15.03.2012

Sportmuseum spart Doping aus

Am 14. März 2012 veröffentlichte die Märkische Oderzeitung diesen brisanten Artikel:

Sportmuseum spart Doping aus
Trägerverein sieht keine Aufarbeitungspflicht / Andere Häuser greifen Thema in ihren Ausstellungen auf

Wer die Erfolgsgeschichte des Frankfurter Sports erfahren möchte, ist im Sportmuseum in der Slubicer Straße gut aufgehoben. Allerdings wird dort nur ein Teil der Geschichte erzählt. Über Doping - wesentlicher Bestandteil des DDR-Sportsystems - werden die Besucher nicht aufgeklärt.

Von der Glorifizierung eines "fragwürdigen Sportsystems" ist ebenso die Rede wie von einer "Rechtfertigungsorgie des DDR-Spitzensport-Systems". In den vergangenen Wochen erreichten die MOZ Zuschriften sowie Kommentare aus dem Internet, in denen die fehlende Aufarbeitung des Themas Doping im Sportmuseum bemängelt wird. Ein Leser spricht in diesem Zusammenhang davon, dass das Museum eine Schande für die Stadt sei und fordert Frankfurter Politiker auf, sich gegen die dort präsentierte, einseitige Geschichtsdarstellung zu verwahren. [Vollständiger Artikel als PDF]

Am 15. März 2012 druckte die Märkische Oderzeitung meinen Leserbrief ab:

Brisanz des Themas nicht erkannt

Danke für den Mut des Autors und der Redaktion, dass sie endlich dieses Thema aufgreifen und in die öffentliche Diskussion führen. Nach den Online-Kommentaren zum Thema und den heftigen Reaktionen hier im MOZ-Forum ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.
Allerdings zeigt sich in dem Beitrag die Überforderung des Trägervereins des Museums als auch die des Beigeordneten Jens-Marcel Ullrich. Er zieht hanebüchene Argumente heran, um zu begründen, warum das Sportmuseum bisher keine Geschichtsaufarbeitung betreibt. Er hat die Brisanz dieses Themas noch immer nicht erkannt.

Roland Totzauer

ZEIT-Online schreibt zum Thema DOPING IN DER DDR am 16.09.2010:

"Da läuft mir die Galle über"

Die meisten wussten nicht, was sie schlucken und viele waren jünger als 16, sagt Birgit Boese.
Im Interview spricht das DDR-Dopingopfer über Thomas Köhlers Thesen. ...[mehr]

Nachtrag:
Im Sommer 2016 wurde das sogenannte "Sportmuseum der Stadt Frankfurt (Oder)" endlich für immer geschlossen! Mit meinem Leserbrief vom 15.03.2012 - siehe oben - habe ich hoffentlich etwas dazu beigetragen, damit dieses DDR-Propaganda-Objekt aus dem Frankfurter Stadtbild verschwunden ist.

Diese zwei Fotos entstanden am 08.03.2017!
Das Gebäude wird 2017 saniert und steht danach neuen Mietern zur Verfügung.

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