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04.06.2015

Radtour nach Swiebodzin

Am Mittwoch, den 03. Juni 2015, starteten wir, Frank K. und ich, unsere anspruchsvolle Radtour kurz nach 08 Uhr in Frankfurt (Oder). Nach 90 Radkilometern erreichten wir ohne Panne um 14.30 Uhr unser Ziel: die Christus-Statue in Swiebodzin (siehe unten).

Das waren unsere Etappenorte:
Frankfurt (Oder) - Grenzbrücke - Stadion Slubice - Neuer Radweg bis Kunowice - Landstraße in Richtung Rzepin - Nowe Biskupice - Gajec - Rzepin - Sandiger Waldweg bis Tarnawa - Schottriger Feldweg bis Bielice - Weiter auf asphaltierter Landstraße: Bobrowko - Przeslice - Kownaty - Grabow - Walewice, dahinter weiter auf sandigem Feld- und Waldweg vorbei an der Siedlung Rakow bis zur Brücke über der Pliszka - Ansteigende lange Kopfsteinpflasterstraße bis zur asphaltierten Landstraße - Lagow (Mittagessen: Tomatensuppe mit Nudeln und Weißbrot) - Steile Landstraße in Richtung Zelechow - ruppige Landstraße nach Bucze und Lubrza - gut ausgebaute Landstraße bis Swiebodzin - Fotosession im Swiebodziner Stadtzentrum - Fotosession an der Christus-Statue - Bahnhof Swiebodzin.
Wer meinen GPS-Track sucht, findet ihn in diesem GPS-Portal:

» GPS-TOUR.INFO «   


Bitte auf Bilder klicken = Originalgröße!

Nach der notwendigen Fotosession vor der Christus-Statue hatten wir noch genügend Zeit für eine leckere Pizza und ein kühles Belohnungsbier im Swiebodziner Stadtzentrum. Ab 16.30 Uhr transportierte uns der polnische Regio-Express "SCHMIDT" 69 Kilometer nach Westen bis zum Slubicer Bahnhof. Von dort legten wir ab 17.20 Uhr unsere letzten 7 Radkilometer in Richtung Frankfurt (Oder) zurück. Somit beträgt die Gesamtstrecke von meiner Haustür am Morgen bis zurück zur Haustür am Abend zirka 97 Kilometer!

Linkes Foto: Denkmal für » Czesław Niemen


Tour-Statistik:
• 90 Rad-Kilometer vom Frankfurter Zentrum bis zur Christus-Statue in Swiebodzin
• Durchschnittgeschwindigkeit ca. 18,25 km/h
• Netto-Fahrzeit ohne Pausen: 5 Stunden
• Brutto-Fahrzeit mit Pausen: 6,5 Stunden
• Zloty für 69 Kilometer vom Bahnhof Swiebodzin bis zum Bahnhof Slubice: 20,90
• Zloty für die Fahrradkarte: 7,00

05.08.2014

70-km-Cross-Country-Tour durch Westpolen




Am 01. August 2014 unternahm ich mit zwei anderen Radfahrern eine 70-km-Radtour ab dem Bahnhof Rzepin in Richtung Swiebodzin. Wir radelten u.a. durch Tarnawa, Bielice, Bobrowko, Przeslice, Kownaty, Grabow, Walewice, Lagow, Zelechow, Lubrza und Lugow. In Swiebodzin erreichten wir die »Christus-Statue. Von Swiebodzin fuhren wir mit einer polnischen Regionalbahn zurück in Richtung Deutschland.

Diese abwechslungsreiche, aber anstrengende Cross-Country-Tour durch Westpolen sollte nur derjenige beginnen, der mental und körperlich fit ist und ein geländegängiges Rad fährt. Für Cityräder und Alt-DDR-Stahlrösser ist dieses Tourprofil ungeeignet. Erfahrungsgemäß gibt es in Polen bisher nur relativ wenige Radwege in jener Qualität, an die wir uns inzwischen in Deutschland sehr gewöhnt und die uns leider auch etwas verwöhnt und verweichlicht haben!

