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30.08.2017

95 km durchs Oderland

Eine Radtour bei strahlendem Sonnenschein, kräfteschonendem Rückenwind und angenehmen Temperaturen – es gibt kaum etwas Schöneres. Ich habe mich am Dienstag, den 29.08.2017, aufgemacht ins flache Oderbruch und die Tour immer wieder mit Pausen unterbrochen. Insgesamt schaffte ich an diesem wolkenlosen Tag 95 Kilometer, die meisten davon auf dem Oder-Neiße-Radweg. Bemerkenswert: An diesem Tag waren dort relativ wenige Radler unterwegs.

Dies waren Orte entlang meiner Strecke:
Frankfurt (Oder) - Lebus - Reitwein - Oder-Neiße-Radweg - Küstrin-Kietz - Kostrzyn - Küstrin - Kuhbrücke - Kienitz - Groß Neuendorf - Güstebieser Loose - Karlshof - Neulietzegöricke - Altwustrow - Neuwustrow - Oderbruchbahn-Radweg - Bahnhof Wriezen

» Hier öffnet sich eine Google-Karte mit Tourverlauf und Zoomfunktion «








Für Statistik-Fans: Die Fahrkarte von Wriezen bis FF kostete 8,50 €, die Radkarte 3,30 €.

17.07.2016

Sommerradtour nach Küstrin

Am 16. Juli 2016 lud ich ein zu einer 80-km-Radtour nach Kostrzyn. Reiner M. radelte mit. In Frankfurt (Oder) starteten und beendeten wir diese Tour. Unsere Strecke führte durch das deutsch-polnische Grenzgebiet. Etappenorte waren u.a. Lebus, die Trafo-Galerie Reitwein, die Festung Küstrin, der Touristenbasar Kostrzyn, der Aussichtsturm am Nationalpark-Zentrum Chyrzyno, Zabczyn (Neu-Amerika), der Oderdeichweg, Gorzyca, die Kaffeebar Owczary, Plawidlo und Slubice.




17.05.2016

Deutscher Mühlentag 2016

Am Pfingstmontag, 16. Mai 2016, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes- und Regionalverbänden den 23. Deutschen Mühlentag.
Im Jahre 1994 wurde bundesweit der Deutsche Mühlentag von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. eingeführt, welcher seitdem jährlich am Pfingstmontag stattfindet. Startete man damals noch mit gerade mal 460 Mühlen, so erklärten in den letzten Jahren schon über 1.800 Mühlen ihre Teilnahme. Auch in diesem Jahr luden wieder zahlreiche historische Mühlen (Windmühlen, Wassermühlen, Ross- bzw. Göpelmühlen, Motormühlen usw.) zu diesem „Tag der offenen Tür“ ein, um den Besuchern die Bedeutung, Geschichte und Funktionen der „ältesten Kraftmaschine der Menschheit“ zu präsentieren.

Nördlich von Frankfurt (Oder) öffneten im Landkreis Märkisch-Oderland drei historische Mühlen ihre Tore: die Wassermühle Worin, die Bockwindmühle Wilhelmsaue und die Motor-Mühle in Zechin. Die beiden ersten Mühlen kannte ich bereits von früheren Radtouren. Ich entschied mich diesmal also für den Besuch der Motor-Mühle in Zechin (siehe Wikipedia-Artikel unten), die ich bisher nur durch Zeitungsartikeln und Fotos kannte. Die Mühle öffnete am 16.05.2016 von 10 bis 16 Uhr ihre Pforte. Ein Handwerkermarkt und eine Technikausstellung waren angekündigt, ebenso die Versorgung mit Essen und Getränke.

Meine Mühlen-Tour begann ich mit einer Bahnfahrt (NEB-Linie RB60) ab Bahnhof Frankfurt (Oder) bis Werbig (nördlich von Seelow). Dort am Bahnhof startete ich meine 61-km-Radstrecke, die mich durch diese Orte führte (siehe Kartenausschnitt):
Werbig - Altlangsow - Buschdorf - Zechin - Genschmar - Oder-Neiße-Radweg - Bleyen - Kuhbrücke - Küstrin-Kietz - Touristenbasar in Kostrzyn - Küstrin-Kietz - Oder-Neiße-Radweg - Reitwein - Klessin - Lebus - Oderwiesen - Frankfurt (Oder).


Herr Frank König, der Mühlenbesitzer, erzählte mir, dass ihm im Jahr 2008 mehrere Hektar Oderbruch-Land nur im Paket zusammen mit der Zechiner Mühle verkauft wurden. Für die Mühlensanierung benötigte er zwei Jahre. Alles bewältigte er ausschließlich mit privaten Mitteln. Er beantragte keine Fördergelder, weil er keine Einmischung durch Fördermittelgeber wünschte. Das Ergebnis ist sehenswert und bemerkenswert. Die Mühle hat er als Museum umgestaltet, in der er seit der Eröffnung 2010 sowohl die Motor-Mühlentechnik als auch Gebrauchsgegenstände aus dem landwirtschaftlichen Alltag zeigt. Einen Mühlen-Raum vermietet er an Brautpaare für ihre standesamtliche Trauung.




Als ich gegen 10 Uhr an der Mühle eintraf, waren erst wenige Besucher anwesend. Als ich gegen 11.30 Uhr das Mühlengelände wieder verließ, war die Besucherzahl enorm angewachsen. Die Straßenränder waren links und rechts zugeparkt. Auch Frankfurter Nummernschilder waren zu sehen.

Nächste Etappe auf meiner Radtour war der Touristenbasar in Kostrzyn (Polen). Dort findet fast jeder mehrere Angebote für den großen und kleinen Touristen-Hunger.

