Posts mit dem Label Rzepin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rzepin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

20.08.2016

Nach Osno Lubuskie und Rzepin

Die Wettervorhersage für Freitag, den 19.08.2016, sah recht vielversprechend aus: Viel Sonnenschein bei ca. 25 Grad waren angekündigt.
Im Oktober 2014 hatte ich die beiden Städte Osno Lubuskie und Rzepin zuletzt mit dem Fahrrad besucht. Am 19. August kamen flotte 77 Kilometer durch Westpolen zusammen. Frank K. radelte mit über Asphalt, Feld- und Waldwege.

Das waren unsere wichtigsten Etappenorte:
Frankfurt (Oder) - Slubice - Pferderanch - Drzecin - Stare Biskupice - Starkow - Schachbrettkirche Radow - Sienno - Podosno - Dietrich-Eckart-Turm - Osno Lubuskie (Mittagspause) - Polecko - Staroscin - Rzepin (Kaffeepause) - Gajec - Nowe Biskupice - Kunowice - Slubice - Frankfurt (Oder)





Tour-Statistik: Insgesamt dauerte unsere Radtour einschließlich aller Pausen 7 Stunden. Für die 77 Kilometer durch Polen benötigten wir als reine Fahrtzeit 4 Stunden und 20 Minuten. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 18 km/h.

17.09.2015

Rzepin - Boczow - Biberpfad - Liniesee

Momentan bietet der Spätsommer 2015 günstige Radfahrer-Temperaturen. Deshalb verabredeten wir, Frank und ich, relativ kurzfristig eine 75-km-Radtour für den 16. September 2015 zum polnischen Boczow und zurück. Dabei nutzten wir Radwege und Asphaltstraßen, naturbelassene Feld- und Waldwege, Kopfsteinpflaster und Schotterwege. Das Motel Boczow bewirtete uns mit leckeren Piroggen.


Das war am 16.09.2015 unsere 75-km-Strecke:
Brunnenplatz Frankfurt (Oder) - Slubice - Radweg nach Kunowice - Nowe Biskupice - Gajec - Rzepin (Teepause in der Bar "Pod Lipami" - Langer See - Tarnava Rzepinska - Boczow - Lubin - Jerzmianice - Alte Eiche - Biberpfad bei Nowy Mlyn - Linie-See - Schotteriger Waldweg - Kopfsteinpflasterstraße (Autobahn + Bahnstrecke) - Kunowice - Slubice - Frankfurt (Oder).

29.08.2015

Radtour nach Lagow

Ende Juli 2015 erschien der deutschsprachige Radtourenflyer "Ausflüge und Urlaub mit attraktiven Zielen um Lagow". Er enthält u.a. eine touristische Landkarte mit markierten Strecken für Radtouristen zwischen Frankfurt und Swiebodzin. Herausgeber ist der "Fahrradverein Swiebodzin" (poln. Lubuskie Stowarzyszenie Cyklistow w Swiebodzin). Die Fotos und die Karte stammen von Edward Gralec aus Swiebodzin. Den Text verfasste der Frankfurter Reiseschriftsteller Jörg Lüderitz. Gesponsert wurde der Flyer u.a. von der Pension Smreka (www.smreka-lagow.pl).


Anlässlich dieser Flyer-Neuerscheinung und anlässlich der Einstellung der polnischen Regionalzüge "Kowalski" und "Schmidt" zwischen Poznan und Frankfurt (Oder) unternahmen sechs Radfahrer aus Frankfurt (Oder) und Ziltendorf am 29.08.2015 eine Radtour nach Lagow und weiter zum Bahnhof Toporow.

