25.10.2007

Frankfurt (Oder) hält einen traurigen Rekord in Brandenburg

Am 22.09.2007 meldete dpa/mbo/moz:
"Die ärmsten Kinder Brandenburgs leben in Frankfurt (Oder). Dies geht aus einer Studie der Agentur für Arbeit vom Juni 2007 hervor, die der Deutsche
Kinderschutzbund (DKSB) anlässlich des Weltkindertages veröffentlicht hat. Als arm gelten diejenigen Kinder, die in einem Haushalt leben, dem monatlich weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens, 938 Euro, zur Verfügung steht. In Frankfurt (Oder) betrifft dies 30 Prozent der Kinder unter 18 Jahren! ..."

Kommentare:

  1. Anonym25.10.07

    Eine weitere Pressemeldung zum Thema "Armut" meldete im Juni 2007 dpa: "Nach Einschätzung von Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) gibt es bisher so gut wie keine Altersarmut in Brandenburg. Wegen einer zu niedrigen Rente erhalte lediglich ein Prozent der über 65-Jährigen eine staatliche
    Grundsicherung, antwortete die SPD-Politikerin auf eine parlamentarische Anfrage. Allerdings würden nochmals etwa 2,5 Prozent angesichts ihrer geringen
    Rentenbezüge als relativ arm gelten. Damit wiesen Menschen über 65 Jahre insgesamt die niedrigste
    Armutsbetroffenheit von allen Altersgruppen der Brandenburger Bevölkerung auf, so Ziegler. Allerdings sei die Zahl der Empfänger einer Grundsicherung in
    den vergangenen Jahren gestiegen. So seien davon 2003 insgesamt 3229
    Rentner betroffen gewesen. Bis Ende 2005 habe sich diese Zahl auf 4529
    erhöht."
    Arme Kinder und reiche Rentner, so sehen die aktuellen Widersprüche in Frankfurt (Oder) aus.

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  2. Anonym25.10.07

    Eine weitere, für das Thema "Armut" in Frankfurt (Oder) relevante Pressemeldung gab es am 08. Februar 2007:
    "Senioren als Weltenbummler
    Frankfurter Senioren sind reiselustig. Das zeigte sich auch in diesem Jahr wieder bei der Caravan & Touristik. Denn ein großer Teil der Besucher gehörte zur Gruppe der über 60-Jährigen. Und viele Reiseveranstalter kamen deren Interessen mit ihren Angeboten entgegen. Sie halten zudem oft komplette Serviceangebote bereit.
    "Eigentlich suche ich gar nicht nach speziellen Seniorenreiseangeboten. Wir sind allgemein am Reisen interessiert, genießen zum Beispiel gern schöne Landschaften", sagte die Frankfurterin Elsbeth B. (69), die mit ihrem Mann Wolfgang (70) zur Messe gekommen ist. Doch dann nach einigem Überlegen schränkt sie ein: "Naja, eine Reiseleitung sollte schon die gesamte Zeit über gewährt sein, damit man jemanden hat, an den man sich bei Problemen wenden kann."
    Frank F., Geschäftsführer vom AWO-Reisedienst Reisen mit Herz, der auch in Frankfurt eine Außenstelle hat, weiß, dass das nur ein Punkt von vielen ist, auf die bei speziellen Seniorenreisen zu achten ist: "Wir haben für solche Reisen ein komplettes Paket geschnürt, das gut ankommt. Es beginnt bei der Auswahl der Ziele und Hotels, reicht über Reiserücktritts- und -abbruchsversicherung, Abholservice an der Haustür, Reisebetreuung vor Ort bis hin zu Reisebussen mit 90 Zentimeter Beinfreiheit und einem 24-Stunden-Notruftelefon."
    Ältere Reisende seien zwar heute sehr viel agiler und reisefreudiger als noch vor einigen Jahren, aber sie legen Wert auf einen bestimmten Komfort, weiß der Fachmann. Geschätzt würden bei Busfahrten zum Beispiel der Einsatz von Nichtraucherfahrzeugen und bei längeren Fahrten mehrere Zwischenstopps. Auch bei den Hotels würden mindestens Häuser mit drei Sternen ausgesucht. Für Senioren hält der AWO-Reisedienst sowohl Nah- als auch Fernreisen bereit, die weitesten gehen nach Namibia und China. Zunehmend, so Fuhrmann, seien Gesundheits- und Kurreisen gefragt.
    Das können auch andere Reiseanbieter wie die Volkssolidarität bestätigen. Wie Gudrun Herrmann vom Reiseklub erklärt, hätte die Nachfrage nach Kurreisen sogar in diesem Jahr noch einmal zugenommen. Besonders beliebt beim Reiseklub der Volkssolidarität seien aber das Frühlingstreffen, das in diesem Jahr in Ägypten organisiert wird, und das Herbsttreffen, zu dem es per Bus in die Hohe Tatra geht. Im November stehe dann noch eine Gala-Kreuzfahrt auf dem Programm. Der Reiseklub bietet zudem viele Tagesausflüge an, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Gudrun Herrmann bestätigt die Erfahrung von Frank F., dass ältere Reisende viel Wert auf einen ständigen Reisebegleiter legen, den sie notfalls auch nachts per Telefon im Hotelzimmer erreichen.

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  3. Jenny Schumann13.12.07

    40 % Armut trotz sogenannter „Großer Familie“

    Im Sommer diesen Jahres meldeten regionale Medien, dass bereits 40 Prozent aller Frankfurter Kinder und Jugendlichen in armen Verhältnissen leben. Frankfurt (Oder) steht mit dieser Quote an der Armuts-Spitze im Land Brandenburg.
    Gleichzeitig „schmücken“ sich die Frankfurter Stadtverwaltung und einige Stadtpolitiker mit einer Veranstaltung unter dem Titel „Wir sind eine große Familie“, bei der wohlbeleibte Rentner unter kritikloser Begleitung der Medien gefüttert und verwöhnt werden.
    Nach Einschätzung von Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) gibt es bisher so gut wie keine Altersarmut in Brandenburg. Wegen einer zu niedrigen Rente erhalte lediglich ein Prozent der über 65-Jährigen eine staatliche Grundsicherung, antwortete die SPD-Politikerin auf eine parlamentarische Anfrage. Damit wiesen Menschen über 65 Jahre insgesamt die niedrigste Armutsbetroffenheit von allen Altersgruppen der Brandenburger Bevölkerung auf, so Ziegler.
    Während also satte Rentner mit Kaffee und Kuchen von der Frankfurter Rentner-Lobby versorgt werden, kann man zusehen, wie die Lobby für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche immer kleiner wird und machtlos zuschauen muss bei der großen Rentnerfütterung. Es wird der Tag kommen, da werden diese jetzt noch unbekannten Kinder und Jugendlichen nicht mehr stillhalten. Sie sehen jetzt schon in den Medien, wie Kinder und Jugendliche in französischen Vorstädten auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam machen. Es ist Zeit, dieser katastrophalen Entwicklung in Frankfurt (Oder) entgegenzutreten, indem die Lobby der Frankfurter Kinder und Jugendlichen gestärkt wird. Wann endlich gibt es eine große Weihnachtsveranstaltung für von Armut betroffene Frankfurter?
    Von allen Frankfurter Medien wünsche ich mir mehr kritische Fragen zu dieser widersprüchlichen Entwicklung.

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  4. Anonym23.5.10

    „Die Unterschicht - wie wir sie haben - ist nicht mehr als das Zeugnis derer, die uns regieren.“ (t.a.)

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