Als meine dritte Tour-Etappe wählte ich in Reitwein die Galerie "Trafo.3". Am 14. Mai ist dort eine neue Bilder-Ausstellung eröffnet worden. Die Schweizer Malerin Helga Zumstein stellt in allen drei Trafo-Galerien vom 14.05 bis zum 15.07.2016 ihrer Bilder aus zum Thema "Alltag Schweiz".
Die Trafo-Galerien in Regenmantel, Dolgelin und Reitwein sind das ganze Jahr über rund um die Uhr geöffnet. Mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen lockt der Verein "Kunstregen e.V." Einwohner und auswärtige Besucher an und bereichert das kulturelle Leben Ostbrandenburgs.

Links:

16.05.2015

Kunst-Loose-Tage 2015

Was sind LOOSE? Für viele Nicht-Oderbrüchler ist dies ein neuer Begriff. Eine ausführliche Begriffserklärung fand ich im Internet.
Ich zitiere: "Nicht von ungefähr nahmen in Brandenburg im Oderbruch schon vor 1811 auch die ersten Bauern ihr jeweils zusammengelegtes Land aus der Gemengelage der Gemeinde und bauten dort ihre Wirtschaften neu auf, und zwar 1786 deren drei in Letschin. Die große Mehrheit der Bauern und Kossäten scheute u.a. noch die hohen Kosten für Ab- und Wiederaufbau. Erst nachdem sie den wirtschaftlichen Erfolg sahen, separierten Anfang der neunziger Jahre weitere Bauern und Kossäten auf ihr Land. Ein erster Versuch wurde sogar schon 1776 in Neu-Lewin von drei Kolonisten unternommen, er scheiterte dort aber noch an der übrigen Gemeinde und dann auch der Domänenkammer. Als Verfahren setzte sich dabei in der Folge bei größeren Separationen durch, die zusammengelegte Feldmark in neue Grundstücke aufzuteilen und diese zu verlosen. Dabei zog jeder Beteiligte nach Stand ein Los mit den Angaben über sein neues Grundstück. Dementsprechend wurde die betreffende Gesamtfläche, die zur Verteilung gelangte, als Loose, das einzelne Grundstück als Loos bezeichnet. An dieser Stelle bietet sich an, darauf zu verweisen, daß hier zur damaligen Zeit der von Berlin ausgehende sprachliche Einfluß noch nicht im Oderbruch angelangt war, sondern das Plattdeutsch in einer seiner verschiedenen Varianten herrschte."
(Quelle: Hofgesellschaft Kulturhistorischer Verein Güstebieser Loose und Umgegend e.V.)

In den Jahrzehnten nach 1945 nahm die Zahl der bewohnten Loose-Höfe ab. Besonders nach 1989 zogen viele ehemalige Bewohner einer neuen Arbeit hinterher - ihre Loose-Höfe standen leer und waren durch Verfall bedroht. In dieser Umbruchsituation suchten Lebenskünstler aus Berlin und anderen Gegenden ab 1990 nach preiswerten Wohn- und Werkstatt-Alternativen und fanden sie im Oderbruch: In vielen Loosegehöften und sonstigen Gebäuden leben und arbeiten heute Künstler. Sie öffnen einmal im Jahr ihre Ateliers und laden gemeinsam Besucher zu sich ein.


Die XVII. KUNST-LOOSE-TAGE fanden vom 15. bis 17. Mai 2015 im Oderbruch statt. KUNST-LOOSE-TAGE, das hieß, drei Tage Zeit haben und unterwegs sein, um Kunst zu erleben, wo sie gemacht wird. Viele Ateliers und Werkstätten im Oderbruch empfingen Gäste. Ich war am 15. Mai 2015 rund 80 km auf dem Rad zwischen Letschin und Frankfurt (Oder) unterwegs.

Das waren meine Etappenorte:
Bahnhof Letschin - Bäckerei+Cafe Kummrow Letschin (Kaffeepause) - Wilhelmsaue (Bockwindmühle) - Groß Neuendorf (Atelier Koch und Kunst = Galerie Stefan Hessheimer) - Kulturhafen - Oder-Neiße-Radweg - Hafenmühle Kienitz (Galerie Jörg Hannemann, Trafohausgalerie Heidemarie Wolf) - Panzerdenkmal Kienitz - Radwegekirche Kienitz - Oder-Neiße-Radweg - Fischereihof Schneider Kuhbrücke (Imbiss) - Oderbrücke - Festung Küstrin - Fernstraße 31 in Richtung Slubice - Deichweg neben dem Oderdeich - Grenzturm bei Górzyca - Górzyca - Bar Owczary (Kaffeepause) - Feldweg zum Oderdeich - Deichweg bis Slubice - Frankfurt (Oder)

Homepage: www.Wilhelmsaue.de

Homepage: www.KOCHundKUNST.de

Homepage: www.Fotokurse-im-Oderbruch.de

Homepage: www.Verladeturm.de

Homepage: www.Hafenmühle-Kienitz.de

Homepage: www.Kirchencafe-Kienitz.de

Homepage: www.OderNeisse-Radweg.de

Homepage: www.Fischereihof-Kuestrin.de

Homepage: www.Cuestrin.de

Wikipedia: Festung Küstrin

Wikipedia: Górzyca

Homepage: Wiesenmuseum Owczary

Meine Radtour dauerte - inklusive einer 40minütigen Zugfahrt von Frankfurt (Oder) bis Letschin - mit Atelierbesuchen, Foto-, Eß- und Trinkpausen zirka 8 Stunden und endete nach 80 Rad-Kilometern wieder in Frankfurt (Oder). Die reine Radfahrtzeit betrug 4 Stunden 25 Minuten.