(Bitte auf Bild klicken = Originalgröße)

Vier Radfahrer begannen die Reise um 09.08 Uhr auf Bahnsteig 9 des Frankfurter Hauptbahnhofs. Nach einer 20-minütigen Fahrt mit dem Regionalzug erreichten wir vier den Bahnhof Rzepin. Klaus und Frank waren mit ihren Rädern in Frankfurt gestartet und hatten sich bis Rzepin bereits 23 km erradelt. Im Rzepiner Stadtzentrum starteten wir um 09.30 Uhr unsere gemeinsame Radtour. Die anspruchsvolle Strecke führte uns über sandige Waldwege, schottrige Feldwege, ruhige asphaltierte Nebenstraßen und altes Kopfsteinpflaster durch Tarnava, Bielice, Bobrowko, Przeslice, Kownaty, Grabow und Walewice bis Lagow. Zum Mittagessen kehrten wir ein ins Lagower Gasthaus "Ogród Smaków". Danach erstiegen wir den Aussichtsturm der Burg Lagow, besuchten auf der Promenadenwiese ein kleines Erntefest und am südöstlichen Rand von Lagow die neueste Attraktion der kleinen Stadt: den Kletterpark Linowy. Danach radelten wir von Lagow bis zum Bahnhof Toporow. Der Regionalzug "Schmidt" brachte uns gegen 16.50 Uhr von dort bis zum Bahnhof Slubice. Fahrkarten verkaufte wieder der polnische Zugschaffner gegen Zlotys. Auf den restlichen Kilometern bis nach Frankfurt (Oder) fuhren wir uns die Beinmuskulatur locker. Mein Fahrradcomputer zählte 61 Kilometer. Als Durchschnittsgeschwindigkeit zeigte er extrem gemütliche 15,12 km/h an!


Für die Fahrt von 4 Personen ab Frankfurt (Oder) bis Rzepin stellte der Schaffner folgende Karten aus:
  • Grenzübergangsfahrkarte "Frankfurt-Slubice" = 40 Zloty
  • Sammelfahrkarte "Slubice-Rzepin" (15 km) = 16,43 Zloty
  • Fahrradkarte für 4 Fahrräder = 28 Zloty
Teilt man die Gesamtsumme (84,43 Zloty) der drei Teilbeträge durch 4, ergibt sich pro Person für die Strecke von Frankfurt bis Rzepin ein Fahrpreis in Höhe von 21,10 Zloty!

Für die Rückfahrt von 5 Personen ab Toporow bis Slubice (48 km) stellte der Schaffner folgende Karten aus:
  • Sammelfahrkarte für 4 Personen "Toporow-Slubice" = 52,39 Zloty
  • Einzelfahrkarte für 1 Person "Toporow-Slubice" = 16,90 Zloty
  • Fahrradkarte für 5 Fahrräder = 35 Zloty
Teilt man die Gesamtsumme (104,29) der drei Teilbeträge durch 5, ergibt sich pro Person für die Strecke von Toporow bis Slubice ein Fahrpreis in Höhe von 20,86 Zloty!

Achtung: Am 01. September 2015 stellte die polnische Bahn den Betrieb der beiden Regionalzüge "Kowalski" und "Schmidt" zwischen Poznan und Frankfurt (Oder) ein. Daher ist eine solche Tagestour, wie oben beschrieben, heute leider nicht mehr durchführbar!

04.06.2015

Radtour nach Swiebodzin

Am Mittwoch, den 03. Juni 2015, starteten wir, Frank K. und ich, unsere anspruchsvolle Radtour kurz nach 08 Uhr in Frankfurt (Oder). Nach 90 Radkilometern erreichten wir ohne Panne um 14.30 Uhr unser Ziel: die Christus-Statue in Swiebodzin (siehe unten).

Das waren unsere Etappenorte:
Frankfurt (Oder) - Grenzbrücke - Stadion Slubice - Neuer Radweg bis Kunowice - Landstraße in Richtung Rzepin - Nowe Biskupice - Gajec - Rzepin - Sandiger Waldweg bis Tarnawa - Schottriger Feldweg bis Bielice - Weiter auf asphaltierter Landstraße: Bobrowko - Przeslice - Kownaty - Grabow - Walewice, dahinter weiter auf sandigem Feld- und Waldweg vorbei an der Siedlung Rakow bis zur Brücke über der Pliszka - Ansteigende lange Kopfsteinpflasterstraße bis zur asphaltierten Landstraße - Lagow (Mittagessen: Tomatensuppe mit Nudeln und Weißbrot) - Steile Landstraße in Richtung Zelechow - ruppige Landstraße nach Bucze und Lubrza - gut ausgebaute Landstraße bis Swiebodzin - Fotosession im Swiebodziner Stadtzentrum - Fotosession an der Christus-Statue - Bahnhof Swiebodzin.
Wer meinen GPS-Track sucht, findet ihn in diesem GPS-Portal:

» GPS-TOUR.INFO «   


Bitte auf Bilder klicken = Originalgröße!