Begonnen haben wir unsere Radtour am Bahnhof Rzepin, der ca. 20 Kilometer östlich von Frankfurt (Oder) liegt. Dorthin reisten wir mit dem Regionalzug RB91, der um 09.49 Uhr vom Bahnhof Frankfurt (Oder) abfuhr. Bezahlt habe ich beim polnischen Zugschaffner 22 Zloty (= 10 Zloty Grenzübergangsgebühr + 7 Zloty pro Fahrrad + 5 Zloty pro Person).
Direkt am östlichen Stadtrand von Rzepin tauchten wir mit unseren Rädern ein in das nördliche Waldgebiet der Reppener Heide. Auf einem sandigen Waldweg erreichten wir Tarnawa und bogen an der Bushaltestelle links ab auf einen schottrigen Feldweg in Richtung Bielice. Eine schmale ruhige Asphaltstraße führte uns weiter nach Bobrowko. Auf der schattigen Wiese neben der mittelalterlichen Dorfkirche legten wir eine Verpflegungspause ein. Nach ca. 2,5 Kilometern bogen wir rechts ab auf einen bergauf führenden Kopfsteinpflasterweg, der uns bis Przeslice führte. Dieses alte Kopfsteinpflaster war nur die erste von weiteren alten Pflaster-Passagen. Vermeiden kann man aber diese erste Kopfsteinpflaster-Strecke, indem man zwei Kilometer auf der Asphaltstraße geradeaus weiterfährt in östlicher Richtung, dann an der folgenden Kreuzung rechts abbiegt und auf der Landstraße bis Preslice bergauf fährt. Beide Bergauf-Varianten erfordern in jedem Fall eine gute Radler-Kondition. Von Przeslice fuhren wir weiter nach Süden in Richtung Torzym.
Am Richtungsschild "Kownaty" bogen wir links ab, durchfuhren die kleine Siedlung Kownaty, kreuzten die Landstraße 138, erreichten Grabow und später Walewice. Hinter dem Dorf fuhren wir noch ein relativ kurzes Stück auf einer Kopfsteinpflasterstraße, bogen aber vor einer Baumgruppe links ab und folgten von nun an den blauen Schildern des Jakobpilgerweges. Der Feldweg war rauh, sandig und sehr schwierig zu befahren. Erst am Waldrand wurde der Weg einigermaßen fest. Nun folgten wir dem naturbelassenen Waldweg südlich des riesigen Militärgeländes bis zur kleinen Siedlung Rakow. Immer noch dienten uns die blauen Schilder des Jakobsweges als Orientierung. Bald erreichten wir erneut einen alten Pflasterweg, der ab der Pliszka-Brücke heftig und lang bergauf führte - eine große Herausforderung für Mensch und Material. Nach dieser harten Kopfsteinpflaster-Schinderei erreichten wir endlich die Asphaltstraße nach Lagow - eine Wohltat für Rad und Radler. Im Touristen-Städtchen fanden wir unterhalb der Burg das Restaurant "Karczma Podzamcze", das einige leckere Suppen auf der Speisekarte anbietet (siehe Suppenfotos):
Nach der Mittagssuppenpause folgte unsere nächste schwere Bergetappe: wir verließen Lagow bergauf nach Osten in Richtung Zelechow. Neben der alten Kopfsteinpflasterstraße war glücklicherweise ein neuer Fußgängerweg gebaut worden, auf dem wir unsere Räder bergauf schieben konnten: nach der Mittagspause war unsere Beinmuskulatur noch kalt und wenig leistungsfähig. Auf der anderen Seite des Berges gings steil bergab und hinter einer Kurve erneut steil bergauf. Auch da stiegen wir wieder vom Rad und schoben - unsere Beine waren immer noch im Mittagspausenmodus!
Hinter Zelechow erwartete uns eine böse Überraschung: Laut Karte sollte der Feldweg bis zum Dorf Lubrza führen - aber kurz hinter Zelechow war der Weg kaum noch zu erkennen, er war ziemlich stark zugewachsen, so daß wir teilweise über den daneben liegenden Acker fahren mußten. Kurz vor der neuen Autobahn endete er abrupt an einem langen hohen Wildzaun! Was tun? Zurück? Glücklicherweise hatten die Autobahnbauer dort, wo früher dieser Feldweg weiter nach Osten führte, einen Wildtunnel unter die neue Autobahn eingebaut.
Kurz entschlossen schoben wir unsere Räder hindurch, wobei der Tunnel am östlichen Ende etwas niedriger wurde, so dass wir unsere Räder nur noch in Schräglage hindurch bekamen! Aber wir kamen durch und konnten dahinter unseren Cross-Country-Kurs weiter verfolgen. In Swiebodzin kämpften wir uns durch das Straßensystem und standen um 16.30 Uhr am Fuß der Christus-Statue im Süden der Stadt. Um 17.24 Uhr brachte uns ein Regionalzug von Swiebodzin zurück nach Slubice. Kosten für meine Rückfahrt: 7 Zloty fürs Fahrrad plus 16,10 Zloty für 69 Kilometer vom Bahnhof Swiebodzin bis Bahnhof Slubice = 23,10 Zloty.

In Swiebodzin: Martin (Lebus) + Manfred (Müllrose) + Roland (Frankfurt).

Wer diese Radtour nachfahren möchte, findet in den beiden GPS-Portalen »GPS-Tour.info und »GPSIES.com meine Track-Datei zum Downloaden!