31.12.2011

Meine Radfahrer-Statistik 2011

Das Jahr 2011 beendet heute sein Dasein. Am 01. Januar 2012 beginne ich wieder mit der nächsten Radfahrer-Jahres-Statistik.
Von 01.01.2011 bis heute (31.12.2011) habe ich mit meinem 21-Gang-Crossrad insgesamt 4.347 Kilometer geschafft. Dafür brauchte ich 227 Stunden und 09 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Einzel- und Gruppen-Radtouren zusammen beträgt etwa 19,14 km/h. Die Gesamt-Kilometer erreichte ich durch 81 Tages- bzw. Halbtagestouren rund um Frankfurt/Oder und Slubice. Im statistischen Durchschnitt schaffte ich in jedem Monat des Jahres 2011 etwa 362 Rad-Kilometer. In den Jahren 2007 bis 2010 kam ich zwar auf mehr Kilometer, aber so ist das Leben: es geht mal hoch und mal runter (mit den Kilometerzahlen). Vielleicht ist der wechselhafte Sommer 2011 daran Schuld? Ein wichtiger Fakt sei hier noch hinzugefügt: Mit meinem einfachen 3-Gang-Stadtrad bin ich fast täglich in Frankfurt und Slubice unterwegs. Addiere ich meine Crossrad-Kilometer mit den Stadtrad-Kilometern zusammen, habe ich auch in diesem Jahr wieder die 6.000-Kilometer-Marke locker mit beiden Fahrrädern überquert!

In meine Jahres-Statistik 2011 gingen u.a. auch wieder sechs öffentliche Gruppentouren ein, die zwischen April und September für und mit radfahrenden Interessenten stattfanden und auch 2012 wieder stattfinden werden! Neben dem Fitness-Aspekt steht bei diesen öffentlichen Gruppentouren vor allem der heimatkundliche Aspekt im Vordergrund. Als Tourziele wähle ich interessante Orte links und rechts der Oder.

Viele meiner Radtouren habe ich auch 2011 wieder per GPS-Gerät erfasst und in zwei Internet-Portalen veröffentlicht. Eine der längsten Tagestouren unternahm ich im Juli 2011: Von Frankfurt/Oder bis nach Swiebodzin waren es genau 95 Kilometer! Jeder, der im Besitz eines GPS-Gerätes ist, kann sich von dieser und anderen Touren die dazugehörenden gpx-Dateien und Tour-Informationen hier herunterladen:

1. GPS-Tour.info
2. GPsies.com

Ich wünsche dabei viel Erfolg!

Radelnde Interessenten sind auch 2012 wieder gern willkommen an jedem 4. Mittwoch von April bis September bei den kostenlosen Radtouren rund um Frankfurt und Slubice. Wir treffen uns stets um 10 Uhr auf dem oberen Brunnenplatz am Comic-Brunnen! Teilnahme-Bedingungen sind nach wie vor: Ein verkehrssicheres Fahrrad, eine Radfahrer-Kondition für 40-km-Touren sowie der dazugehörende Wille, auch mal zu schwitzen beim gemeinsamen Radfahren. Alle Bewegung, alle Freiheit beginnt mit einer positiven Einstellung im Kopf!

15.04.2011

83 % sind gegen eine Straßenbahn nach Slubice

In Frühjahr 2011 wird erneut ein Gutachten über ein geplantes grenzüberschreitende Straßenbahnprojekt veröffentlicht. Es ist also wieder soweit, sich jetzt zu diesem Thema politisch laut zu äußern. Ich rufe dazu alle Frankfurter auf, die am 22.01.2006 bei der ersten Bürgerbefragung gegen dieses Tram-Projekt gestimmt haben (rund 83 %) und bitte auch alle anderen Frankfurter, die sich damals nicht an der Abstimmung beteiligten: Erheben Sie jetzt ihre Stimme!

1. Schicken Sie E-Mails mit Ihrer Meinung an Frankfurter Pressemedien (z.B. MOZ, Oderland-Spiegel, Blickpunkt u.a.), an die Frankfurter Parteien bzw. an die SVV-Fraktionen und an den Frankfurter OB Martin Wilke. Schreiben Sie Leserbriefe und sprechen Sie die Stadtpolitiker direkt auf der Straße an.

2. Nutzen Sie für Ihren Protest eigene Contra-Argumente!

3. Fordern Sie die Akzeptanz des Ergebnisses vom 22. Januar 2006!

4. Verweisen Sie auf den Leserbrief des Herrn Dezernenten Markus Derling, veröffentlicht im Oderland-Spiegel vom 03.10.2009. Herr Derling (CDU) bekräftigt darin seine Kritik an den Plänen für eine grenzüberschreitende Straßenbahn nach Slubice. Er fordert eine zweite Bürger-Abstimmung.