Nach der notwendigen Fotosession vor der Christus-Statue hatten wir noch genügend Zeit für eine leckere Pizza und ein kühles Belohnungsbier im Swiebodziner Stadtzentrum. Ab 16.30 Uhr transportierte uns der polnische Regio-Express "SCHMIDT" 69 Kilometer nach Westen bis zum Slubicer Bahnhof. Von dort legten wir ab 17.20 Uhr unsere letzten 7 Radkilometer in Richtung Frankfurt (Oder) zurück. Somit beträgt die Gesamtstrecke von meiner Haustür am Morgen bis zurück zur Haustür am Abend zirka 97 Kilometer!

Linkes Foto: Denkmal für » Czesław Niemen


Tour-Statistik:
• 90 Rad-Kilometer vom Frankfurter Zentrum bis zur Christus-Statue in Swiebodzin
• Durchschnittgeschwindigkeit ca. 18,25 km/h
• Netto-Fahrzeit ohne Pausen: 5 Stunden
• Brutto-Fahrzeit mit Pausen: 6,5 Stunden
• Zloty für 69 Kilometer vom Bahnhof Swiebodzin bis zum Bahnhof Slubice: 20,90
• Zloty für die Fahrradkarte: 7,00

04.10.2014

75 Radkilometer am Tag der deutschen Einheit

Am Freitag, den 03. Oktober 2014, haben wir, 14 Radfahrer aus Frankfurt/Oder und Umgebung, den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam aktiv gestaltet: Unsere 75-km-Radwanderung führte von Frankfurt nach Osno Lubuskie und durch Rzepin wieder zurück nach Frankfurt. Das waren einige unserer Etappenorte: Slubice, Drzecin, Stare Biskupice, Starkow, Radow, Swiniary und Osno. In der Mauer der spätromanischen Dorfkirche Radow fanden wir drei Schachbrettsteine. Deren Bedeutung liegt im Dunkel der Geschichte. Vermutet wird, das diese besonders gestalteten Feldsteine Zeichen einer mittelalterlichen Bauwerkstatt sein könnten. Am nordwestlichen Rand von Osno stiegen wir auf den 1937 erbauten Dietrich-Eckart-Turm und besichtigten anschließend den jüdischen Friedhof am nördlichen Stadtrand von Osno. Unbedingt sehenswert bei einem Osno-Besuch ist die fast vollständig erhaltene, turmbewerte mittelalterliche Stadtmauer: Sie umschließt den alten Stadtkern, der im 2.Weltkrieg teilweise zerstört wurde.
Mittags kehrten wir in der Osnoer Altstadt in eine Gaststätte ein. Anschließend radelten wir von Osno in Richtung Rzepin, vorbei an Polecko und Staroscin. In Rzepin besichtigten wir die Katharinenkirche. Eine Kaffeepause danach war notwendig und unvermeidlich.

Unsere Radwanderung führte über Wege mit sehr unterschiedlicher Qualität: naturbelassene Feld- und Waldwege, Schotterwege, Asphaltstraßen und Betonplatten.
Gestartet sind wir im leichten Morgendunst um 10 Uhr am Frankfurter Comic-Brunnen - gegen 17.30 Uhr erreichten wir, von Rzepin kommend, bei strahlendem Sonnenschein die Frankfurter Seite der Stadtbrücke.

21.08.2014

65 Rad-Kilometer von Pliszka bis Slubice

Am 19. August 2014 fuhr mein Zug ab Bahnhof Frankfurt (Oder) um 09.49 Uhr bis zum polnischen Bahnhof Pliszka (10.34 Uhr): Dort begann ich meine 65-km-Radtour, die mich u.a. durch Gadkow Wielki, Mierczany, Lubin, Reppener Heide, Rzepin, Drzensko, Sulow, Starkow, Golice und Drzecin bis Slubice führte.

