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03.09.2019

Landtagswahl am 01.09.2019

"Wer die AfD wählt, zeigt dem Establishment an der Wahlurne den virtuellen Stinkefinger." Dieser Satz ist ein Fazit dieses Wahltages.

Am Sonntag, den 01. September 2019, fanden im Land Brandenburg erneut Wahlen zum Brandenburger Landtag statt. Auch diesmal arbeitete ich wieder freiwilig als Wahlhelfer im Wahllokal 16 (Hutten-Schule), kontrollierte stundenlang Ausweise der Wähler und zählte nach 18 Uhr Stimmen aus. Am Ende des Wahltages gegen 20 Uhr bekam ich - wie alle anderen Wahlhelfer - 25 Euro "Erfrischungsgeld": ein Zusatzverdienst zu meiner Mini-Rente. Das Geld ist mein Hauptmotiv für mein permanentes Engagement als Wahlhelfer!

Im Vorfeld der Landtagswahl verteilte der AfD-Kandidat Mirko Möller einen Werbe-Flyer (siehe unten). Andere Kandidaten im Wahlkreis 35 nutzten diese spezielle Wähler-Information nicht. Leider wurden wieder zahlreiche Masten in der Stadt mit Wahlplakaten aller Parteien total vollgehängt - viel Papier und Geld wurde dafür verschwendet. Mich hat diese Plakattierung nicht angesprochen. Meine Wahlentscheidung wurde durch diese Plakatflut nicht beeinflusst - ich hatte mich längst entschieden.

In meinem Frankfurter Wahllokal 16 (Hutten-Schule) fotografierte ich nach dem Ende der Stimmenzählung um 19.45 Uhr die Wandtafel:

Die offiziellen Ergebnisse der Wahl erschienen am 02.09.2019:

In Frankfurt/Oder (Wahlkreis 35) holte der AfD-Kandidat Wilko Möller das Direktmandat. Er umwarb mit seinem Flyer die Frankfurter Wähler und erhielt auch die meisten Stimmen (6206):

In seinen Flyer legte er dieses spezielle AfD-Infoblatt hinein:

Einen sehr interessanten Online-Kommentar zur Landtagswahl 2019 in Brandenburg und Sachsen veröffentlichten am 02.09.2019 die NACHDENKSEITEN. Der Einschätzung des Autors, Herrn Jens Berger, stimme ich zu ==> Bitte hier online lesen!

30.05.2019

Wahl-Marathon am 26.05.2019

Am Sonntag, den 26.05.2019, fand in Deutschland die neunte Direktwahl zum EU-Parlament statt. Gleichzeitig wurden im Land Brandenburg diverse Kommunalparlamente, Ortsbeiräte und Kreistage gewählt.

Bitte kleine Vorschaubilder anklicken = Originalgröße!


Ich habe am 26.05.2019 erneut freiwillig als Wahlhelfer gearbeitet - wieder in meinem Wahlbezirk 016 (Wahllokal Ulrich-von-Hutten-Schule). Mein Job als stellvertretender Wahlvorsteher begann um 07.30 Uhr. Nachdem wir um 18 Uhr unser Wahllokal offiziell schlossen, begannen wir mit der mehrstündigen Auszählung aller Stimmzettel. Zuerst zählten wir die EU-Wahlzettel, danach die Kommunalwahl-Zettel.

Alle neun Mitglieder des Wahlvorstandes beteiligten sich an der stressigen Stimmzettel-Auswertung. Dafür erhielten alle am Ende (gegen 22.30 Uhr) ein sogenanntes "Erfrischungsgeld": 35 Euro für die acht Mitglieder des Wahlvorstandes. Der Leiter des Wahlvorstandes bekam für seine Führungstätigkeit 50 Euro. Außerdem erhielten alle Mitgliedes des Wahlvorstandes eine Urkunde vom Bundes-Innenminister (siehe unten).


