18.01.2017

Kliestower Burgwall 18.01.2017


Am Mittwoch, den 18. Januar 2017, marschierten wir,
34 Wanderinnen und Wanderer aus Frankfurt (Oder) und Umgebung, bei winterlichen Bedingungen gemeinsam die 13-Kilometer-Strecke vom Frankfurter Stadtzentrum bis zum Burgwall bei Kliestow und zurück.
Unterwegs besuchten wir den Friedhof der Kriegsgefangenen (1. WK) und den Heimkehrerfriedhof nahe dem heutigen SMC.

Slawische Burgwallanlage bei Kliestow aus dem 09. Jh.:
Vom Burgwall-Plateau hat der Besucher einen beeindruckenden Blick auf das Odertal und die Oderwiesen. Der Burgwall befindet sich auf einem spornartigen Fortsatz der Hochfläche, die hier zur Oderaue ein Steilufer ausbildet. Das ebene, annähernd dreieckige Plateau (siehe Grafik unten links) liegt ca. 24 m über dem Fluss. Es ist von Steilhängen begrenzt und nur im Süden mit der Hochfläche verbunden.
Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Wallspuren noch deutlicher ausgeprägt waren, erkannte man das Areal als Wehranlage. Planmäßige archäologische Untersuchungen wurden ab dem Jahr 1936 von Wilhelm Unverzagt durchgeführt. Brandspuren von Holzkonstruktionen und Herdstellen belegen Wohn- und Wirtschaftsgebäude; Dungschichten weisen auf Stallungen hin. Große Mengen von Gefäßscherben und Reste von Lehmwannen, die noch mit Getreide gefüllt waren, zeigen, dass hier auch Vorratsspeicher standen. Das noch immer unveröffentlichte Fundmaterial datiert ausschließlich in die mittelslawische Periode, sodass auf ein Bestehen der Anlage im 9. und 10. Jahrhundert geschlossen wird. Eine Brandkatastrophe, die mit dem polnischen Vordringen nach Westen über die Oder in Verbindung gebracht wird, führte zum Ende der Burgwallanlage. Vom letzten Weltkrieg gibt es Spuren in Form von Schützengräben.

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Die Wanderfreunde Leu und Streck präsentieren hier acht Collagen ihrer Wanderfotos:


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