Meine Tour begann auf dem einsam im Wald gelegenen Bahnhaltepunkt Pliszka. Bis zum Dorf Pliszka radelte ich auf Asphalt - durch den Ort aber auf und neben einer alten Kopfsteinpflasterstraße. Danach fuhr ich wieder auf gutem Asphalt weiter auf welligem Terrain bis zur Straßenkreuzung bei Debrznica. Hier bog ich links ab in Richtung Rzepin und erreichte nach 6 Kilometern Gadkow Wielki. Eine Kopfsteinpflasterstraße führte mich durchs Dorf über einen Bahnübergang und weiter zur Bahnunterführung am Bahnhof vorbei. Danach radelte ich wieder auf Asphalt. In Lubin (bis 1945 hieß das Dorf Wildenhagen) fand ich an der Nordseite der Dorfkirche eine Gedenktafel. Sie erinnert an tragische Entscheidungen ehemaliger deutscher Wildenhagenerinnen am 31.01.1945 (siehe: Die Nacht von Wildenhagen).
In Jerzmanice bog ich links ab, fuhr über die Bahntrasse, um gleich dahinter rechts weiter zu fahren auf der Kopfsteinpflasterstraße, die mich in den Wald der Reppener Heide führte. Dort suchte ich mal links und mal rechts des Kopfsteinpflasters auf sandigem Untergrund meine Fahrspur. So erreichte ich eine Kreuzung mitten im Wald: nach links führte der feinschottrige Waldweg nach Radzikow - ich bog hier aber rechts ab - nach Norden. Ungefähr zweihundertfünfzig Meter später erreichte ich die Eiche "Piast" - mit zirka 660 Jahren der älteste Baum im Bereich der Oberförsterei Rzepin. Vor der riesigen Eiche informiert ein Schild über den geschützten Baum.
Auf einem relativ festen Waldweg fuhr ich weiter nach Nordosten - ab der Oberförsterei auf einer Kleinpflasterstraße. Hinter dem Bahntunnel erreichte ich mal wieder Asphalt. Durchs alte Rzepiner Stadtzentrum radelte ich erneut auf altem kleinen Pflaster. An der Südseite der Stadtpfarrkirche entdeckte ich eine schwarze Gedenktafel, die an die ehemaligen deutschen Bewohner von Reppen erinnert. In der Bar gegenüber dem Reppener Kulturhaus wählte ich aus dem Angebot (siehe Foto).
Anschließend radelte ich auf Asphalt weiter nach Drzensko und kam dabei kurz vor dem Bahnübergang in Rzepin an einem modernen Kirchenbau vorbei.
Hinter Drzensko überquerte ich neben dem unscheinbaren Bahnhaltepunkt die Bahntrasse und fuhr auf einem festen Feldweg bis Sulow. Vor und hinter der Landstraße ging es über Kopfsteinpflaster durchs Dorf. Danach radelte ich auf sandigem Feldweg bis Starkow und fand dort die asphaltierte Landstraße. Kurz hinter dem Dorfende bog ich rechts ab auf einen Waldweg, der mich in Richtung Golice führte.
Unterwegs wurde daraus ein sandiger Feldweg, der zwischen modernen "Windmühlen" hindurchführte. Vor dem ersten Haus am Golicer Ortsrand begann ein relativ neuer Fuß- und Radweg, auf dem ich bis ins Dorfzentrum zum kleinen Dorfladen (Sklep) und zur Dorfkirche radelte.
Auf der vielbefahrenen Landstraße 31 rollte ich anschließend nach Süden bis Drzecin. Am nördlichen Dorfrand fand ich ein Bistro mit hölzernen Sitzgelegenheiten, trank einen heißen Kaffee und fotografierte dort den Eidechsenstein.
Weiter gings auf steiniger Piste bis ins Dorf, wo ich links abbog auf einen Betonplattenweg. Dieser Plattenweg führte mich zur Drzeciner Pferderanch. Dort lädt die Wiese und die Bar (wenn offen) immer ein zu einer Tourpause.
Für die letzten Kilometer bis Slubice nutze ich einen sandigen, manchmal auch feuchten Feld- und Waldweg - es war die letzte "Schwierigkeit", bevor ich in Slubice vor einem Cafe & Konditor mein GPS-Gerät ausschaltete!

