungsplanung bitter nötig.

Freundliche Grüße
Renate Berthold
Stadtverordnete BürgerBündnis
(Donnerstag, 30. Juli 2015)

Auf der Homepage ELOCAL antwortete die Frankfurter Stadtverwaltung am 28.07.2015 auf meine oben genannten Forderungen. Der Antworttext öffnet sich durch folgenden Link:
http://elocal.ewerk.com/anliegen/meine-forderungen