5. Verweisen Sie auf die Meinung von Herrn Pawel Slawiak von der Vereinigung der Slubicer Markthändler, veröffentlicht im "Märkischen Markt" vom 08.02.2006.

6. Verweisen Sie auch auf das Interview mit dem Slubicer Bürgermeister Tomasz Ciszewicz in der MOZ vom 12. Januar 2011!

Roland Totzauer
Kulturarbeiter aus Frankfurt (Oder)

28.02.2011

Auch Statistikzahlen bieten eine Basis für Entscheidungen

Mein Kommentar zu einem MOZ-Artikel vom 18.02.2011:
"Frankfurts Kultur lag ihm sehr am Herzen"
(Letztes Interview mit Peter Wolfshöfer)


Die Methode, die der verstorbene Kulturmanager Peter Wolfshöfer in seinem letzten MOZ-Interview beschreibt, habe ich vor 31 Jahren als Thema meiner studentischen Abschlussarbeit gewählt. Es ging mir damals um den Vergleich kultureller Einrichtungen auf der Basis statistischer Kennzahlen (Besucherzahlen, Platzkapazitäten, Finanzausgaben, Finanzeinnahmen etc. pp.).
Meine Abschlussarbeit fristet heute das Schicksal der meisten studentischen Abschlussarbeiten: Sie zerfällt in irgendeinem Archiv langsam zu Staub. Damals habe ich die Zahlenkolonnen mühsam mit Papier, Bleistift und Taschenrechner ausgewertet.
Heute kann jeder Besitzer eines Personalcomputers mittels eines Tabellenkalkulationsprogramms (z.B. Excel) viele Kennzahlen sehr schnell auswerten, sie in unterschiedliche Verhältnisse setzen und die Ergebnisse optisch sichtbar machen mit 3D-Diagrammen und Kurven.
Sowohl in der Frankfurter Stadtverwaltung als auch in den Frankfurter SVV-Fraktionen arbeiten heute Menschen, die diese kleine Denksportaufgabe am PC bewältigen können. Die Ergebniszahlen sollten jedoch ohne Ideologie/Propaganda interpretiert werden. Die errechneten Werte bilden eine sachliche Basis für die noch immer nicht getroffene Entscheidung: Welche kulturelle Infrastruktur wollen wir in Frankfurt erhalten bzw. entwickeln?

17.02.2011

Meine Meinung: Keine Tram nach Slubice!

Trotzdem das Tram-Gutachten lt. MOZ-Artikel (Februar 2011) eine angeblich positive Tendenz aufweisen wird, sollte man dieses Gutachten nicht überbewerten. Es gibt unter vielen Frankfurter Politikern/Bürgern eine Tendenz, dieses Straßenbahn-Projekt zu beerdigen. Offiziell wird noch die neutrale Marschrichtung gegangen, um nicht vor Veröffentlichung des Gutachtens eine deutsch-polnische Verstimmung zu provozieren. Inoffiziell sind sich jedoch die Frankfurter und Slubicer Rathausspitzen & Bürgermehrheiten längst einig, dass dieses Projekt nicht realisiert wird. Angesichts der bisherigen Entwicklung wird maximal eine Buslinie über die Oderbrücke fahren. In Görlitz wird dies übrigens bereits seit Jahren praktiziert! Ich verweise hier noch einmal auf die Meinung vom Frankfurter Dezernent Markus Derling, die am 23.09.2009 in der Märkischen Oderzeitung teilweise veröffentlicht wurde. Wer diese MOZ-Ausgabe nicht mehr in seinen Archiv hat, kann sich die komplette Derling-Meinung, die am 03.10.2009 im Oderlandspiegel abgedruckt wurde, von mir per E-Mail zuschicken lassen.

Hochinteressant ist der MOZ-Artikel vom 22.03.2012 unter der Überschrift "Slubice plant vorerst ohne Straßenbahn", in dem u.a. folgende Passage zu lesen ist:

"Slubices stellvertretender Bürgermeister Piotr Luczynski hatte am Dienstagabend bei einer Sitzung im Slubicer Rathaus deutlich gemacht, dass die Kommune aufgrund finanzieller Schwierigkeiten auf den Bau einer Straßenbahnlinie verzichten wolle. "Wir hätten gern sehr viel, aber wir müssen auch mit unseren Kräften haushalten", sagte er. Selbst bei einer aus Brüssel avisierten Förderung von 85 Prozent sei das Vorhaben für die Stadt nicht finanzierbar. Slubice halte nach wie vor an einer grenzüberschreitenden Buslinie fest. Die zunächst gemeinsam mit Frankfurt verfolgte Doppelstrategie, zunächst den Bus und dann die Tram fahren zu lassen, sei für Slubice vom Tisch".

Mit dieser Aussage zeigt Slubice Frankfurts Tram-Befürwortern eine rote Karte.
Diesen MOZ-Artikel kann man hier als PDF-Datei anschauen und herunterladen.