Den GPS-Track gibts in den beiden Portalen gpsies.com bzw. gps-tour.info

05.08.2014

70-km-Cross-Country-Tour durch Westpolen




Am 01. August 2014 unternahm ich mit zwei anderen Radfahrern eine 70-km-Radtour ab dem Bahnhof Rzepin in Richtung Swiebodzin. Wir radelten u.a. durch Tarnawa, Bielice, Bobrowko, Przeslice, Kownaty, Grabow, Walewice, Lagow, Zelechow, Lubrza und Lugow. In Swiebodzin erreichten wir die »Christus-Statue. Von Swiebodzin fuhren wir mit einer polnischen Regionalbahn zurück in Richtung Deutschland.

Diese abwechslungsreiche, aber anstrengende Cross-Country-Tour durch Westpolen sollte nur derjenige beginnen, der mental und körperlich fit ist und ein geländegängiges Rad fährt. Für Cityräder und Alt-DDR-Stahlrösser ist dieses Tourprofil ungeeignet. Erfahrungsgemäß gibt es in Polen bisher nur relativ wenige Radwege in jener Qualität, an die wir uns inzwischen in Deutschland sehr gewöhnt und die uns leider auch etwas verwöhnt und verweichlicht haben!

Begonnen haben wir unsere Radtour am Bahnhof Rzepin, der ca. 20 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) liegt. Dorthin reisten wir mit dem Regionalzug RB91, der um 09.49 Uhr vom Bahnhof Frankfurt (Oder) abfuhr. Bezahlt habe ich beim polnischen Zugschaffner 22 Zloty (= 10 Zloty Grenzübergangsgebühr + 7 Zloty pro Fahrrad + 5 Zloty pro Person).
Direkt am östlichen Stadtrand von Rzepin tauchten wir mit unseren Rädern ein in das nördliche Waldgebiet der Reppener Heide. Auf einem sandigen Waldweg erreichten wir Tarnawa und bogen an der Bushaltestelle links ab auf einen schottrigen Feldweg in Richtung Bielice. Eine schmale ruhige Asphaltstraße führte uns weiter nach Bobrowko. Auf der schattigen Wiese neben der mittelalterlichen Dorfkirche legten wir eine Verpflegungspause ein. Nach ca. 2,5 Kilometern bogen wir rechts ab auf einen bergauf führenden Kopfsteinpflasterweg, der uns bis Przeslice führte. Dieses alte Kopfsteinpflaster war nur die erste von weiteren alten Pflaster-Passagen. Vermeiden kann man aber diese erste Kopfsteinpflaster-Strecke, indem man zwei Kilometer auf der Asphaltstraße geradeaus weiterfährt in östlicher Richtung, dann an der folgenden Kreuzung rechts abbiegt und auf der Landstraße bis Preslice bergauf fährt. Beide Bergauf-Varianten erfordern in jedem Fall eine gute Radler-Kondition. Von Przeslice fuhren wir weiter nach Süden in Richtung Torzym.
Am Richtungsschild "Kownaty" bogen wir links ab, durchfuhren die kleine Siedlung Kownaty, kreuzten die Landstraße 138, erreichten Grabow und später Walewice. Hinter dem Dorf fuhren wir noch ein relativ kurzes Stück auf einer Kopfsteinpflasterstraße, bogen aber vor einer Baumgruppe links ab und folgten von nun an den blauen Schildern des Jakobpilgerweges. Der Feldweg war rauh, sandig und sehr schwierig zu befahren. Erst am Waldrand wurde der Weg einigermaßen fest. Nun folgten wir dem naturbelassenen Waldweg südlich des riesigen Militärgeländes bis zur kleinen Siedlung Rakow. Immer noch dienten uns die blauen Schilder des Jakobsweges als Orientierung. Bald erreichten wir erneut einen alten Pflasterweg, der ab der Pliszka-Brücke heftig und lang bergauf führte - eine große Herausforderung für Mensch und Material. Nach dieser harten Kopfsteinpflaster-Schinderei erreichten wir endlich die Asphaltstraße nach Lagow - eine Wohltat für Rad und Radler. Im Touristen-Städtchen fanden wir unterhalb der Burg das Restaurant "Karczma Podzamcze", das einige leckere Suppen auf der Speisekarte anbietet (siehe Suppenfotos):
Nach der Mittagssuppenpause folgte unsere nächste schwere Bergetappe: wir verließen Lagow bergauf nach Osten in Richtung Zelechow. Neben der alten Kopfsteinpflasterstraße war glücklicherweise ein neuer Fußgängerweg gebaut worden, auf dem wir unsere Räder bergauf schieben konnten: nach der Mittagspause war unsere Beinmuskulatur noch kalt und wenig leistungsfähig. Auf der anderen Seite des Berges gings steil bergab und hinter einer Kurve erneut steil bergauf. Auch da stiegen wir wieder vom Rad und schoben - unsere Beine waren immer noch im Mittagspausenmodus!
Hinter Zelechow erwartete uns eine böse Überraschung: Laut Karte sollte der Feldweg bis zum Dorf Lubrza führen - aber kurz hinter Zelechow war der Weg kaum noch zu erkennen, er war ziemlich stark zugewachsen, so daß wir teilweise über den daneben liegenden Acker fahren mußten. Kurz vor der neuen Autobahn endete er abrupt an einem langen hohen Wildzaun! Was tun? Zurück? Glücklicherweise hatten die Autobahnbauer dort, wo früher dieser Feldweg weiter nach Osten führte, einen Wildtunnel unter die neue Autobahn eingebaut.
Kurz entschlossen schoben wir unsere Räder hindurch, wobei der Tunnel am östlichen Ende etwas niedriger wurde, so dass wir unsere Räder nur noch in Schräglage hindurch bekamen! Aber wir kamen durch und konnten dahinter unseren Cross-Country-Kurs weiter verfolgen. In Swiebodzin kämpften wir uns durch das Straßensystem und standen um 16.30 Uhr am Fuß der Christus-Statue im Süden der Stadt. Um 17.24 Uhr brachte uns ein Regionalzug von Swiebodzin zurück nach Slubice. Kosten für meine Rückfahrt: 7 Zloty fürs Fahrrad plus 16,10 Zloty für 69 Kilometer vom Bahnhof Swiebodzin bis Bahnhof Slubice = 23,10 Zloty.

