05.07.2017

Stadtradeln 2017

Die Stadt Frankfurt (Oder) beteiligte sich im Jahr 2017 an 21 aufeinander folgenden Tagen an der Stadtradel-Kampagne:
Sonntag, den 16.07.17 bis Samstag, den 05.08.2017.

Die Kampagne richtet sich an Autofahrer, die während der dreiwöchigen Aktion ihr Auto stehen lassen und dafür ihr Fahrrad benutzen: Jeder Kilometer, der während der dreiwöchigen Kampagnenzeit mit dem Rad zurückgelegt wurde, konnte in den Online-Kalender eingetragen werden. Wo die Radkilometer zurückgelegt wurden, war nicht relevant, denn Klimaschutz endet an keiner Grenze. Pro Personen-km wurden 142g CO2 gegengerechnet. Das Frankfurter Ergebnis findet man über diesen [LINK].

Anfang Juli 2017 eröffnete ich das "Team Mittwochsradler". Am Sonntag, den 30.07.2017, habe ich es wieder geschlossen, denn an diesem Sonntag änderte ich meine Haltung zur Stadtradel-Kampagne. Bis zu diesem Tag bin ich tatsächlich bereits 555,4 Kilometer geradelt. Ich stieg am 30.07.17 aus. Dies begründe ich mit folgenden Gedanken:

Die Stadtradel-Aktion ist als Motivationsveranstaltung für Radbesitzende Autofahrer durchaus geeignet, um sie mal wieder auf ihr Fahrrad zu locken. Für mich persönlich ist die Stadtradel-Kampagne aber überflüssig: Ich habe kein Auto. Ich erzeuge also kein CO2 durch Abgase. Ich fahre mit meinen Rädern das ganze Jahr von Januar bis Dezember durchs Leben. Eine CO2-Gegenrechnung ist in meinem Fall also sinnlos. Diese Tatsache habe ich bisher leider nicht beachtet. Nun ziehe ich heute, am 30.07.2017, aus dieser Erkenntnis, zwar relativ spät - aber nicht zu spät, meine Konsequenz und beende sofort meine Teilnahme am Stadtradeln. Ich trage keine Kilometer mehr zugunsten von Frankfurt (Oder) ein. Die Frankfurter Autofahrer sollen ihr schlechtes Umwelt-Gewissen beim Stadtradeln alleine kompensieren!
Auch angesichts des aktuellen Auto-Abgas-Skandals steige ich aus. Ich lasse mich nicht mehr als Alibi-Radfahrer politisch instrumentalisieren. Leider sehe ich in Frankfurt (Oder) keinen ernsthaften politischen Willen, die Abgaswerte zu senken und die Verkehrssituation zugunsten von Alltags-Radfahrern und Radtouristen zu verändern.

Meine Meinung schickte ich am 30.07.2017 an die Zeitung "Der Oderlandspiegel". Am 05.08.2017 veröffentlichten sie meinen Leserbrief unter einer allein von der Redaktion ausgewählten Überschrift.

Fazit: Künftig werde ich mich nicht mehr an der Stadtradel-Kampagne beteiligen. Die Kampagne richtet sich an Radbesitzende Autofahrer, die während der dreiwöchigen Aktionszeit ihr Auto stehen lassen. Meine Teilnahme wäre Selbstbetrug! Ich werde mich und andere nicht mehr belügen!

Meine Gedanken zum Frankfurter "Stadtradler-Star" 2017
Im Sommer 2017 war Frau Janine Nuyken von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) der sogenannte "Stadtradler-Star". Bekannt ist, dass Frau Nuyken erst vor wenigen Jahren von Frankfurt weggezogen ist in das Dorf Lietzen. Seither ist ihre Familie auf mindestens zwei Autos angewiesen, mit denen sie jetzt fast täglich zwischen Frankfurt und Lietzen die Umwelt verpesten. Angesichts solch eines "CO2-Stars" fällt mir nur dieser krasse Spruch ein: "Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen müsste."
Frage: Brauchen selbstbewußte Bürger überhaupt "Stars"? - Antwort: Nein!

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