21.12.2016

Das BKA beendet Fahndung!

Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt beendeten am frühen Morgen des 23.12.2016 ihre Fahndung im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche am 19.12.2016.

Dringend tatverdächtig war der tunesische Staatsangehörige Anis AMRI (siehe unten):



Dies ist der Ermittlungsstand am Vormittag des 23.12.2016:
Amri wurde am frühen Morgen des 23. Dezember 2016 von zwei italienischen Polizisten in Sesto San Giovanni, einem Vorort von Mailand, erschossen. Der italienische Innenminister Marco Minniti bestätigte auf der darauffolgenden Pressekonferenz, dass Amri bei einer regulären Polizeikontrolle keine Dokumente bei sich gehabt habe und umgehend auf die Beamten geschossen habe, woraufhin diese ihn erschossen. Bei dem Schusswechsel wurde ein Polizist an der Schulter leicht verletzt. Anis Amri wurde nach Angaben der italienischen Polizei per Fingerabdruck identifiziert.

Mein Fazit vom 23.12.2016:
Trotz des Nizza-Attentats wurden tragischerweise in Deutschland bis zum 19.12.2016 keine Betonschutzblöcke bei Weihnachtsmärkten auf öffentlichen Plätzen installiert. Eine Pannenserie (Fehleinschätzungen staatlicher Behörden + Richter + Politiker, Personalmangel der Polizei u.a.) machte es Anis Amri möglich, sich monatelang frei in Deutschland aufzuhalten, innerhalb des Landes hin und her zu reisen und Kontakte zu radikalen Salafisten zu unterhalten. Mittels dieser Kontakte tauchte er nach seiner Terror-Tat am 19.12.2016 unter. Diesem Versagen des deutschen Staates, deutscher Politiker und Polizisten müssen Konsequenzen folgen, z.B. bei der Bundestagswahl 2017!

Nachtrag vom 15.09.2017:
Nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz leitete die Berliner Polizei erst nach Stunden wichtige Anti-Terror-Maßnahmen ein. Das geht aus einem internen Bericht hervor, der dem rbb und der "Berliner Morgenpost" vorliegt. Die Einsatzleitung sei "ungeübt gewesen".
Auf den Seiten von rbb24.de findet man am 15.09.17 den RBB-Bericht unter der Überschrift "Fahndung nach Amri kam viel zu spät".

Nachtrag vom 19.10.2017:
Eine wichtige Bezugsperson des Terroristen Anis Amri in der militanten Islamistenszene war ein V-Mann des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen. Recherchen des rbb und der "Berliner Morgenpost" belegen nun, dass die sogenannte Vertrauensperson VP-01 frühzeitig Islamisten zu Anschlägen in Deutschland angestachelt haben soll. Laut einem Zeugen war dabei auch von einem Anschlag mit einem Lkw die Rede.
Diese Meldung von rbb24.de findet man am 19.10.2017 unter der Überschrift "V-Mann soll Gruppe um Amri zu Anschlägen aufgehetzt haben".

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