Der Oderlandspiegel präsentierte am 01.06.2019 die Ergebnisse der Frankfurter Kommunalwahl 2019:

Das Wahlbüro Frankfurt (Oder) veröffentlichte auf der Stadt-Homepage zwei PDF-Dokumente mit den Wahl-Ergebnissen zur Frankfurter Stadtverordnetenversammlung und zu den Frankfurter Ortsbeiräten.

====================== EU-Wahl ======================

Die Tagesschau zeigt auf ihrer Homepage diese Deutschland-Karte:

Auf der Internetseite wahlen.brandenburg.de wurden die vorläufigen Wahlgebnisse der EU-Wahlen im Land Brandenburg veröffentlicht:

In Frankfurt (Oder) wurden diese EU-Wahl-Ergebnisse erreicht:


Zwei Tage später, am 28.05.2019, konnte man in einem MOZ-Artikel diese krassen Sätze lesen:
"Als fahrlässig und verantwortungslos gegenüber der Stadt bezeichnet OB René Wilke (Linke), dass etwa 19 Prozent der Wähler den Mangel an konkretem Engagement, ernstzunehmenden Ideen sowie das schwache Wahlprogramm der AfD belohnen. Mit Sorge betrachte er, dass einige Bevölkerungsteile kaum noch in den offenen, toleranten Dialog miteinander treten, sondern vielmehr in Selbstbestätigungsblasen verharren. Eine sich verfestigende Spaltung der Stadtgesellschaft zu verhindern, ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben."

Bitte beachten: Direkt unter dem eben genannten MOZ-Artikel kommentierten im Leserforum mehrere Leser die krassen OB-Sätze!

Ich kommentiere diese OB-Sätze dreimal:
1. hier im Blog, 2. in einem redaktionell gekürzten MOZ-Leserbrief (rechts) und 3. in einem Oderlandspiegel-Leserbrief (unten):


Anstatt dass der OB Rene Wilke sich demütig gegenüber dem Wählerwillen zeigt, wählt er leider nur das Mittel der Wählerbeschimpfung, indem er mehrere tausend Frankfurter als "fahrlässig und verantwortungslos gegenüber der Stadt bezeichnet". Anstatt den Kontakt zu AfD-Wählern zu suchen und sie in ihren angeblichen "Selbstbestätigungsblasen" abzuholen, diskreditiert er sie öffentlich und wirft ihnen vor, intolerant und verschlossen zu sein. Dabei haben die Wähler einfach nur ihr demokratisches Wahlrecht wahrgenommen, so wie es unser Grundgesetz garantiert.
Offensichtlich ist Herr Wilke mit der Meinung Andersdenkender hier in Frankfurt (Oder) überfordert. Das lässt für die Zukunft unserer Stadt nichts gutes ahnen. Ich bin kein AfD-Mitglied, aber ich respektiere, dass es in unserer Stadt Menschen mit anderen Lebenserfahrungen gibt, die in den Angeboten der Linkspartei keine Wahl-Alternative sehen.
Herr Wilke ist noch jung, vielleicht sogar für den OB-Posten noch zu jung, um gelassener mit demokratischen Wahlergebnissen umzugehen. Wahrscheinlich sogar ein Problem, dass nach den Wahlen zum Brandenburger Landtag für Frankfurt (Oder) zur Dauer-Belastung werden könnte.

"Der Oderlandspiegel" hat meinen Kommentar ungekürzt gedruckt:

25.09.2017

Bundestagswahl 2017

Am Sonntag, den 24. September 2017, fand in Deutschland die Wahl des 19. Deutschen Bundestages statt. Im Vorfeld der Wahl nutzten viele Bürger den sogenannten "Wahl-O-Mat", um sich über Antworten zu informieren, die von Parteien auf konkrete Fragen abgegeben wurden oder informierten sich bei YouTube, wie Wahlen funktionieren:



Am Wahltag, den 24.09.2017, waren überall im Land tausende Bürger ehrenamtlich in den Wahlbüros aktiv und organisierten dort den Wahlablauf von 08 bis 18 Uhr. Anschließend zählten sie die Stimmen aus. Auch dieses Mal war ich wieder ehrenamtlich dabei - diesmal als Stellvertreter im Frankfurter Wahlbüro 16 (Ulrich-von-Hutten-Oberschule). Am Ende der Stimmenauszählung kurz vor 20 Uhr gab es für alle Mitglieder unseres Wahlbüros eine offizielle Anerkennung. Ich erhielt ein Erfrischungsgeld (25 Euro) und diese Urkunde:

Wikipedia bietet einen guten Überblick über die Wahlergebnisse von ganz Deutschland.

