17.05.2016

Deutscher Mühlentag 2016

Am Pfingstmontag, 16. Mai 2016, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. zusammen mit ihren Landes- und Regionalverbänden den 23. Deutschen Mühlentag.

Im Jahre 1994 wurde bundesweit der Deutsche Mühlentag von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V. eingeführt, welcher seitdem jährlich am Pfingstmontag stattfindet. Startete man damals noch mit gerade mal 460 Mühlen, so erklärten in den letzten Jahren schon über 1.800 Mühlen ihre Teilnahme.
Auch in diesem Jahr luden wieder zahlreiche historische Mühlen (Windmühlen, Wassermühlen, Ross- bzw. Göpelmühlen, Motormühlen usw.) zu diesem „Tag der offenen Tür“ ein, um den Besuchern die Bedeutung, Geschichte und Funktionen der „ältesten Kraftmaschine der Menschheit“ zu präsentieren.

Nördlich von Frankfurt (Oder) öffneten im Landkreis Märkisch-Oderland drei historische Mühlen ihre Tore: die Wassermühle Worin, die Bockwindmühle Wilhelmsaue und die Motor-Mühle in Zechin. Die beiden ersten Mühlen kannte ich bereits von früheren Radtouren. Ich entschied mich diesmal also für den Besuch der Motor-Mühle in Zechin (siehe Wikipedia-Artikel unten), die ich bisher nur durch Zeitungsartikeln und Fotos kannte. Die Mühle öffnete am 16.05.2016 von 10 bis 16 Uhr ihre Pforte. Ein Handwerkermarkt und eine Technikausstellung waren angekündigt, ebenso die Versorgung mit Essen und Getränke.

Meine Mühlen-Tour begann ich mit einer Bahnfahrt (NEB-Linie RB60) ab Bahnhof Frankfurt (Oder) bis Werbig (nördlich von Seelow). Dort am Bahnhof startete ich meine 61-km-Radstrecke, die mich durch diese Orte führte (siehe Kartenausschnitt):
Werbig - Altlangsow - Buschdorf - Zechin - Genschmar - Oder-Neiße-Radweg - Bleyen - Kuhbrücke - Küstrin-Kietz - Touristenbasar in Kostrzyn - Küstrin-Kietz - Oder-Neiße-Radweg - Reitwein - Klessin - Lebus - Oderwiesen - Frankfurt (Oder).


Herr Frank König, der Mühlenbesitzer, erzählte mir, dass ihm im Jahr 2008 mehrere Hektar Oderbruch-Land nur im Paket zusammen mit der Zechiner Mühle verkauft wurden. Für die Mühlensanierung benötigte er zwei Jahre. Alles bewältigte er ausschließlich mit privaten Mitteln. Er beantragte keine Fördergelder, weil er keine Einmischung durch Fördermittelgeber wünschte. Das Ergebnis ist sehenswert und bemerkenswert. Die Mühle hat er als Museum umgestaltet, in der er seit der Eröffnung 2010 sowohl die Motor-Mühlentechnik als auch Gebrauchsgegenstände aus dem landwirtschaftlichen Alltag zeigt. Einen Mühlen-Raum vermietet er an Brautpaare für ihre standesamtliche Trauung.




Als ich gegen 10 Uhr an der Mühle eintraf, waren erst wenige Besucher anwesend. Als ich gegen 11.30 Uhr das Mühlengelände wieder verließ, war die Besucherzahl enorm angewachsen. Die Straßenränder waren links und rechts zugeparkt. Auch Frankfurter Nummernschilder waren zu sehen.

Nächste Etappe auf meiner Radtour war der Touristenbasar in Kostrzyn (Polen). Dort findet fast jeder mehrere Angebote für den großen und kleinen Touristen-Hunger.

Als meine dritte Tour-Etappe wählte ich in Reitwein die Galerie "Trafo.3". Am 14. Mai ist dort eine neue Bilder-Ausstellung eröffnet worden. Die Schweizer Malerin Helga Zumstein stellt in allen drei Trafo-Galerien vom 14.05 bis zum 15.07.2016 ihrer Bilder aus zum Thema "Alltag Schweiz".
Die Trafo-Galerien in Regenmantel, Dolgelin und Reitwein sind das ganze Jahr über rund um die Uhr geöffnet. Mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen lockt der Verein "Kunstregen e.V." Einwohner und auswärtige Besucher an und bereichert das kulturelle Leben Ostbrandenburgs.

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