In Swiebodzin: Martin (Lebus) + Manfred (Müllrose) + Roland (Frankfurt).

Wer diese Radtour nachfahren möchte, findet in den beiden GPS-Portalen »GPS-Tour.info und »GPSIES.com meine Track-Datei zum Downloaden!

20.07.2014

68-km-Radtour durch Westpolen

Am 17. Juli 2014 war ich mal wieder allein auf dem Rad in Westpolen unterwegs. Gestartet bin ich im Bahnhof Frankfurt (Oder) auf dem Bahnsteig 9. Dort fuhr um 09.49 Uhr ein polnischer Regionalzug ab in Richtung Zielona Gora. Der Zug passierte die Stationen Slubice, Kunowice, Rzepin, Jerzmianice und Gadkow Wielki. Auf dem kleinen einsamen Waldbahnhof Pliszka verließ ich den Zug und startete dort meine 68-km-Radtour. Die Bahnfahrt kostete mich insgesamt 27,60 Zlotys: davon 10 Zlotys für die grenzüberschreitende Strecke von Frankfurt nach Slubice, weitere 10,60 Zlotys für die 37 Kilometer von Slubice bis zum Bahnhof Pliszka und 7 Zlotys für das Fahrradticket.

Meine Tour begann ich also am Bahnhof Pliszka. Sie führte erst nach Norden und später nach Westen durch diese Orte: Debrznica, Torzym, Garbicz, Boczow, Tarnawa, Rzepin, Biberweg in Nowy Mlyn, Linie-See, Zielony Bor, Rybocice, Swiecko, Slubice und Frankfurt (Oder).

Wer meine Tour nachradeln möchte, findet in den Portalen »gpsies.com und »gps-tour.info meinen gpx-Track, einige Fotos und einen Beschreibungstext!


Holzfiguren in der Altstadt von Torzym



Picknickplatz am See in Boczow



"Biberweg" südlich von Rzepin



Linie-See in der Reppener Heide