Der Frankfurter Oderlandspiegel veröffentlicht die Ergebnisse als Grafik:

Einen Muster-Stimmzettel für den Wahlkreis 63 (Frankfurt/Oder + Oder-Spree) kann man hier im PDF-Format betrachten und herunterladen.

Das vorläufige amtliche Ergebnis der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag im Land Brandenburg stelle ich hier im PDF-Format zum Ansehen und Downloaden bereit.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Wahlen im Land Brandenburg findet man auf den Internetseiten des Landeswahlleiters: www.wahlergebnisse.brandenburg.de.

Die folgende Grafik zeigt, wo überall in Deutschland die AfD gewählt wurde. Auffällig ist, dass besonders im Grenzgebiet zu Polen und Tschechien viel dunkles Blau zu sehen ist: Darin spiegelt sich nach meiner Meinung - unter anderem - die besondere Belastung vieler ostdeutscher Wähler durch grenzüberschreitende Kriminalität. Als Frankfurter bin ich auch davon betroffen:

Die Zeitung "Der Tagesspiegel" hat am 27.09.2017 unter der Überschrift "Vier Thesen zum AfD-Erfolg in Ostdeutschland" einen Deutungsversuch veröffentlicht. Bitte hier lesen!

Eine am 06.10.2017 vorgestellte Studie der Bertelsmann-Stiftung mit dem Titel „Populäre Wahl“ zeigt an mehreren Punkten, wo die eigentlichen Probleme der Volksparteien liegen. Die Wahlanalyse zeigt: Das wahre Problem der Volksparteien liegt in der bürgerlichen Mitte.

Der Deutschlandfunk veröffentlichte eine Studie über AfD-Wähler und meint, nicht die Angst vor Überfremdung, sondern Hoffnungslosigkeit stecke hinter dem Wahlerfolg der AfD, sagte Marcel Fratzscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Dlf. Die Politik müsse die "Protestwähler" in den strukturschwachen Regionen ernst nehmen, forderte Fratzscher.

Die nächsten Wahlen bis 2019 sind:
  • Wahl des Oberbürgermeisters von Frankfurt (Oder) - 04. März 2018
  • Wahl des Europäischen Parlaments und Kommunalwahl - Mai/Juni 2019
  • Wahl des 7. Landtages des Landes Brandenburg - Herbst 2019
Solange meine Gesundheit stimmt, mache ich dabei wieder als Wahlhelfer mit.

20.09.2014

Landtagswahlen am 14.09.2014

Im Land Brandenburg gab es bei den Landtagswahlen am 14. September 2014 diese Ergebnisse:

Wahlbeteiligung: 47,9%

Prozentuale Stimmenverteilung (Gewinn/Verluste):
SPD 31,9% (-1,1); CDU 23,0% (+3,2); Linke 18,6% (-8,6); AfD 12,2% (+12,2); Grüne 6,2% (+0,5); BVB/FW 2,7% (+1); NPD 2,2% (-0,4); FDP 1,5% (-5,7); Sonstige 1,7% (-1,1).

Sitzverteilung im Landtag (Gesamtsitze 88):
SPD 30 (-1); CDU 21 (+2); Linke 17 (-9); AfD 11 (+11); Grüne 6 (+1); BVB/FW 3 (+3).

Ich habe im Wahllokal 16 (Hutten-Schule) in der zweiten Schicht (13-18 Uhr) und bei der Auszählung freiwillig und ehrenamtlich mitgeholfen. Am Ende erhielten alle Wahlhelfer 15 Euro Erfrischungsgeld.

» Vorläufiger Landeswahlleiterbericht als PDF-Datei = 2,9 MB = 98 Seiten.